Karthauses Bücherwelt …

30. Juli 2009

Lesen! Das Buch der Woche (Folge 14)

Einsortiert unter: Empfehlungen — Karthause @ 17:40
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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Eine zufällige Begegnung von Charles Chadwick.

Kurzbeschreibung (www.amazon.de)

»Ein seltenes Vergnügen, ein tiefsinniger Spaß, eine menschliche Komödie.«

Was hat Schönheit mit Liebe zu tun? Für Elsie viel, denn sie ist so hässlich, dass die Leute erschrecken, wenn sie sie sehen. Ein Außenseiter der Gesellschaft ist auch Stan: Er saß wegen Mordes fünfzehn Jahre im Gefängnis. Wie die beiden sich zufällig begegnen, wie daraus eine ungewöhnliche Freundschaft erwächst, das erzählt der literarische Solitär Charles Chadwick so unsentimental, so zart und zugleich hart, wie es nur ein großer Menschenkenner vermag.

Elsie liebt schöne Gärten und ihre kleine Wohnung. Sie arbeitet als Putzfrau in einem Krankenhaus, besucht einmal im Monat ihre Mutter und ist gern allein. Denn Elsie ist so hässlich, dass sie immer und überall auffällt. Vor allem, wenn sie lächelt oder aufgeregt ist, wenden sich die Leute angewidert von ihr ab. Auch der Mann, der eines Tages in einem Bus neben ihr sitzt, fühlt sich von ihren neugierigen Blicken belästigt. Um sie loszuwerden, sagt er ihr, er habe einen Mann umgebracht und dafür fünfzehn Jahre im Gefängnis gesessen und hätte jetzt gern seine Ruhe. Aus dieser zufälligen Begegnung entwickelt sich eine Freundschaft zwischen zwei Einzelgängern, die für die Menschen um sie herum zutiefst rätselhaft ist und die beide auf äußerst ungewöhnliche Pfade führt …

 

29. Juli 2009

Erich Kästner – 35. Todestag

Einsortiert unter: Allgemeines — Karthause @ 18:22
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Emil Erich Kästner (* 23. Februar 1899 in Dresden; † 29. Juli 1974 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Kabarettist, der breiten Kreisen der deutschen Bevölkerung vor allem wegen seiner humorvollen, scharfsinnigen Kinderbücher und seiner humoristischen bis zeitkritischen Gedichte bekannt ist. (Quelle: Wikipedia)

Eines meiner Lieblingszitate von ihm ist folgendes:

Was auch immer geschieht:

Nie dürft ihr so tief sinken,

von dem Kakao, durch den man euch zieht,

auch noch zu trinken!


28. Juli 2009

Jeffery Deaver – Der Täuscher

Einsortiert unter: 2009,Krimi/Thriller — Karthause @ 19:02
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Der Täuscher

Jeffery Deaver

OT: The Broken Window

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten

Verlag: Blanvalet Verlag

ISBN-13: 978-3764502966

In diesem 8. Fall des Ermittler-Duos Lincoln Rhyme/Amelia Sachs wird es für den gelähmten Ermittler Rhyme persönlich. Sein Cousin Arthur Rhyme wurde wegen Mordverdacht inhaftiert. Auf den ersten Blick erscheint die Beweislast erdrückend zu sein. Bei näherer Betrachtung, wird deutlich, dass es mehrere ähnlich gelagerte Fälle gibt. Den wahren Mörder gilt es nun schnellstens zu finden. Doch das erweist sich als äußerst kompliziert, denn der perfide Täter tarnt sich, indem er durch Datendiebstahl fremde Identitäten annimmt. So beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn das Morden geht weiter…

