Die guten Geister: Sie dienten den Großen dieser Welt – Köchin, Butler, Sekretär
Dietmar Grieser
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Amalthea
ISBN-13: 978-3850026628
19,95 EUR
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Amalthea
ISBN-13: 978-3850026628
19,95 EUR
SteinwurfBroschiert: 100 Seiten
Verlag: Skarabaeus
ISBN-13: 978-3708232621
12,90 EUR
Hans Salchers Gedichtband „Steinwurf“ war ein wahrer Volltreffer. Dieses einfach aufgemachte Büchlein im Handtaschenformat habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Ich nahm es mit in den Urlaub und in stillen Minuten genoss ich seine Gedichte, ließ mich tragen von oft nur wenigen Zeilen und versank in seinen Illustrationen. Vom Stil her minimalistisch, manche Gedichte erinnern schon an Fragmente, jedoch vom Inhalt her ungeheuer tief, so könnte man dieses Buch kurz und knapp charakterisieren. Nichts wirkt überflüssig, kein Wort ist zuviel. So erzeugt Hans Salcher ungeheure Stimmungen beim Leser. Manchmal waren es nur drei oder vier Zeilen, die mehr Tiefe in sich bargen als manch seitenlange Beschreibung. In seinen Gedichten widmet Hans Salcher vornehmlich der Natur das Augenmerk, aber auch das dörfliche Leben und die Liebe zu Mensch, Tier und Umwelt haben ihren Platz. Dieses Büchlein ist gewiss keines, welches man hintereinander weg lesen kann und möchte. Ich nahm es immer wieder zur Hand, um mich an einigen seiner Gedichte zu erfreuen.
Dieser Gedichtband ist ein Schätzchen zu dem ich gern immer wieder greifen werde und das ich gern empfehlen oder verschenken werde.
Über den Autor (www.amazon.de)
Hans Salcher, geboren 1956 in Bannberg/Osttirol, lebt als Maler und Schriftsteller in Lienz. Zahlreiche Buchveröffentlichungen mit Lyrik und Prosa, zuletzt bei Skarabæus: Himmelschauen (Gedichte, 2002), Weißgekalkt (Gedichte und Prosa, 2003), Worte haben ein Bild gemalt (Kunstbuch mit Gedichten, 2006) sowie Vater (Erzählung, 2007).
Weißer MohnBroschiert: 168 Seiten
Verlag: Skarabaeus
ISBN-13: 978-3708232614
19,90 EUR
Sebastian Hauser ist ein Außenseiter. An seiner Umwelt und den Mitmenschen hat er wenig Interesse. Seine Aufmerksamkeit ist fast ausschließlich auf das Leben des Dichters Georg Trakl gerichtet. Er sieht sich aufgrund einiger sehr spezieller Gemeinsamkeiten mit ihm verbunden, fühlt sich als Seelenverwandter. Drogen, Inzest und Depressionen prägen beider Leben, sie haben sogar am gleichen Tag Geburtstag und so ist das Grab Trakls zur Pilgerstätte für Sebastian Hauser geworden. Dort ist er ihm, seinem Idol, am nächsten.
Las sich „Weißer Mohn“ zu Beginn noch spannend, so ließ dies von Abschnitt zu Abschnitt nach. Der Autor erzählt seinen Roman aus verschiedenen Blickwinkeln. Diese Perspektivwechsel brachten viel Unruhe in das ohnehin recht kurze Buch. Dazu kam noch, dass ich öfter nicht wusste, wer gerade der erzählende Part ist, so kam zu der Verwirrung in der Geschichte noch meine eigene dazu. Auch konnte ich nicht klar erkennen, wem die Texte zuzuordnen waren, die in die Geschichte verwoben waren. Waren es Zitate aus Trakls Werks oder stammten sie doch eher aus Hausers Feder?
Ein Gutes hatte das Buch dann aber doch. Ich bin neugierig geworden auf das Werk des Georg Trakl. Er war mir als Dichter bisher unbekannt.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich von „Weißer Mohn“ doch eher enttäuscht bin, die Kurzbeschreibung von Amazon war recht ansprechend. Schade, ich kann dieses Buch nicht guten Gewissens empfehlen. Auch den Preis empfinde ich als zu hoch, wenn ich bedenke, dass ich für 19,90 EUR lediglich ein Taschenbuch in der Hand halte.
