Karthauses Bücherwelt …

31. März 2012

Linda Maria Koldau – Die Titanic: Das Schiff, der Untergang, die Legenden

Einsortiert unter: 2012,Fach- und Sachbuch — Karthause @ 18:26
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Titanic: Das Schiff, der Untergang, die Legenden

Linda Maria Koldau

Gebundene Ausgabe: 303 Seiten

Verlag: Beck

ISBN-13: 978-3406624247

Am 15. April 2012 jährt sich der Untergang der Titanic, der über 1500 Menschen den Tod brachte, zum 100. Mal. Seit dem ranken sich viele Geschichten und Legenden um dieses Ereignis. Bücher wurden geschrieben und Filme gedreht. Die Titanic wurde zum Mythos.

Linda Maria Koldau hat in ihrem Buch diese Thematik aufgegriffen. Sie berichtet über den Bau der Titanic und beschreibt die luxuriöse Ausstattung. Sie betont auch, dass die Titanic zwar ein Luxusliner war, aber der Transport von Auswandern mehr als nur ein Nebengeschäft war. Auch die Kajüten der 3. Klasse waren im Vergleich zu anderen Passagierschiffen erstaunlich geräumig. Sie schreibt vom harten Konkurrenzkampf der Reedereien, der in nicht unerheblichem Maße auch zu Lasten der Sicherheit ging. Die Autorin zitiert aus Befragungen und Gerichtsprotokollen die Aussagen der Überlebenden, deckt Widersprüche und bisher für Außenstehende Unbekanntes auf und belegt damit die aus Haftungsgründen verschleierten Umstände des Schiffsuntergangs. Die Autorin lenkt aber auch die Gedanken des Lesers zu den Filmen, denen die Titanic-Katastrophe als Vorlage diente. So gibt es zum Beispiel einen Blick auf die Figur des Joseph (Jack) Dawson (in der Cameron-Verfilmung dargestellt von Leonado Dicaprio), der zwar auf keiner Passagierliste stand, für den es aber einen Grabstein in Halifax gibt.

In einem Epilog, einer Einleitung und 17 Kapiteln lässt die Autorin für den Leser die Jungfernfahrt Revue passieren. Fast minutiös schildert sie das Geschehen an Bord.  Das Werk wird durch einen umfangreichen Anhang, der eine Zeittafel, umfangreiche Literatur-, Zitat- und Bildnachweise sowie ein Register umfasst, abgerundet. Aber auch die Gestaltung des Buches ist ausgesprochen gelungen.

„Titanic: Das Schiff, der Untergang, die Legenden“ ist ein Sachbuch mit durchaus kulturgeschichtlicher Bedeutung. Es ist aber so flüssig zu lesen, so spannend geschrieben, dass es einen Roman in nichts nachsteht. Mich hat das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Ich bewerte es mit 5 von 5 Sternen.

Ich danke Blog dein Buch und dem Ch. Beck Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.

Hier kann das Buch bestellt werden.

Über den Autor (Quelle: buch.de)

Linda Maria Koldau, Kulturwissenschaftlerin und Journalistin, ist Professorin für Musikwissenschaft und Kulturgeschichte an der Universität Aarhus in Dänemark. Einem größeren Publikum ist sie durch Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und zahlreiche Radiosendungen bekannt.

29. März 2012

Abbas Khider – Die Orangen des Präsidenten

Einsortiert unter: 2012,Belletristik — Karthause @ 16:37
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Die Orangen des Präsidenten

Abbas Khider

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Verlag: Edition Nautilus

ISBN-13: 978-3894017330

“Meine Mutter weinte, wenn sie sehr glücklich war. Sie nannte diesen Widerspruch “Glückstränen”. … Ich erfand eine neue, melancholische Art des Lachens. Man könnte es als “Trauerlachen” bezeichnen. Diese Entdeckung machte ich, als mich das Regime packte und in Ketten warf.” (S. 5)

 Irak 1989. Nach der letzten Abiturprüfung wurde Mahdi Hamama von seinem Freund Ali zur Feier des Tages zu einer Spritztour eingeladen. Ali hatte sich ein Auto geborgt – von den falschen Freunden. Bei einer Polizeikontrolle wurden beide festgenommen und inhaftiert. Eine Verhandlung oder ein Urteil gab es nicht. Mahdi verbringt 2 Jahre im Gefängnis voller Schikanen, Demütigungen, Hunger und Folter bevor. Er flüchtet in seine Rolle als Geschichtenerzähler und kann so wenigstens in Gedanken den Schrecknissen entfliehen.