Jeffery Deavers Thriller sind für mich ein Garant für gute und spannende Unterhaltung und diesem Anspruch wird auch dieser 8. Fall um die Ermittler Rhyme/Sachs gerecht. Vom Aufbau sind die einzelnen Fälle sehr ähnlich. Es gibt einerseits die Ermittlerperspektive, dem gegenüber steht die des Täters, der dabei aber nicht identifiziert wird und in diesem Part des Thrillers in der Ich-Form erzählt. Darüber hinaus taucht der Leser mit jedem neuen Fall der Reihe etwas tiefer in das Privatleben und die Vergangenheit der beiden Ermittler ein. Aber jeder Fall ist anders, sowohl von der Thematik als auch vom Spannungsaufbau. In diesem steht der Diebstahl, der Missbrauch und die Manipulation von persönlichen Informationen im Mittelpunkt. Dabei wird aufgezeigt, wie Daten aus dem Gebrauch von Rabatt-, Geld- und Kreditkarten, Spuren im Internet, Informationen aus verschiedensten Verträgen Lebensgewohnheiten widerspiegeln und den Menschen gläsern werden lassen. Ein brisantes Alltagsproblem, bei dem jeder darauf baut, dass seine persönlichen Daten nicht in falsche Hände kommen.

Auch sprachlich ist dieser Thriller ein echter Deaver, dessen Stil durch eine flüssige Schreibweise und den konsequenten Aufbau eines Spannungsbogen unter Verwendung jeder einzelnen Spur gekennzeichnet ist. So wird der Leser förmlich von Kapitel zu Kapitel getrieben. Es gibt immer wieder neue Wendungen, schnell taucht ein Verdacht auf, nur, um ein paar Seiten später wieder verworfen zu werden. Die Charaktere werden brillant beschrieben und der Aufbau des Thrillers ist gewohnt intelligent. Er spielt mit den Ängsten der Menschen und ist absolut nachvollziehbar.

Mein Fazit: „Der Täuscher“ ist für mich der beste – weil auch aktuellste – Deaver, den ich bisher gelesen habe. Dem Leser wird Spannung und Unterhaltung auf höchstem Niveau geboten. Ich kann diesen Thriller uneingeschränkt jedem Liebhaber dieses Genres empfehlen.

Lincoln-Rhyme-Reihe

1. Fall Die Assistentin/Der Knochenjäger – 1997 – OT: The Bone Collector

2. Fall Letzter Tanz – 1998 – OT:The Coffin Dancer

3. Fall Der Insektensammler – 2000 – OT: The Empty Chair

4. Fall Das Gesicht des Drachen – 2002 OT: The Stone Monkey

5. Fall Der faule Henker – 2003 – OT: The Vanished Man

6. Fall Das Teufelsspiel – 2005 – OT: The Twelfth Card

7. Fall Der gehetzte Uhrmacher – 2006 – OT: The Cold Moon

8. Fall Der Täuscher – 2008 – OT: The Broken Window

Über den Autor (www.amazon.de)

Jeffery Deaver gilt als einer der weltweit besten Autoren intelligenter psychologischer Thriller. Wie kaum ein anderer beherrscht der von seinen Fans und den Kritikern gleichermaßen geliebte Jeffery Deaver den schier unerträglichen Nervenkitzel, verführt mit falschen Fährten, überrascht mit blitzschnellen Wendungen und streut dem Leser auf seine unnachahmliche Art Sand in die Augen. Seit dem ersten großen Erfolg als Schriftsteller hat er sich aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurückgezogen und lebt nun abwechselnd in Virginia und Kalifornien. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt und haben ihm bereits zahlreiche renommierte Auszeichnungen eingebracht. Die kongeniale Verfilmung seines Romans “Die Assistentin” unter dem Titel “Der Knochenjäger” (mit Denzel Washington und Angelina Jolie in den Hauptrollen) war weltweit ein sensationeller Kinoerfolg und hat dem faszinierenden Ermittler- und Liebespaar Lincoln Rhyme und Amelia Sachs eine riesige Fangemeinde erobert.

27. Juli 2009

Lesen! Das Buch der Woche (Folge 13)

Einsortiert unter: Empfehlungen — Karthause @ 14:15
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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Krematorium von Rafael Chirbes.