Über den Autor
Clemens Lindner, geboren 1965 in Hall, lebt und arbeitet in Tirol und Tokyo. Mehrere Literaturstipendien und -preise. Mitarbeit an diversen Theaterproduktionen, Publikationen in Zeitschriften und Anthologien, Hörspiele, Tätigkeiten als Übersetzer.
ObsessionOT: Owning Jacob
Rowohlt-Taschenbuch
ISBN: 978-3499248863
9,95 EUR
Als Sarah starb, blieb Ben nur noch ihr autistischer Sohn Jacob. Als er beim Aufräumen eine Schatulle mit Zeitungsartikeln über eine Kindesentführung fand, wird Ben nachdenklich. Denn der Säugling wurde genau an dem Tag entführt, an dem Sarahs Sohn geboren wurde. Auf eigene Faust beginnt er sich mit Ermittlungen, die ihn bis zur Obsession treiben…
„Obsession“ ist der erste Roman den ich von Simon Beckett las und gleich vorweg, ich fand ihn nicht schlecht. Der Thriller entwickelte sich zügig, war actionreich geschrieben und spannend. An manchen Stellen war die Handlung ein wenig an den Haaren herbeigezogen und somit auch nicht ganz schlüssig. Bens Abneigung allen im Roman vorkommenden Frauen gegenüber konnte ich bis zum Schluss nicht begreifen, aber auch ein Thriller-Held hat halt manchmal ein unbewusstes Feindbild neben dem eigentlichen Gegner. Das Hin und her um den autistischen Jungen hat sehr berührt, Die Rolle, die die Behörden dabei spielten, war keine gute, aber gerade das Festhalten an Paragraphen und Vorschriften empfand ich als sehr realitätsnah.
Mein Fazit: „Obsession“ ist ein kurzweiliger Thriller für zwischendurch, der gut unterhält. Der allgemeinen Meinung nach zu urteilen sollen ja seine aktuelleren Thriller um Längen besser sein. Ich bin gespannt.
Über den Autor (www.amazon.de)
Simon Beckett, geboren 1968, versuchte sich nach Abschluss eines Englischstudiums als Immobilienhändler, lehrte Spanisch und war Schlagzeuger. 1992 wurde er freier Journalist und schrieb für bedeutende britische Zeitungen wie “Times”, “Daily Telegraph” oder “Observer”. Im Laufe seiner journalistischen Arbeit spezialisierte Beckett sich auf kriminalistische Themen. Als Romanautor trat er zuerst 1994 an die Öffentlichkeit. Simon Beckett ist verheiratet ist und lebt in Sheffield. Andree Hesse wurde 1966 in Braunschweig geboren und wuchs bei Celle auf. Nach einer Sattlerlehre studierte er an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Er lebt als Schriftsteller und Übersetzer englischsprachiger Literatur in Berlin.
AliceGebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Fischer. S. Verlag GmbH
ISBN-13: 978-3100331823
18,95 EUR
„Die Planeten laufen langsam, aber sie machen ihre Transite, und dann ändert sich dein ganzes Leben, es ändert sich, ob du willst oder nicht.“ Seite 67/68
In ihrem neuesten Werk „Alice“ erzählt Judith Hermann fünf Geschichten vom Sterben und vom Tod. Verbunden werden diese durch die Titelfigur Alice, die eben jene menschlichen Verluste zu beklagen hat. Fünfmal musste sie von ihr nahestehenden Personen Abschied nehmen, in ihrem Herzen jedoch und das wird besonders in der letzten Episode deutlich, behalten alle ihren festen Platz.
Es ist bewundernswert wie sachlich, gleichwohl warmherzig und menschlich die Autorin mit diesem traurigen Thema umgeht. In schon fast minimalistischer Form schildert sie die Schicksale und Erlebnisse weit entfernt von Gefühlsduselei und Druck auf die Tränendrüsen. Beeindruckt hat mich die klare, geradlinige Sprache von Judith Hermann. Kein Wort ist zuviel und keins am falschen Platz. Dabei schafft sie eine bemerkenswert tiefe Atmosphäre, die mir als Leser aber doch noch genügend Raum für eigene Gedanken ließ.
