Wieder einmal ist es Baltimore, wo Anne Tyler die Geschichte um Rebecca und ihre Familie angesiedelt hat. Rebecca ist 53 Jahre alt und der Überzeugung, dass die Person zu der sie geworden ist, nicht zu ihr passt. Sie ist das weibliche Oberhaupt einer skurril-chaotischen Familie und richtet Partys für andere Leute aus. In Gedanken unternimmt sie eine Reise in ihre Vergangenheit Sie hinterfragt ihre sehr schnell geschlossene Ehe. Mit ihrer Jugendliebe nimmt sie wieder Kontakt auf und dazwischen bekommt der Leser einen recht umfassenden Eindruck vom hektischen und mitunter unübersichtlichen Leben der Familie Davitch.
Rebecca selbst machte auf mich eher den Eindruck einer etwas unreifen Frau. Ihre Entscheidungen waren für mich nur selten nachvollziehbar.
Das Buch war flüssig zu lesen, im typischen Anne-Tyler-Stil, den ich eigentlich gern mag. Trotzdem konnte mich dieses Buch nicht in dem Maße in den Bann ziehen wie andere der Autorin. Diesem Roman fehlte das gewisse Etwas, das sich so schwer beschreiben lässt. Es war mir ein wenig zu amerikanisch, zu chaotisch und zu oberflächlich.
Anne Tyler ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Deshalb war sicher die Erwartungshaltung, mit der ich an dieses Buch ging, deutlich höher.
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (Februar 2003)
ISBN-13: 978-3810519252
Gelesen: September 2007
aktueller Lesestoff
