Das Streichelinstitut von Clemens Berger wurde gestern vom mdr figaro als Buch der Woche vorgestellt.
Amazon schreibt dazu:
Ein urkomischer, kluger Roman über einen liebenswerten Taugenichts, der plötzlich Erfolg hat.
Sebastian war ein sensationeller Streichler, beruhigend und aufregend zugleich – fand Anna jedenfalls, seine Freundin. Trotzdem war es eigentlich nur eine Urlaubsalberei, als sie ihm vorschlug, diese Fähigkeiten zu professionalisieren. Natürlich (Regel 1) niemals unterhalb der Gürtellinie! Aber in dieser kalten Welt des Gestresstseins musste es doch eine kommerziell verwertbare Sehnsucht nach Zärtlichkeiten auch oberhalb des Nabels geben. Und irgendetwas sollte sich Sebastian schon einfallen lassen, der nach dem Ende seines Philosophiestudiums schon viel zu lange einfach nur herumhing, während Anna als Lektorin in Focaultseminaren an der Wiener Uni wenigstens ein bisschen was verdiente.
Als Sebastian geschlagene anderthalb Jahre später wirklich zum Gewerbeamt geht, um in der Mondscheingasse ein Streichelinstitut zu eröffnen, stößt er schon bei der Anmeldung auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten: »Massagesalon« schlägt ihm die Beamtin als Rubrizierung vor, weil ihre Liste unter »Streicheln« nichts hergibt. Schließlich einigen sie sich auf »Lebensberatung«. Dass wirklich Leute kommen und auch noch eine Menge Geld bezahlen, überrascht Sebastian fast selbst. Endlich ist er ein »nützliches Mitglied des menschlichen Marktes«, denkt er sich, wenngleich er sich eingestehen muss, dass Zielgruppe und Wunschgruppe nicht identisch sind und sich überhaupt plötzlich ganz ungeahnte Probleme auftun.
Über den Autor
Clemens Berger, geb. 1979 in Güssing, aufgewachsen in Oberwart, Studium der Philosophie und Publizistik in Wien, lebt als freier Schriftsteller in Wien, unterwegs und im Südburgenland. Zahlreiche Literaturpreise und Stipendien, 2004 Marktschreiber von St. Johann/Tirol. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien sowie in Buchform.

aktueller Lesestoff

Ich liebe mdr figaro mittlerweile und höre im Auto nichts anderes. Diesen Buchtipp habe ich auch gehört … wirst Du es lesen? LG, Steffi
Kommentar von Steffi — 19. Mai 2010 @ 19:55 |
Zumindest habe ich es auf meine Bibliotheksliste gesetzt. Aber wann es dort ins Regal kommt, wer weiß das schon. LG Heike
Kommentar von Karthause — 19. Mai 2010 @ 20:07 |