Abbas Khider hat mit „Die Orangen des Präsidenten“ einen wirklich beeindruckenden Roman vorgelegt. Betrachtet man die Biografie des Autors, so wird deutlich, wie nahe an der Realität dieses Buch angelegt sein muss. Denn Abbas Khider war selbst aus politischen Gründen zwei Jahre in irakischer Haft. Wortgewaltig und ausdrucksstark beschreibt er die elenden Verhältnisse, die Schrecken der Folter, die Erniedrigung, den ständigen Hunger, die Ausweglosigkeit und das Ausgeliefertsein. Dabei liest sich der Roman ausgenommen flüssig. Die Geschichte ist in zwei sehr gegensätzliche Handlungsstränge aufgeteilt. Man erlebt den entsetzlichen Gefängnisalltag einerseits, andererseits folgt der Leser der den Geschichten aus Mahdis Kindheit, wie der von Sami, dem Taubenzüchter, oder der des Geschichtslehrers und Übersetzers Razaq’s. Diese schrecklichen Erlebnisse verbunden mit den Erzählungen aus unbeschwerten und sorglosen Kindertagen machen in ihrem Zusammenspiel den besonderen Reiz dieses wunderbaren Romans aus, der ein Stück irakischer Zeitgeschichte widerspiegelt und der auch Tage nach Beendigung der Lektüre aufgrund seiner Glaubwürdigkeit noch nachwirkt.

„Die Orangen des Präsidenten“ gibt ein bewegendes Zeugnis von Willkür und Gewaltherrschaft ab, das den Leser aber nicht in der Hoffnungslosigkeit zurücklässt. Es ist ein sehr informatives und zugleich äußerst lesenswertes Buch, das nachhaltig beeindruckt. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

Mein besonderer Dank gilt der Edition Nautilus für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

 Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. 1996 floh er nach einer Verurteilung aufgrund »politischer Gründe« und nach einer zweijährigen Gefängnisstrafe aus dem Irak. Von 1996 bis 1999 hielt er sich als illegaler Flüchtling verschiedenen Ländern auf, seit 2000 lebt er in Deutschland. Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in München und Potsdam. Lyrik in verschiedenen Publikationen. Zurzeit lebt Abbas Khider in Berlin. Mit seinem vielbeachteten Debütroman Der falsche Inder (Herbst 2008), den er in deutscher Sprache verfasste, war er auf vielen Literaturveranstaltungen zu Gast, so auf dem Erlanger Poetenfestival 2008, der LitCologne 2009, den 6. Coburger Literaturtagen 2009, dem Internationales Literaturfestival Berlin 2009. Von der Heinrich-Böll-Stiftung erhielt er eine Einladung zu einem Festival in Beirut (April 2009), vom Goethe-Institut zu Lesungen in Jordanien und Syrien (Mai 2009). 2009 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin, vom Deutschen Literaturfonds bekam er außerdem ein Arbeitsstipendium der Autorenförderung (2009-2010). Seit 2010 ist Abbas Khider Mitglied des PEN. Im März 2010 wurde Abbas Khider mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis geehrt.

27. März 2012

Buch der Woche (12. KW 2012)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 18:14
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In dieser Woche empfiehlt der mdr figaro „Die sterblich Verliebten“ von Javier Marías.

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Javier Marías, der große Erzähler Spaniens, ist zurück. »Endlich zeigt große Literatur wieder ihr wahres Gesicht«, schreibt die spanische Presse über den Roman, der in Spanien gleich auf Platz 1 der Bestsellerliste stand. Wie in seinem Welterfolg ›Mein Herz so weiß‹ überzeugt Javier Marías durch fesselnde Spannung und unerwartete Wendungen. Keiner kennt so gut die verborgenen Winkel der Herzen. Dies hat Javier Marías berühmt gemacht.

Madrid, ein Café: Jeden Morgen beobachtet María das perfekte Paar Luisa und Miguel. Sie ist gefangen von der zärtlichen Aufmerksamkeit der Liebenden. Doch dann geschieht etwas Schreckliches, und María gerät in einen Irrgarten aus Ahnungen und Verdächtigungen. Sie kennt die Liebe, sie kennt den Tod, aber kennt sie auch die Wahrheit?