Kurzbeschreibung (www.amazon.de)

» Krematorium ist einer der besten spanischen Romane der letzten zehn Jahre. Eine brillante Analyse des wilden Kapitalismus unserer Zeit.« La Vanguardia »Rafael Chirbes vertraut der sozialen Funktion von Literatur, ihrer Fähigkeit zur Verständigung. Solange er schreibt, ist die Welt nicht verloren.« Erich Hackl

Matias ist gestorben, der charismatische jüngere Bruder des erfolgreichen Bauunternehmers Rubén Bertomeu, in seiner Jugend ein Anhänger revolutionärer Gewalt, später wie seinem Bruder zum Trotz ein Ökobauer. Mit dem Tod von Matias setzt ein vielstimmiger Chor ein: Da ist Rubén, der Sozialist und Bauunternehmer, der auf sein Leben zurückblickt, in dem jedes Ideal für Geld und Erfolg geopfert wurde. Da ist seine zweite Frau Monica, blutjung und karrieregeil, mit unbedingtem Aufstiegswillen. Und seine Tochter Sylvia, eine Kunsthistorikerin, gefangen in einer freudlosen Ehe mit dem arroganten Professor Juan Mullot. Sie alle profitieren von Rubéns Reichtum, gleichzeitig verachten sie ihn. Rubéns Kindheitsfreund, Federico Brouard, ist als Schriftsteller gescheitert und verbringt seine letzten Tage im Suff, Ramon Collado ist Rubéns Mann fürs Grobe. Aus diesen unterschiedlichen Perspektiven entsteht ein grandioses Gesellschaftspanorama: die Familie als Ort des Besitzdenkens, die Zerstörung der Umwelt, Bauspekulation, schmutzige Geschäfte, Korruption, Drogen. Sexualität als Ware und gleichzeitig letzter Halt gegen die Auflösung jeglicher Verbindungen. Rafael Chirbes erzählt in »Krematorium« eine aus den Fugen geratene, von den Göttern verlassene Welt, in der keine Gewissheit mehr gilt, in der Werte, Wörter und Utopien leere Hülsen sind. Und doch ist dieser Roman ein Rettungsversuch: Aus der Erzählung der Widersprüche einer Gesellschaft, die sich ganz dem Konsum und dem Mammon verschrieben hat, wird schmerzhaft deutlich, was wir verloren haben.

22. Juli 2009

Zitat

Einsortiert unter: Allgemeines — Karthause @ 18:21
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Mein Lieblingszitat, die Bücher betreffend, ist das Nachfolgende, damit kann ich auch meine  SuB-Entwicklung  jederzeit gut erklären.

Der wirkliche Liebhaber von Büchern muß sie gar nicht alle gelesen haben. Wichtig ist, daß man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch und man hat es zur Verfügung – für die Zukunft. (Umberto Eco)

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18. Juli 2009

Lesen! Das Buch der Woche (Folge 12)

Einsortiert unter: Empfehlungen — Karthause @ 15:42
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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Der Mann mit den goldenen Ohren von Herbert Rosendorfer.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