„Alice“ ist ein Buch für ruhige, besinnliche Stunden, und genau darin lag für mich der Reiz dieses Buches, es ist zeitlos, leise, wohltuend unspektakulär und unsentimental. Ich wünsche diesem besonderen Buch viele Leser und werde es selbst gern weiter empfehlen.
Über den Autor
Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. 1998 erschien ihr erstes Buch »Sommerhaus, später«, dem eine außerordentliche Resonanz zuteil wurde und für das sie mit dem Literaturförderpreis der Stadt Bremen, dem Hugo-Ball-Förderpreis und dem Kleist- Preis ausgezeichnet wurde. 2003 erschien der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das deutsche Kino verfilmt. Judith Hermann lebt und schreibt in Berlin.
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Hanser; Auflage: 1., Aufl. (4. März 2009)
ISBN-13: 978-3446232761
Der Sünde SoldBroschiert: 432 Seiten
Verlag: Ullstein TB-Verlag
ISBN-13: 978-3548268644
8,95 EUR
Im beschaulichen Mariaseeon verschwindet der 5jährige Jakob nach dem Spiel bei einem Freund. Die Dorfbewohner beginnen die Suche, Kommissar Konstantin Dühnfort leitet die Ermittlungen, aber der Junge bleibt spurlos verschwunden. Bei einem Waldlauf entdeckt die neu in das Dorf gezogene Agnes Gaudera Jakob nackt auf einem Holzhaufen, der einem Scheiterhaufen sehr ähnlich sieht. Körperlich ist Jakob gesund, seine Sprachlosigkeit ist jedoch die Folge psychischer Verletzungen. Wer war der Täter, welche Motive hatte er oder sie? Die Polizei ist noch mitten in ihren Ermittlungen als die Erzieherin des Jungen auf grausamste Weise ermordet aufgefunden wird…
„Der Sünde Sold“ ist das gelungene Krimi-Debüt von Inge Löhnig. Von der ersten Seite an nahm mich die Handlung gefangen. Dachte ich zu Beginn des Buches noch, es würde sich ausschließlich um Verbrechen an Kindern handeln, nahm der Krimi schon nach kurzer Zeit eine Wendung, wurde deutlich thrillerlastiger und spannender. Mit dem Kommissar Konstantin Dühnfort wurde eine sehr lebensechte und menschliche Figur geschaffen, die. Durch seine ganz spezielle Art und Weise war er mir sofort sympathisch. Auch die anderen Figuren waren durch das Leben gezeichnet. Jeder musste bereits Schicksalsschläge bewältigen, hatte gute und auch schlechte Seiten. Auch die sich leise anbahnende Liebesgeschichte hatte ihren Charme. Die gesamte Story war intelligent geschrieben, durchdacht und stimmig. Auch als ich ahnte, wer die Taten begangen haben könnte, wurde der Spannungsbogen gehalten. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen.
Mein Fazit: „Der Sünde Sold“ zeigt mir wieder, dass es den guten deutschen Krimi noch gibt. Ich werde den 2. Fall des Kommissars Dühnfort, der am 1. Februar 2010 unter dem Titel „In weißer Stille“ erscheint, ungeduldig erwarten.
Über den Autor (www.amazon.de)
Inge Löhnig hat Grafik-Design studiert. Nach einer Karriere als Art- Directorin in verschiedenen Werbeagenturen hat sie sich mit einem Designstudio selbstständig gemacht. Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München.