Über den Autor

Javier Marías, 1951 als Sohn eines vom Franco-Regime verfolgten Philosophen geboren, veröffentlichte seinen ersten Roman mit neunzehn Jahren. Seit seinem Bestseller ›Mein Herz so weiß‹ gilt er weltweit als interessantester Erzähler Spaniens. Sein umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nelly-Sachs-Preis sowie dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. Seine Bücher wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

26. März 2012

Das blaue Sofa

Einsortiert unter: Allgemeines — Karthause @ 13:33
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Am Freitag, 30.03.2012, strahlt das ZDF eine neue Folge der Literatursendung „Das blaue Sofa“ um 23 Uhr aus. Wolfgang Herles stellt interessante Bücher nach seiner ganz persönlichen Auswahl vor.

Diese Bücher werden von Wolfgang Herles vorgestellt:

Die schwangere Witwe – Martin Amis
Eine große Zeit – William Boyd
Die Inseln, auf denen ich strande – Lucien Deprijck
Der Sohn – Jessica Durlacher
Ziemlich beste Freunde – Philippe Pozzo di Borgo

(Quelle: Newsletter “Das blaue Sofa”)

 

25. März 2012

Titus Müller – Tanz unter Sternen

Einsortiert unter: 2012,Belletristik — Karthause @ 15:23
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Tanz unter Sternen

Titus Müller

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten

Verlag: Karl Blessing Verlag

ISBN-13: 978-3896674562

1912. Schon in Berlin kreuzen sich die Wege der Barfußtänzerin Nele Stern, des Pastors Matheus Singvogel, seiner Frau Cäcilie und deren gemeinsamen Sohn Samuel sowie des undurchsichtigen britischen Jounalisten Lyman Tundales. Die Ehe von Matheus und Cäcilie steckt in einer tiefen Krise, wenn nicht gar in einer Sackgasse. Cäcilie ist die Tochter des kaiserlichen Hofbankiers Dellbrück und hat weit unter ihrem gesellschaftlichen Stand geheiratet. Sie wollte beweisen, dass ihr Geld und dekadenter Lebenswandel nichts bedeuten. Aber in ihrer Rolle als Frau eines Pastors ist sie auch nicht glücklich. Der Ehemann geht voll und ganz in seinem Beruf auf und kann weder ihr noch dem Sohn die nötige Aufmerksamkeit zukommen lassen. Sie sehnt sich aber nach einem starken Mann, an den sie sich lehnen kann. Matheus wird aber immer mehr zum eingebildeten Kranken. Ihre Streitereien tragen sie auf den Schultern des Jungen aus, der unter Gleichaltrigen ein Außenseiter ist und unter der familiären Situation leidet. Sehr gelegen kommen Cäcilie da die Avancen des Briten Lyman Tundale. Als Matheus eine Einladung des Moody Bible Instituts in Chicago erhält, kauft er für die Überfahrt Tickets 2. Klasse für die Jungfernfahrt der Titanic und ist stolz, seiner Frau auch ein wenig Luxus bieten zu können. Nele Stern ist eine ehrgeizige Tänzerin. Aber bei ihrem ersten Soloauftritt im Berliner Varieté Wintergarten scheitert sie, für das Publikum ist sie zu prüde. Als sie auch in Paris kein Engagement bekommt, kauft sie für die Titanic ein Ticket 3. Klasse und will in Amerika einen Neuanfang wagen. Auch Lyman Tundale, der sich schnell als britischer Spion entpuppt ist auf der Titanic und versucht Cäcilie mit den Annehmlichkeiten der 1. Klasse zu beeindrucken.