Ein italienisches Insel- und Liebesabenteuer um einen Großmogul auf Klein-Capri

Der neue Roman von Herbert Rosendorfer, für den Axel Munthes weltberühmtes “Buch von San Michele” Pate steht, erzählt mit viel Charme und hintersinniger Komik von einer italienischen Insel, die auf wundersame Weise und nur für kurze Zeit zum internationalen Jetset-Ziel avanciert.
Lange wurde die kleine Insel Zompara, die zwar keine Blaue Grotte, aber immerhin eine Mondscheinbucht hat, von Touristen verschont. Das ändert sich grundlegend, als der mysteriöse armenische Großmogul Kasparian beschließt, dort ein Feriendomizil zu errichten. Seine abenteuerlich futuristische Villa in den Klippen macht Zompara zum Architekturmekka. Der Mogul, dessen abstehende Ohren in der Abendsonne golden leuchten, verliebt sich in das schöne Aktmodell Caterina, sorgt für zahlreiche Inselattraktionen und damit für einen Tourismusboom, der erst nach dem plötzlichen Verschwinden Kasparians wieder nachlässt. Jahre später schildert der mäßig erfolgreiche Münchner Maler und Ich-Erzähler Felix Mahr jenen schnellen Aufstieg und Niedergang Zomparas, an dem er nicht ganz unbeteiligt war. Mahrs höchst unterhaltsame Erinnerungen an den “Fall Kasparian” sind immer auch kokette Abschweifungen, durchsetzt mit wunderbaren Anekdoten und Rückblenden auf seine vier gescheiterten Ehen und mit einem typisch Rosendorferschen Arsenal seltsamer Figuren: neben den Einheimischen vor allem deutsche Künstler wie der Beuys-Schüler Horadam, der immer eine Flasche Pilsner Urquell zur Hand hat, der aus Ravensburg stammende Großschriftsteller Heribert Caesar, der steinalt ist, die Insel aber nie mit derselben Frau besucht, ferner Thesa, die Gattin eines Honorarprofessors, und eine schwerreiche “Fra Angelico”-Dame, die ihr teures Kunstwerk immer in einem Koffer mit sich trägt.
Unterhaltsam-scharfsinnig und mit leichter Hand zeichnet Herbert Rosendorfers Roman über eine fiktive Insel auch ein liebevolles und zugleich selbstironisches Bild deutscher Italiensehnsucht.

14. Juli 2009

Sigrid Damm – Das Leben des Friedrich Schiller

Einsortiert unter: 2009,Biografie/Erfahrungen — Karthause @ 19:45
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Das Leben des Friedrich Schiller

Sigrid Damm

Gebundene Ausgabe: 489 Seiten

Verlag: Insel, Frankfurt

ISBN-13: 978-3458172208

“Meine beste Freude ist meine Thätigkeit, sie macht mich glücklich in mir selbst und unabhängig nach aussen…“ (Friedrich Schiller S. 441)

Sigrid Damm stellt Schillers Werk in den Mittelpunkt ihres Buches. Es ist somit keine Biographie im herkömmlichen Sinne, sondern eher eine Betrachtung zu Schillers Arbeitsalltag, der Entstehung seiner Werke, der dazu gehörigen Umstände und Rahmenbedingen – eine Wanderung durch sein Lebenswerk. Als Grundlage für dieses Buch sind Schillers Briefwechsel und andere Zeitdokumente zu sehen, die Sigrid Damm in einer wie bekannt akribischen Recherche in Archiven, Museen und Bibliotheken analysierte. So belegt sie sehr viele Dinge mit Auszügen aus Originalen, sind diese jedoch für sie nicht greifbar, beispielsweise die, von denen bekannt ist, dass sie bewusst vernichtet wurden, zieht sie ihre eigenen Schlussfolgerungen, an einigen wenigen Stellen verliert sie sich auch in kleine Spekulationen. So erlebt der Leser Friedrich Schiller immer als Schaffenden, teilweise auch als einen vom Schaffen Besessenen. Aber neben dem Dichter tritt sich nach und nach der Mensch Schiller in den Vordergrund. Seine Erwartungen und Enttäuschungen, sein Schwanken zwischen Hochstimmung und Depression, die immer währenden Geldsorgen, seine angeschlagene Gesundheit, seine Bissigkeit gegenüber Zeitgenossen und sein Werben um die Freundschaft Goethes bringt die Autorin dem Leser nahe. Nach dem Zustandekommen der Dichterfreundschaft legt sie ihr Augenmerk auf das sich gegenseitige Beflügeln und Austauschen der beiden Großen, die ein enges Miteinander verbindet, aber auch ein gewisses Konkurrenzdenken trennt.

