Karthauses Bücherwelt …

15. April 2010

Jugendliche zum Lesen verurteilt

Einsortiert unter: Allgemeines — Karthause @ 17:13
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Gelegentlich hatte ich mich mit meinem Laien-Rechtsverständnis schon über Urteile der Gerichte gewundert. Nicht immer konnte ich sie nachvollziehen, manchmal erschienen sie mir zu lasch und oft wünschte ich mit mutigere Richter, die auch einmal einen unorthodoxen Weg beschreiten würden. Aber gerade fand ich in den Aachener Nachrichten online.de folgenden Artikel über ein mehr als ungewöhnliches Urteil:

Zitat:

Fulda. Zum Lesen verurteilt: Statt Arrest oder Arbeitsstunden droht jugendlichen Straftätern im Landkreis Fulda künftig ein Buch.

Bei der Lektüre sollen die Jugendlichen einen anderen Blick auf ihre Taten bekommen, wie Jugendrichter Christoph Mangelsdorf der Nachrichtenagentur dpa erläuterte.

Die Maßnahme richtet sich nach Angaben vom Dienstag an Ersttäter und Jugendliche, die etwa aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer Schwangerschaft keine Arbeitsstunden leisten können. «Bei schwerwiegenden Delikten fällt die Alternative aber weg», sagte Mangelsdorf. Die Jugendlichen sollen eines von 14 ausgewählten Büchern zu Themen wie Sexualdelikten, Drogen, Alkohol und Mobbing mit Mitarbeitern der Jugendhilfe besprechen. Außerdem müssen sie Aufgaben in einer bestimmten Frist lösen.

Quelle: Aachener Nachrichten online.de vom 13.04.2010

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4 Kommentare »

  1. Zwanghafte Buchlektüre, hm, ob es das wirklich bringt, das gleiche Prinzip herrscht in der Schule und führt zu nix.
    Gewalttätige Straftäter in Berlin können, wenn sie Glück haben, an einem Programm teilnehmen bei dem sie auch das Boxen lernen, ihre Aggressionen so heraus hauen können. Wenn man da nun ein Buch aufnehmen würde, weil man ein Paket schnürt, welches alle Eckpunkte aufgreift, das würde mir gefallen, aber nicht leer im Raum ;-)

    LG
    Krümel

    Kommentar von Krümel — 16. April 2010 @ 11:57 | Antwort

    • Für Zwangslesen bin ich auch nicht. Aber wenn ein Richter mal neue Wege beschreitet und dann noch einen Hang zur Literatur hat, finde ich das positiv und erwähnenswert. ;-) LG Heike

      Kommentar von Karthause — 16. April 2010 @ 15:47 | Antwort

  2. Ich weiß nicht … man kann doch niemandem zum Lesen zwingen. Ob das wirklich etwas bringt? Klar, andere Wege sind gut und der Richter meint es bestimmt gut. Wenn ich aber manchmal Kommentare von Jugendlichem zum Thema “Lesen” höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. “Das ist doch langweilig” ist noch der harmlosteste Spruch 8-) LG, Steffi (noch 13 Tage …)

    Kommentar von Steffi — 18. April 2010 @ 20:17 | Antwort

  3. Das finde ich ja wirklich mal lustig. =)
    Wer weiß, vllt. hilft es ja. =)

    Kommentar von Valschka — 19. April 2010 @ 20:02 | Antwort


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