Zum 100. Jahrestag des Untergangs der „Titanic“ legt Titus Müller seinen neuen Roman „Tanz unter Sternen“ vor. Bisher spielten seine Romane in früheren Zeiten, aber auch diesem jüngeren Thema hat er sich gekonnt genähert. Sehr bildhaft schildert er das Leben und den Alltag im Berlin des Jahres 1912. Man bekommt durch Nele Stern und ihr Umfeld einen Einblick in das Alltagsleben der armen Leute, die ihr tägliches Brot hat arbeiten müssen. Die Mittelschicht, vertreten durch die Familie Singvogel, hat bereits einen viel höheren Lebensstandard erreicht. Es geht nicht mehr nur um das Sattwerden, sie können sich auch schon kleinen Luxus leisten. Die Eltern von Cäcilie Singvogel, die Bankiersfamilie Dellbrück, stehen für die Dekadenz und das ausschweifende Leben der Oberschicht. So rundet sich aus sozialer Sicht das Bild, das in meinem Kopf entstand, vollends ab. Deutlich wird auch der Ehrgeiz der „kleinen“ Leute, die die gesellschaftliche Treppe empor steigen möchten und die Arroganz der Oberen, die zu ihrem Reich keinen Zutritt gewähren wollen. Über all dem schwebt die latente Kriegsstimmung und die sich zuspitzende Situation zwischen den Großmächten. Durch seine gekonnte, der Zeit angemessene Wortwahl und die angenehme sprachliche Gestaltung des Romans kommt auch beim Leser das Gefühl für die Zeit auf, nach wenigen Seiten fühlte ich mich dazugehörig. Ich hörte die Champagnergläser klingen und das Rascheln edler Stoffe in der 1. Klasse ebenso, wie ich die bedrückende Enge der 3. Klasse empfand. Auch seine Protagonisten hat Titus Müller sehr facettenreich charakterisiert. Alle hatten Stärken und Schwächen. Ihr Handeln war nachvollziehbar und, was ich ganz besonders schätze, sie machten im Laufe der Handlung eine Entwicklung durch. Sie durchlebten innere Kämpfe und mussten sich in der Katastrophe auf ihre eigene charakteristische Weise bewähren. Einzig Lyman Tundale erschien mir etwas stereotyp. Sehr geschickt flocht der Autor die Ereignisse, die zum Untergang der Titanic führen in die Handlung mit ein.

„Tanz unter Sternen“ ist in 5 logische Abschnitte gegliedert, die zum inhaltlich Geschehen sehr gut gewählt sind. Lediglich den letzten Abschnitt, in dem der Autor die Geschichte der das Unglück Überlebenden zu Ende bringt, hätte ich mir etwas weniger skizzenhaft gewünscht. Aber da ich mich oft an den Schlussszenen von Romanen reibe, ist das wohl meinem persönlichen Geschmack zuzuschreiben.

„Tanz unter Sternen“ ist ein wirklich gelungener Roman über ein ziemlich bekanntes Thema. Trotzdem fand ich den Reiz des Unbekannten, weil der Autor die Szenerie aus neuen Blickwinkeln betrachtete. Dieser historische Roman bietet alles was ich von einem solchen erwarte, historische Genauigkeit, Spannung, Unterhaltung und neue Erkenntnisse.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Titus Müller, geboren 1977 in Leipzig, studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik. 1998 begründete er die Literaturzeitschrift “Federwelt”. 2002 war er Mitbegründer des Autorenkreises Historischer Roman “Quo vadis”. Im gleichen Jahr veröffentlichte er, 24 Jahre jung, seinen ersten Roman: “Der Kalligraph des Bischofs”. Es folgten sechs weitere historische Romane wie “Die Brillenmacherin” (2005), “Das Mysterium” (2007) und zuletzt “Die Jesuitin von Lissabon”. Titus Müller wurde mit dem C. S. Lewis- Preis und den Sir Walter-Scott-Preis ausgezeichnet.

20. März 2012

Buch der Woche (11. KW 2012)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 18:56
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In dieser Woche empfiehlt der mdr figaro „Am schwarzen Berg“ von Anna Katharina Hahn.

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Emil Bub, ein Lehrer kurz vor der Pensionierung, beobachtet von seinem Balkon aus, wie Peter, der Sohn seiner Nachbarn, in sein Elternhaus zurückkehrt. Peter ist krank und verwahrlost, seine Freundin Mia ist mit den gemeinsamen Kindern verschwunden. Der Verlust hat ihn völlig aus der Bahn geworfen. Seit den siebziger Jahren leben Emil und seine Frau Veronika, eine Bibliothekarin, am ‚Schwarzen Berg‘. Die kinderlosen Bubs bekommen plötzlich einen Wahlverwandten, als Peter mit seinen Eltern Hajo und Carla ins Nebenhaus einzieht. Hajo Rau verschreibt sich ganz der Arbeit in seiner Arztpraxis, seine Frau unterstützt ihn. So wird besonders Emil zur prägenden Gestalt für den sensiblen Nachbarsjungen. Er zieht Peter tief hinein in seinen Kosmos aus Dichtung und Leistungsverweigerung. Der Sommer in den einsamen Häusern am Rande des Stuttgarter Kessels vergeht mit den hilflosen Versuchen der beiden älteren Paare, den Verzweifelten wieder aufzurichten. Auf der Suche nach Mia und den Kindern durchstreift Emil mit Peter die überhitzte Großstadt, und Hajo entwirft eine Therapie. Aber was hilft das jetzt noch? Anna Katharina Hahn erzählt auf unnachahmliche Weise von verzweifelter Liebe in all ihren Spielarten und davon, daß im entscheidenden Augenblick selbst die nächsten Menschen einander ein Rätsel bleiben.