Mir hat dieses Buch gut gefallen. Der Mensch Friedrich Schiller, von dem mir beschämend wenig bekannt war, offenbarte sich mir. Manche meiner Fragen beantwortete die Autorin nur ganz knapp und auch erst am Ende des Buches, beispielsweise die nach der Vaterrolle Schillers. Was ich ihr allerdings ein wenig ankreide ist die nicht vorurteilsfreie Herangehensweise an die Person Friedrich Schiller. Das drückt sich oft nur einfachen Formulierungen z. B. bezüglich seiner Krankheiten aus, an anderen Stellen in Wertungen. Ich gebe zu, dass ich dass sogar nachvollziehen kann. Mein Herz schlägt auch eher für Goethe, denn für Schiller. Dennoch empfand ich es als ein wenig störend.

Mein Fazit: Nach „Christiane und Goethe“ war dies das zweite Buch, welches ich von Sigrid Damm las. Trotz der Ausrichtung des Buches auf das Werk Schillers, kam ich dem Menschen Friedrich Schiller deutlich näher. Ich habe „Das Leben des Friedrich Schiller“ gern gelesen und freue mich auf die Bücher der Autorin, die noch in meinem Regal stehen.

Über den Autor (Quelle Wikipedia)

Sigrid Damm (* 7. Dezember 1940 in Gotha) ist eine deutsche Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin.

Sigrid Damm wuchs in Gotha auf, wo sie 1959 ihr Abitur machte. Von 1959 bis 1965 studierte sie Germanistik und Geschichte an der Universität Jena. Anschließend war sie als Hochschuldozentin in Jena und Berlin tätig. 1970 promovierte sie zum Doktor der Philosophie. Daneben wirkte sie als Autorin an einer im Verlag Volk und Wissen erschienenen “Geschichte der deutschen Literatur” mit. Seit 1978 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin. 1993 war sie Gastdozentin an den Universitäten in Edinburgh und Glasgow, 1994 an der Universität Hamburg.

Sigrid Damm ist in erster Linie Verfasserin von Werken über Personen aus dem Umkreis der Weimarer Klassik. Insbesondere mit ihren in einer Mischung aus Biographie und Fiktion geschriebenen Büchern über Goethes Jugendfreund Jakob Michael Reinhold Lenz und Goethes Ehefrau Christiane von Goethe erzielte sie große Publikumserfolge.

Sigrid Damm ist Mitglied des deutschen P.E.N.-Zentrums und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

9. Juli 2009

Lesen! Das Buch der Woche (Folge 11)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 18:26
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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Der Letze Bruder von Nathacha Appanah.


Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

Zwei Kinder auf der Suche nach Geborgenheit und Glück

Die junge Autorin Nathacha Appanah wird in ihrer Wahlheimat Frankreich seit Jahren von Kritik und Publikum gefeiert. Jenseits aller Postkartenidylle zeigen ihre Bücher ein uns unbekanntes Mauritius. »Der letzte Bruder« erzählt die Geschichte der Freundschaft zwischen Raj und dem von Geheimnissen umgebenen David.

Der zehnjährige Raj lebt in einem ärmlichen Dorf am Rand der Zuckerrohrplantagen von Mauritius. Nachdem seine beiden Brüder bei einem Unglück ums Leben kommen, ist er allein der Gewalt seines Vaters ausgeliefert. Als er den gleichaltrigen David kennenlernt, scheint es, als habe er endlich wieder einen Freund und Bruder gefunden. David ist mit seiner Familie in einem Gefängnis eingesperrt, in dem Rajs Vater als Aufseher arbeitet. Als ein Zyklon die Insel verwüstet, flieht David zu Raj. Aus Furcht vor Rajs Vater beschließen die beiden Freunde wegzulaufen. So beginnt eine Odyssee durch den Dschungel, die für David tödlich endet. Erst als sich Raj nach Jahren seinen Erinnerungen stellt, erfährt er die wahre Geschichte Davids und seiner Familie.