Hardcover: 1.088 Seiten
Goldmann Verlag
ISBN: 978-3442311538
24,95 EUR
„Es gibt eine Wahrheit, die tiefer liegt als Erfahrung. Man findet sie jenseits dessen, was wir sehen und fühlen. Diese Form der Wahrheit unterscheidet das aufrichtige Empfinden von einfacher Klugheit. Für gewöhnlich fühlen wir uns hilflos, wenn wir ihr begegnen; und der Preis, den wir für das Wissen um sie bezahlen, ist, wie der Preis für das Wissen um die Liebe, manchmal höher, als das Herz zu geben bereit ist. Sie kann uns nicht immer helfen, die Welt zu lieben, doch sie bewahrt uns davor, die Welt zu hassen. Und der einzige Weg, diese Wahrheit zu erleben, besteht darin, sie zu offenbaren, von Seele zu Seele…“
Nach einem aufsehenerregenden Ausbruch aus einem australischen Hochsicherheitsgefängnis ist Lindsay – so sein Name in seinem gefälschten Pass – auf der Flucht. Über Umwege landet er in Bombay und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Kurz nach seiner Ankunft lernt er den Inder Prabaker kennen. Dieser zeigt Linbaba, wie er Lindsay freundschaftlich nennt, sein Indien auf seine ganz persönliche Weise. So lernt er nicht nur das Land, sondern auch die Menschen zu schätzen. Er findet sowohl eine Heimat als auch Freunde und lernt deren Sprachen, Hindi und Marathi. Schicksalhaft sind die Begegnungen mit Karla, Khaled Ansari und Khaderbhai, sie werden sein weiteres Leben bestimmen. Im Slum, in dem Lin zunächst lebt, wird er aufgrund seiner Ausbildung in Erster Hilfe zum Arzt auserkoren. So wird er zum Shantaram, dem Mann des Friedens. Er erlebt alle Facetten des menschlichen Lebens von ehrlicher Liebe bis zu familiären Gewalt. Kleiner und größere Gesetzesverstöße, Alkohol und Drogen bestimmen das Leben vieler, er lernt Missstände aller Art kennen und ganz langsam gerät er immer mehr unter den Einfluss eines mächtigen Mafiabosses. Aber dann wird er plötzlich aus unerklärlichen Gründen verhaftet…
In eine fiktive Form gebracht, erzählt Gregory David Robert mit diesem Buch seine eigene unglaubliche Lebensgeschichte. Lange bin ich um dieses Buch geschlichen, denn 1088 Seiten sind auch für mich, einer bekennenden Liebhaberin von dicken Wälzern, kein Pappenstil. Und mir drängte sich immer wieder die Frage auf, kann ein 1952 Geborener so viel erlebt haben, dass er diese Seiten ohne große Längen füllen kann. Roberts kann das und, wie ich meine, in beeindruckender Form. Die Sprache ist einfach und leicht zu lesen und so schmökerte ich mich durch ein Buch, das Indien sehr detailliert und facettenreich beschrieb. Beim Lesen hatte ich oft den Eindruck direkt dabei zu sein. Mit sehr gelungenen Beschreibungen von Land und Leuten und den unübersehbaren Gegensätzen entstand in meinem Kopf ein beeindruckend farbenprächtiges Bild des indischen Subkontinents. Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich zum letzten Mal mit einem Protagonisten so mitfieberte und -litt.
Mein Fazit: „Shantaram“ ist ein Indienepos der besonderen Art. Es ist Roberts’ Liebeserklärung an das Land, beeindruckend, mitreißend, aufwühlend. Ich wünschte es gäbe mehr solcher Romane.
Über den Autor www.amazon.de
Gregory David Roberts wurde 1952 in Melbourne, Australien, geboren. Während seiner Studienjahre beging er mehrere bewaffnete Raubüberfälle und wurde zu einer 19-jährigen Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis verurteilt. Nach seiner spektakulären Flucht ließ sich Gregory David Roberts in Bombay nieder. Dort gründete er unter anderem seine eigene Castingagentur für Bollywood-Filmproduktionen und eine Rockband. Seine Kontakte zur lokalen Mafia führten schließlich zu seiner Festnahme in Frankfurt. Gregory David Roberts wurde nach Australien zurückgeschickt, wo er weitere sechs Jahre im Gefängnis verbrachte – zwei davon in Einzelhaft. In dieser Zeit begann er seine Arbeit an seinem ersten Roman “Shantaram”, der mittlerweile zu einem weltweiten sensationellen Erfolg avanciert ist. Heute lebt Gregory David Roberts mit seiner Familie in Genf.