Über den Autor

Anna Katharina Hahn, geboren 1970, lebt in Stuttgart. Zuletzt erschien ihr Roman Kürzere Tage. Der Bestseller stand auf der Longlist für den »Deutschen Buchpreis« 2009 und auf der Shortlist für den Preis der »SWR-Bestenliste« und wurde 2010 mit dem »Roswitha von Gandersheim-Preis« und dem »Heimito von Doderer-Preis« ausgezeichnet.

14. März 2012

William Boyd – Eine große Zeit

Einsortiert unter: 2012,Belletristik — Karthause @ 18:24
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Eine große Zeit

William Boyd

Originaltitel: Waiting for Sunrise

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

Verlag: Berlin Verlag

ISBN-13: 978-3827010667

1913-1915. Lysander Rief, ein junger und kurz vor der Hochzeit stehender Schauspieler aus London, kam nach Wien, um sich durch eine Psychoanalyse seines sehr speziellen Problems zu entledigen. Im Wartezimmer von Dr. Bensimon lernte er Hettie Bull kennen und verliebte sich in sie. Hettie gewährte Lysander Eintritt die Wiener Künstlerszene und in ihr Bett, zeigte ihn dann aber wegen Vergewaltigung an. Zwei britische Agenten retteten ihn vor der Verurteilung und dem Gefängnis, fordern aber später Spionage für Großbritannien als Gegenleistung von ihm.

Mit „Eine große Zeit“ ist William Boyd ein wirklich großer Roman gelungen. Spannung, Zeitgeschichte und Unterhaltung verbindet der Autor auf sehr gekonnte Art und Weise. So war es nicht schwer, die Zeit um 100 Jahre zurückzudrehen, um sich in Lysander Riefs Welt zu orientieren. Detailliert und authentisch beschreibt Boyd seine Handlungsorte und schon nach kurzer Lesezeit baute sich die Kulisse des Romans vor dem inneren Auge auf. Dem „Kopfkino“ stand nichts mehr entgegen. Mit Lysander Rief wurde ein glaubwürdiger und sympathischer Held geschaffen, den man als Leser gern durch die Stationen seines Lebens begleitet, mit dem man mitfiebert und –hofft. Aber auch die anderen handelnden Personen waren gut gezeichnet und Kinder ihrer Zeit. Die Handlung war spannungsgeladen. Durch die zwei Erzählebenen, in einer berichtet ein Erzähler und in den „Autobiographischen Untersuchungen“ schildert der Protagonist seine persönlichen Eindrücke, erhält der Leser eine komfortable Außen- und Innenwahrnehmung der Handlung und der Persönlichkeiten. Dadurch wurde es förmlich möglich mit den Protagonisten die Handlung zu erleben. Das Zusammenspiel von fein gezeichneten Charakteren, spannender Handlung und hervorragenden Beschreibungen von Ort und Zeit erfüllen den Zeitraum von 1913 – 1915 mit Leben und lassen den Leser in der Vergangenheit auftauchen, so dass er das Gefühl hat, Augenzeuge zu sein. So schafft er es auf beeindruckende Weise ein wirklichkeitsnahes Zeitgefühl zu vermitteln. Wie nebenbei erklärt der Autor dabei auch noch politische Hintergründe und den Stand der Technik zu Beginn des Ersten Weltkrieges.

Sprachlich ist der Roman von William Boyd auf einem hohen Niveau angesiedelt, kraftvoll und mitreißend, das findet man bei diesem Genre eher selten, deshalb ist es besonders erwähnenswert.

„Eine große Zeit“ ist ein echter Boyd. Mich hat das Buch gefesselt und aufs angenehmste unterhalten. Dieser Roman bekommt meine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)

William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den überragenden europäischen Erzählern der Gegenwart. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausgezeichnet.William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

12. März 2012

Buch der Woche (10. KW 2012)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 20:13
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In dieser Woche empfiehlt der mdr figaro „Spiel mit ihr“ von Franziska Gerstenberg.