8. Juli 2009

Donna Milner – River

Einsortiert unter: 2009,Belletristik — Karthause @ 16:53
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River

Donna Milner

 

Originaltitel: After River

Gebundene Ausgabe: 416 Seiten

Verlag: Piper

ISBN-13: 978-3492051620

 

Natalie Ward lebt mit ihren Brüdern und den Eltern auf einer Farm in British Columbia. Das Leben war hart, aber gut. Die Wards hatten sich eine heile Welt geschaffen, hauptsächlich, weil über viele Themen nicht gesprochen wurde. An einem Nachmittag im Juli 1966 kam River auf die Farm, blieb und arbeitete dort als Helfer. Er musste als Kriegsdienstverweigerer aus den USA flüchten und fand bei den Wards Familienanschluss. Mit dem Erscheinen von River ändert sich vieles im Leben der jungen Natalie. Als er die Farm verließ, war nichts mehr so wie war. Auch Nathalie verließ die Farm und kehrt erst 34 Jahre später wieder heim, nachdem sie von ihrem Bruder Boyer erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt.

Mit River gelang die Autorin Donna Milner ein beachtliches Romandebüt. Ganz ruhig beginnt sie die Geschichte aus der Sicht von Natalie zu erzählen. Im Alltag der Familie Ward gab es kaum Höhen und Tiefen. Langsam aber konsequent steigert sie die Spannung, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der Stil der Autorin hat mir gut gefallen. Leicht und flüssig war das Buch zu lesen, aber trotzdem weder seicht noch kitschig. Den einzigen Mangel, den ich an dem Roman fand, war das Ende. Es war für mich zu vorhersehbar und ein wenig emotional.

Der deutsche Titel des Buches ist mir ein wenig unverständlich. Ich frage mich, warum nicht die einfache Übersetzung des Originaltitels „After River“ übernommen wurde.

Mein Fazit: Von diesem Erstlingswerk der Autorin war ich sehr angenehm überrascht. Es hat mich gut unterhalten und ich hatte schöne Lesestunden. Nun bin ich auf weitere Romane aus der Feder von Donna Milner gespannt.

Über den Autor

Donna Milner lebt mir ihrem Mann im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Nachdem ihr erster Roman „River“ ein überwältigendes internationales Echo fand, hängte sie ihre Karriere als Immobilienmaklerin an den Nagel, um sich ganz dem Schreiben zu widmen.

 

6. Juli 2009

Simon Beckett – Die Chemie des Todes

Einsortiert unter: 2009,Krimi/Thriller — Karthause @ 16:23
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Die Chemie des Todes

Simon Beckett

OT: The Chemistry of Death

Taschenbuch: 432 Seiten

Verlag: Rowohlt

ISBN-13: 978-3499241970

 

 

David Hunter übernimmt in einem kleinen Ort in Norfolk eine Arztpraxis. Seit dem Tod seiner Frau und seiner Tochter hält ihn nichts mehr in London, auch mit seinen Beruf als forensischer Anthropologe will er nichts mehr zu tun haben. Aber in seiner neuen Heimat ist er ein Fremder, ein Zugezogener, er muss gegen Vorurteile kämpfen. Dann wird die Leiche einer Frau gefunden, auch eine Fremde, Hunter hilft der Polizei bei den Untersuchungen und gerät schnell bei den Bewohnern Manhams unter Verdacht. Als kurz darauf noch eine junge Frau verschwindet, eine Einheimische, regiert im vorher so idyllischen Ort die Angst… 