…”Eine exklusive Liebe” von Johanna Adorjàn. Und darum geht es in dem Buch:
Kurzbeschreibung (www.amazon.de)
»Dieses Buch erzählt die Geschichte von Vera und István, die als ungarische Juden den Holocaust überlebten, 1956 während des Aufstands von Budapest nach Dänemark flohen und sich 1991 in Kopenhagen das Leben nahmen. Man fand sie Hand in Hand in ihrem Bett. Es ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Die Geschichte meiner Großeltern.« Johanna Adorján
Zwei Menschen, die miteinander alt geworden sind, beschließen, sich das Leben zu nehmen. Er ist schwer krank, sie will nicht ohne ihn sein. An einem Sonntag im Herbst 1991 setzen sie ihren Plan in die Tat um. Sie bringen den Hund weg, räumen die Wohnung auf, machen die Rosen winterfest, dann sind sie bereit. Hand in Hand gehen Vera und István in den Tod, es ist das konsequente Ende einer Liebe, die die ganze übrige Welt ausschloss, sogar die eigenen Kinder.Diskret und liebevoll rekonstruiert Johanna Adorján den Tag des Selbstmordes ihrer Großeltern, die alles andere waren als ein gewöhnliches Paar. Sie siezten sich ihr ganzes Leben, rauchten Kette und sahen umwerfend aus. Und sie hatten eine Vergangenheit, über die sie nicht sprachen. Weil sie sich nicht daran erinnern wollten. Als ungarische Juden hatten sie den Holocaust überlebt, waren Kommunisten geworden und 1956 während des Budapester Aufstands außer Landes geflohen. In Dänemark fingen sie ein neues Leben an und blickten – scheinbar – nie mehr zurück.Sechzehn Jahre nach dem Tod ihrer Großeltern hat sich Johanna Adorján über das Gebot ihrer Familie hinweggesetzt: »Davon sprechen wir nicht.« Sie hat sich auf die Suche nach den blinden Flecken im Leben ihrer Großeltern gemacht und dabei Dinge herausgefunden, die mehr mit ihr selbst zu tun haben, als sie geahnt hatte. Vor den Abgründen der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts lässt sie Vera und István wieder auferstehen: ein faszinierendes Paar, verschroben elegant, unbequem, exzentrisch. Es ist die traurige und schöne Geschichte einer großen Liebe, zugleich die Suche nach der eigenen Geschichte, und dass Johanna Adorján dafür einen leichten, bisweilen sogar komischen Ton gefunden hat, ist ihre große Kunst.
Am 10. Juli 2009 startet das ZDF um 22:30 Uhr sein neues Literaturmagazin „Die Vorleser“. Moderatoren der Sendung werden Amelie Fried und Ijoma Mangold sein und treten damit die Nachfolge von Elke Heidenreichs „Lesen!“ an. Im Mittelpunkt der Sendung soll die Belletristik stehen, aber auch Jugendliteratur und Sachbücher werden Beachtung finden.
Amelie Fried ist die Tochter des Publizisten und Verlegers Kurt Fried und seiner dritten Ehefrau Inge Fried-Ruthardt). Sie hat zwei jüngere Brüder. Nach ihrem Abitur an der Odenwaldschule Heppenheim studierte Fried von 1976 bis 1983 Theaterwissenschaft, Publizistik, Kunstgeschichte und Italienisch in München (ohne akademischen Abschluss). Danach studierte sie bis 1989 an der Hochschule für Fernsehen und Film München und schloss ihr Studium in Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik ab.
Ab 1984 moderierte sie im Fernsehen verschiedene Sendungen, unter anderem Live aus dem Alabama, live, Stern TV (in Vertretung für Günther Jauch). Seit 1998 moderiert sie gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo die Radio-Bremen-Talkshow 3 nach 9. Sie schreibt regelmäßig eine Kolumne für die Frauenzeitschrift Für Sie und ist Bestseller-Autorin. (Quelle: Wikipedia)
Ijoma Mangold (* 1971 in Heidelberg) ist ein deutscher Literaturkritiker.
Mangolds Vater stammt aus Nigeria. Mangold studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in München und Bologna. Danach arbeitete er bei der Berliner Zeitung. Seit 2001 schreibt er für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung. Er ist Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises und war Mitglied der Jury des Deutschen Buchpreises 2007.
2007 erhielt er den Berliner Preis für Literaturkritik. Im Wintersemester 2008/09 hatte er eine Gastprofessur für Literaturkritik an der Universität Göttingen inne. Am 1. April 2009 wurde er stellvertretender Feuilletonchef der Hamburger Wochenzeitung. (Quelle: Wikipedia)
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