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Nach seiner Scheidung entdeckt Reinhard, fünfzig, Rechtsanwalt, zweierlei: seinen Körper und das Internet. Er sucht sich neue weibliche Gesellschaft auf Datingplattformen und macht fremde Fantasien zu seinen eigenen; die Partnerin, um diese auszuleben, findet er in Kristine. Es beginnt mit harmlosen Rollenspielen. Kristine lässt sich verführen, doch zugleich sehnt sie sich nach einem Vater für ihre Tochter und nach einer ganz altmodischen Ergänzung ihrer Familie. Eine Zeitlang scheint es, als könnten alle Wünsche in Erfüllung gehen. Aber was als harmloses Ausleben von Bedürfnissen beginnt, endet in einem Desaster. Und Kristines Tochter verschwindet. SPIEL MIT IHR ist ein kluger, sinnlicher und gefährlich gegenwärtiger Text über den Preis, der für die Erfüllbarkeit sämtlicher Sehnsüchte gezahlt werden muss. Franziska Gerstenberg wahrt ihren Figuren gegenüber Distanz und Respekt. Doch die Abgründe sind immer nur einen Gedanken, einen Tastenklick entfernt. »Es ist nichts passiert«, sagt Reinhard an einer Stelle. Aber alles könnte passieren.

 
Über den Autor

Franziska Gerstenberg, 1979 in Dresden geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und lebt heute in Berlin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Literaturpreise, darunter den Hermann-Hesse-Förderpreis für ihren letzten Erzählband Solche Geschenke. Ihr erster Roman SPIEL MIT IHR wurde mit einem Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart ausgezeichnet.

11. März 2012

Susan Beth Pfeffer – Die Welt, wie wir sie kannten

Einsortiert unter: 2012,Jugendbuch — Karthause @ 19:32
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Die Welt, wie wir sie kannten

Susan Beth Pfeffer

Originaltitel: Life as we knew it

Gebundene Ausgabe: 412 Seiten

Verlag: Carlsen Verlag GmbH

ISBN-13: 978-3551582188

Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 17 Jahre

Ich will mir ab jetzt jeden Tag einen Augenblick Zeit nehmen, dankbar für alles zu sein, was ich habe.“ (S. 351).

Miranda ist 16 Jahre und lebt mit ihrer Familie, der Mutter, zwei Brüdern und einer Katze, in einer amerikanischen Kleinstadt. Ihr Leben verläuft völlig normal. Sie bewegen die üblichen Probleme eines Teenagers, sie schwärmt für einen Eiskunstläufer und ist von der Schule genervt, in der sich alles nur noch um das bevorstehende astronomische Ereignis dreht. In allen Fächern gibt es Hausaufgaben nur zu diesem einen Thema. Am 18. Mai um 21:37 Uhr ist es dann so weit. Auf den Straßen herrscht Volksfeststimmung, alle wollen dabei sein und beobachten wie ein Asteroid auf dem Mond einschlägt. Aber anders als von den Wissenschaftlern vorhergesagt, bleibt dies für die Menschheit nicht ohne Folgen. Der Mond wird aus seiner Umlaufbahn katapultiert und ist der Erde viel näher gekommen. Nicht nur, dass er nun unwirklich groß erscheint, in Folge dessen entstehen Sturmfluten ähnlich Tsunamis, es gibt mächtige Unwetter, die Erde bebt und auch längst erloschen geglaubte Vulkane brechen aus. An einen normalen Alltag ist bald nicht mehr zu denken. Die Telekommunikation bricht nach und nach zusammen. Der Strom fällt immer öfter aus und bleibt irgendwann ganz weg. Lebensmittel müssen beschafft werden. Als sich dann im August aufgrund der Vulkanausbrüche die Sonne hinter einer dichten, undurchdringlichen Staub- und Aschewolke versteckt, beginnt es zu schneien, die Temperaturen fallen rasant, deutlich unter den Gefrierpunkt. Es herrscht Chaos und es geht nur noch ums Überleben…