Dieser Roman ist der erste Teil der David-Hunter-Reihe und Simon Beckett ist damit ein spannender Thriller gelungen. Bei mir führte er ein recht langes unbeachtetes Dasein im Regal. Nach dem was ich bisher darüber hörte bzw. las, erwartete ich einen Thriller, der so ziemlich alles, was ich vorher in diesem Genre gelesen habe, in den Schatten stellen sollte. An dem war es nicht ganz. Die Chemie des Todes ist ein solider Thriller, der sich der bekannten Stilmittel bediente, keineswegs schlecht, aber die Freudenbekundungen blieben bei mir aus. Trotzdem habe ich das Buch aufgrund der flüssigen Schreibweise schnell und gern gelesen und freue mich auf die Nachfolger. An die werde ich dann mit etwas weniger großen Erwartungen herangehen. Ich hätte mir gewünscht, dass in dem Thriller ein wenig mehr auf die Arbeit des forensischen Anthropologen eingegangen wird. Aber vielleicht kommt das ja in nächsten Büchern. 

Über den Autor (Quelle: Wikipedia)

Simon Beckett (* 1968[1]in Sheffield, England) ist ein britischer Journalist und Autor. Er ist Verfasser von erfolgreichen Kriminalromanen, die inzwischen in mehrere Sprachen übersetzt wurden.

Nach seinem Abschluss mit einem Master of Arts in englischer Sprache arbeitete Beckett als Immobilienhändler, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Als freiberuflicher Journalist schrieb er für The Times, The Independent on Sunday, The Daily Telegraph, The Observer und andere Publikationen.

Bei Recherchen lernte er die Polizeiarbeit von innen kennen; das gilt insbesondere für seine Erfahrungen mit der Body Farm der University of Tennessee in Tennessee, USA, einer Forschungsanstalt für Verwesungsprozesse. Dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen.

 

5. Juli 2009

Die Vorleser

Einsortiert unter: Allgemeines — Karthause @ 15:24
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Am 10. Juli 2009 um 22.30 Uhr ist es soweit. Das ZDF strahlt die neue Literatursendung „Die Vorleser“ erstmalig aus. Jetzt wurde veröffentlicht, welche Bücher Amelie Fried und Ijoma Mangold vorstellen werden: 

Ein anderes Leben – Per Olov Enquist
Heartland – Joey Goebel
Weiße Geister – Alice Greenway
Kürzere Tage – Anna Katharina Hahn
Als ich ein kleiner Junge war – Erich Kästner 

Gast der Sendung wird der Schauspieler Walter Sittler sein. 

Weiße Geister habe ich im Regal und auf Ein anderes Leben bin ich sehr gespannt.

 

4. Juli 2009

Michel Faber – Die Unvollendete

Einsortiert unter: 2009,Belletristik — Karthause @ 14:09
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Die Unvollendete

Michel Faber

OT:  The Courage Consort
Taschenbuch: 122 Seiten
Verlag: List;
ISBN-13: 978-3548606217

 

 

Die Mitglieder des Vokalquintetts „Courage Consort“, Roger Consort, Kopf des Ensembles, und seine Frau Catherine, die deutsche Dagmar, Ben und Julian, waren zu Proben für ein modernes, anspruchsvolles Musikstück für zwei Wochen im belgischen Martinekerke zu Gast. Die Proben liefen nicht so wie geplant ab und die anfangs unscheinbare Catherine entwickelte im Laufe dieser zwei Wochen ein erstaunliches Selbstbewusstsein. Fürchtete sie sich zunächst noch vor nächtlichen Geräuschen aus dem nahen Wald, so unternahm sie später allein Spaziergänge in der nächtlichen sagenbehafteten Umgebung. 

Unvollendet im Rahmen dieser Erzählung ist zunächst die Protagonistin Catherine. Ängstlich, zaghaft, unsicher und von Selbstmordgedanken gequält, schildert Michel Faber sie auf den ersten Seiten seines Buches. Durch Gespräche, vor allem mit Dagmar, Radtouren und durch Hinterfragen ihrer eigenen Gedanken, durchlebt sie in der kurzen Zeit eine erstaunliche Wandlung. Unvollendet empfand ich als Leser aber das gesamte Buch. Michel Fabers Sprache ist zwar sehr schön und die Novelle ist flüssig zu lesen, aber ich fragte mich am Ende der für mich etwas schwer nachvollziehbaren Geschichte: Und nun? Den Charakteren fehlte es an Brillanz und der Handlung an Schwung. Wie sich ein Mensch in so kurzer Zeit wandeln kann, wurde nur oberflächlich und nicht glaubwürdig beschrieben. Ich hatte an dieses Buch deutlich höhere Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Das gesamte Buch kam mir vor wie ein Fragment – unvollendet eben. 

Über den Autor (Quelle: Wikipedia)

Michel Faber (* 13. April 1960 in Den Haag, Niederlande) ist ein englischsprachiger Schriftsteller.

Im Alter von 7 Jahren wanderten seine Eltern mit ihm nach Australien aus, wobei sie einen Halbbruder in einem Heim für schwererziehbare Kinder zurückließen. Faber verkraftete die Emigration nur schwer und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Er wuchs in den Außenbezirken Boronia bzw. Bayswater der Stadt Melbourne auf. 

Er studierte Anglistik in Melbourne. Der Schwerpunkt seines Studiums lag auf der Literatur des 19. Jahrhunderts. Zu Beginn der achtziger Jahre versuchte er gemeinsam mit seiner ersten Ehefrau, nach Großbritannien zu emigrieren, scheiterte jedoch und erlebte dort eine kurze Zeit der Obdachlosigkeit, bevor sie nach Australien zurückkehrten. Kurz darauf endete jedoch diese Ehe, und die ersten Arbeiten an seinem Roman „Das karmesinrote Blütenblatt“ begannen, während er sich als Pfleger und mit diversen anderen Tätigkeiten über Wasser hielt. Hitze und Licht in Australien bedingten heftige Migräneanfälle, sodass er 1992 mit seiner zweiten Ehefrau, Eva Youren, erneut nach Großbritannien emigrierte – dieses Mal erfolgreich – und sich mit ihr und ihren beiden Söhnen in einem umgebauten Bahnhof nahe der schottischen Stadt Inverness niederließ. Für seine bisherigen Veröffentlichungen wurde er für zahlreiche Preise nominiert (unter anderem Whitbread First Novel Award 2000 für Under The Skin) und erhielt einige Auszeichnungen. Nach zwanzig Jahren Vorarbeit erschien 2002 der Roman „Das karmesinrote Blütenblatt“.

 

2. Juli 2009

Lesen! Das Buch der Woche (Folge 10)

Einsortiert unter: Empfehlungen — Karthause @ 19:56
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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf litcolony.de Was mit Kate geschah von Catherine O’Flynn.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

Kurt, Wachmann im Einkaufszentrum Green Oaks, traut seinen Augen nicht: Eines Nachts sieht er auf dem Monitor ein kleines Mädchen durch die menschenleeren Gänge irren. Das Mädchen sieht genauso aus wie die kleine Kate, die Kurt kannte und die vor zwanzig Jahren spurlos verschwand. Niemand glaubt Kurt, nur Lisa aus dem Plattenladen macht sich mit ihm auf die Suche durch die endlosen Weiten von Green Oaks. Ein aufsehenerregender Debütroman über die Selbstentfremdung in einer konsumorientierten Welt, über Einsamkeit und über ein bemerkenswertes Mädchen.

1. Juli 2009

Überraschung!

Einsortiert unter: Allgemeines — Karthause @ 20:33
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Heute beginnt im Büchertreff die Leserunde zu Charlotte Lyne’s Das Haus Gottes. Weil ich nicht so viel vor allen anderen Lesern beginnen wollte, schob ich noch Die Unvollendete  von Michel Faber dazwischen. Wie groß wurden meine Augen, als ich sah Das Haus Gottes beginnt mit dem gleichen Lied, mit dem Die Unvollendete endete. Dabei haben beide Bücher gar nichts mit einander zu tun, außer – in meine Leseliste stehen sie hintereinander.

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