Susan Beth Pfeffer schildert diese Dystopie aus Sicht der 16-jährigen Miranda. Das Mädchen schreibt ein Tagebuch und dem Leser öffnen sich ihre Welt, ihre Sicht auf die Ereignisse und ihre Empfindungen. Vom 7. Mai bis zum 20. März des Folgejahres (konkrete Jahreszahlen sind nicht erwähnt) begleitet man diese amerikanische Familie und die von der Autorin gewählte Tagebuchform erzeugt eine sehr große Nähe, denn man erhält einen direkten Einblick in diesen Mikrokosmos. Sehr eindringlich schildert Susan Beth Pfeffer die sich langsam aber stetig verschlechternden Lebensbedingungen, den zunehmenden Hunger, die wachsende Verzweiflung und die kippende Stimmung. Diese gefühlte Nähe zu den Protagonisten macht deren Entscheidungen so nachvollziehbar und die Ausweglosigkeit der Situation fast körperlich spürbar. So verwundert es auch nicht, dass man in Gedanken kalkuliert, wie lange die eigenen Vorräte ausreichen würden, wie die eigenen Reaktionen ausfallen würden und wie wichtig mach selbstverständlich gewordene Kleinigkeit sein könnte. Sehr gelungen und passend zur Handlung ist das Cover des Buches, ein riesiger Mond, ein einsames Gehöft in winterlicher Landschaft unter einem bedrohlich dunklen, grauen Himmel. Auch die Gliederung des Romans in die einzelnen Jahreszeiten unterstreicht anschaulich das Geschehen. Das von der Autorin geschilderte Weltuntergangsszenario wirkt nicht künstlich und actiongeladen, es erscheint erschreckend realistisch, glaubhaft und nah. Aber auch in dem schier hoffnungslosen Überlebenskampf der Familie wird deutlich, dass es die kleinen Dinge des Lebens sind, die den Menschen die Kraft geben, den nächsten Tag anzugehen und an das Morgen zu glauben. Das wird besonders durch den einfachen, fast sachlichen Sprachstil des Romans betont.

Die Welt, wie wir sie kannten“ ist ein beindruckender, fesselnder Jugendroman, der auch den erwachsenen Leser in seinen Bann zieht und zum Nachdenken anregt.

Über den Autor

Susan Beth Pfeffer (* 1948 in New York) ist eine US-amerikanische Kinderbuch- und Science-Fiction-Autorin. Sie lebt in Middletown, New York.

Die Moon-Crash-Trilogie:

1. Die Welt, wie wir sie kannten
2. Die Verlorenen von New York
3. Das Leben, das uns bleibt (erscheint im März 2012)

8. März 2012

Buch der Woche (9. KW 2012)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 19:07
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In dieser Woche empfiehlt der mdr figaro „Katzentisch“ von Michael Ondaatje.

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Drei Kinder, zu Beginn der 50er Jahre, auf einer Seereise von Ceylon nach England. Zu der buntgemischten Gesellschaft an Bord des Schiffes gehören Außenseiter, die wie sie am Katzentisch sitzen, und andere Reisegefährten, nicht zuletzt die aus der noblen Senatorenklasse. Sie alle sind geheimnisumwitterte Objekte der Sehnsucht oder der Spekulation: der Baron, der so elegant Mitreisende bestiehlt, der todkranke Millionär oder die Artistentruppe mit Wahrsager, in den sich Emily verliebt. Michael Ondaatje, der Autor von “Der englische Patient”, erzählt ein Abenteuer, das Gleichnis ist für das wahre, wilde Leben: mit dramatischen Szenen, unvergesslichen Figuren und Bildern, die im Gedächtnis haftenbleiben.

Über den Autor

Michael Ondaatje wurde 1943 in Sri Lanka geboren, ist holländisch-tamilisch-singhalesischer Abstammung und lebt heute in Kanada. Seit 1971 unterrichtet er am Glendon College der York University (Toronto) Gegenwartsliteratur. Seine Bücher wurden mehrfach mit dem höchsten Kanadischen Literaturpreis ausgezeichnet, und für seinen Roman “Der englische Patient” erhielt er 1992 den Booker-Preis.

6. März 2012

Jussi Adler-Olsen – Das Alphabethaus

Einsortiert unter: 2012,Krimi/Thriller — Karthause @ 17:14
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Das Alphabethaus

Jussi Adler-Olsen

Originaltitel: Alfabethuset
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-13: 978-3423248945

1944. Während eines Aufklärungsfluges im deutschen Luftraum stürzen James und Bryan, beide englische Piloten, in der Nähe von Dresden ab. Bei ihrer Flucht retten sie sich vor ihren Verfolgern in einen Lazarettzug voller Soldaten mit Kriegsneurosen und schlüpfen in die Identität zweier deutscher SS-Angehöriger, die sie kurzerhand verschwinden lassen. Die Fahrt endet im Freiburger „Alphabethaus“, in dem die Soldaten wieder kriegstauglich gemacht werden sollen. James und Bryan müssen nun unter allen Umständen vermeiden, enttarnt zu werden, aber sie sind nicht die einzigen Simulanten in der Klinik…
Im Jahr 1972, ist Bryan anlässlich der Olympischen Spiele wieder in Deutschland und macht sich auf die Suche nach seinem Freund James, den er vor 28 Jahren im Breisgau zurück ließ. Dabei trifft er auf alte Bekannte, die nicht erfreut sind, dass er Vergangenes ans Tageslicht bringt.

„Das Alphabethaus“ ist der Debütroman von Jussi Adler-Olsen, der nach den Erfolgen seiner Thriller um den Ermittler Mørck in Deutschland veröffentlicht wurde. Unglückerweise assoziiert das Cover einen Zusammenhang zur Mørck-Reihe. Das ist aber nicht der Fall, dieser Roman, den ich nur bedingt ins Thriller-Genre einordnen würde, steht für sich allein.
Schon nach wenigen Seiten hatte mich die Handlung gefangen genommen und im 1. Teil wurde die Spannung stetig gesteigert. Leider blieb das nicht durchgehend so. Zu Beginn des 2. Teils, der im Jahr 1972 spielt, empfand ich ein paar Längen und las ich den Roman mit deutlich mehr Distanz. Spannung kam zwar nach ein paar ein paar Kapiteln wieder auf, dem Autor gelang es jedoch bis zum Ende hin nicht mehr, mich so zu fesseln wie zu Beginn des Buches, obwohl in dieser Teil deutlich mehr Thrillerelemente aufwies.
Beeindruckend waren für mich die glaubhaft beschriebenen Abschnitte in der psychiatrischen Klinik, der Alltag, die Behandlungsmethoden und Charakteristiken der Erkrankungen wurden sehr gekonnt und detailreich in Szene gesetzt. Jussi Adler-Olsens Roman ist sprachlich sehr einfach gestaltet, er verzichtet auf sehr actiongeladene und blutige Beschreibungen, dafür steht das Zwischenmenschliche für ihn in diesem Roman im Vordergrund, was ich als sehr angenehm empfand. Kurze, prägnante Sätze bestimmen seinen Stil. Seine Protagonisten waren recht gut charakterisiert, ließen sich jedoch recht offensichtlich in gut oder böse einordnen.
Trotz meiner angeführten Kritikpunkte und einiger kleinerer Ungereimtheiten habe ich diesen Roman von Jussi Adler Olsen gern gelesen. Er hat mir angenehme Lesestunden beschert und mich gut unterhalten.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in verschiedensten Berufen: als Redakteur für Magazine und Comics, als Koordinator der dänischen Friedensbewegung, war Verlagschef im Bonnier-Wochenblatt TV Guiden und Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen Energiekonzernen. Sein Hobby: Das Renovieren alter Häuser. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes. 1997 erschien sein erster Roman ›Das Alphabethaus‹ (ab Februar 2012 auch in Deutschland). Er erreichte in Schweden, Holland und Finnland, Spanien, Südamerika und Norwegen die Spitzen der Bestsellerlisten. Es folgten die Romane ›Firmaknuseren‹ (2003) und ›Washington Dekretet‹ (2006), bevor er 2007 mit dem ersten Fall für Carl Mørck, ›Erbarmen‹, einen Riesenerfolg hatte. 2008 stürmte er auch mit ›Schändung‹, dem zweiten Fall für Carl Mørck, 2009 mit ›Erlösung‹, dem dritten Fall für Carl Mørck, und 2010 mit ›Verachtung‹, dem vierten Fall für Carl Mørck, (in DK: ‘Jounal 64′; ab September 2012 auch in Deutschland) die Bestsellerlisten. Die auf zehn Teile angelegte Carl-Mørck-Serie wird ab 2012 im Rahmen einer europäischen Co-Produktion (Zentropa und ZDF) für Kino und Fernsehen verfilmt. Jussi Adler-Olsen wurde u. a. ausgezeichnet mit dem Harald-Mogensen-Krimipreis 2009 für ›Erlösung‹, dem Reader’s Bookprize 2010, einem der bedeutendsten Literaturpreise Dänemarks, dem Glass Key Award 2010 – dem bedeutendsten Krimipreis Skandinaviens. Jussi Adler-Olsen ist außerdem Preisträger des Goldenen Lorbeers 2011, der wichtigsten literarischen Auszeichnung Dänemarks für das Gesamtwerk eines Autors. ‘Erlösung’ ist Jahresbestseller 2011 in Deutschland. Jussi Adler-Olsen ist Dauergast auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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