Karthauses Bücherwelt …

20. September 2012

Elke Heidenreich – Die schönsten Jahre

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Die schönsten Jahre

Heidenreich, Elke

Gebundene Ausgabe: 64 Seiten

Verlag: Sanssouci Verlag

ISBN-13: 978-3725413751

 

“Wir wollten alle keine Kinder – der Krieg lag ja mit im Bett.”

Nina hat ein kompliziertes Verhältnis zu ihrer Mutter. Jedes Treffen endet im Streit. Die Besuche bei der Mutter ergeben sich aus Pflichtgefühl. Liebt die Mutter sie eigentlich? Diese Frage beschäftigt Nina häufig. Nein, so werden wie ihre Mutter will sie nie. Kann sie ja auch gar nicht, denn selbst die Mutter erklärt Nina immer wieder, sie sei wie ihr schon vor langer Zeit gestorbener Vater, der in Mutters Achtung nicht sehr hoch rangiert. Vor einer Reise nach Mailand, Nina ist frisch verliebt und will sich mit Flores dort treffen, besucht sie die Mutter und erzählt ihr von der angeblichen Geschäftsreise. Alles ist wie immer, Diskussionen, Unverständnis. Da kann sie doch der Mutter nicht erzählen, dass sie eine Frau liebt. Aber Mutter will mit nach Mailand und die gemeinsame Reise gestaltet sich entspannter als erwartet.

Das schwierige Verhältnis zwischen Nina und ihrer Mutter beschreibt Elke Heidenreich lebensnah, überzeugend und sensibel. Deutlich zeigt sie die Zweifel auf, die die Tochter, die um die Liebe der Mutter buhlt, plagen. Sie möchte ihr alles recht machen, ist aber voller Resignation, weil die Mutter ihr nicht so viel Gefühl entgegenbringt, wie sie sich erhofft. Spät, zu spät wird Nina bewusst, dass sie ihrer Mutter doch ähnlicher ist, als sie es je dachte.

Dieses dünne Büchlein mit seinen nur 64 Seiten hat mich emotional sehr berührt. Fast körperlich konnte Ninas Zweifel spüren, ihre Gedanken konnte ich nachempfinden. Sehr viel Unausgesprochenes liegt zwischen beiden, das ist von Beginn an deutlich, ganz leise Andeutungen lassen ahnen, so verschieden sind beide nicht. Was das Verbindende dann aber letztlich ist, wird erst am Ende des Buches klar.

In „Die schönsten Jahre“ erzählt Elke Heidenreich sehr warmherzig, nicht ohne Witz und Biss, mit viel Tiefe von einer nicht ganz gewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung, vom Schweigen, von Missverständnissen, von Liebe, von zwischenmenschlichen Spannungen und Zwiespälten. Ich habe das Buch sehr gern gelesen.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Elke Heidenreich, geboren 1943 im hessischen Korbach, lebt heute in Köln. Sie studierte Germanistik, Theatergeschichte und Religionswissenschaft in München, Hamburg und Berlin und arbeitete jahrelang bei Hörfunk und Fernsehen als Drehbuch- und Hörspielautorin, Literaturexpertin und Moderatorin. Zudem war sie früher Kabarettistin und wurde als Verkörperung der “Else Stratmann” deutschlandweit bekannt. 1992 erschienen ihre ersten Erzählungen für Erwachsene, “Kolonien der Liebe”, gefolgt von einigen Kinderbüchern. Von 1983 bis 1999 schrieb Heidenreich die “Also …”-Kolumnen für die Zeitschrift “Brigitte”, von 2003 bis 2008 moderierte sie die ZDF-Sendung “Lesen!”. Seit 2008 ist sie Herausgeberin einer eigenen Edition bei C. Bertelsmann.

8. Juni 2011

Elke Heidenreich – Passione

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Passione
Elke Heidenreich
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Verlag: Hanser Belletristik
ISBN-13: 978-3446233256

Elke Heidenreichs Liebe zur Musik ist längst nicht mehr unbekannt. In ihrem Buch „Passione. Eine Liebeserklärung an die Musik“ veröffentlichte sie eine Textsammlung zum Thema Musik. Dabei hat sie das Buch in zwei große Abschnitte geteilt, „Über die Oper“ und „Über Musik und Musiker“. Aber diese Abhandlungen sind nicht neu, es sind zum Beispiel Reden zur Eröffnung von Festspielen oder anderweitige Texte, die in „Passione“ lediglich zusammengefasst wurden.
So erzählt Elke Heidenreich wie sie für sich die Oper im Alter von 13 Jahren entdeckt hat und wie daraus eine nicht mehr nur stille Leidenschaft wurde. Inzwischen ist sie eine der größten Förderer der Kölner Kinderoper und schreibt selbst Libretti.
„Passione“ ist eine gelungene Mischung aus Information, Unterhaltung und Begeisterung. Wer Elke Heidenreich kennt, weiß, ihre Liebeserklärung an die Musik muss voller Empathie und Enthusiasmus sein. Sie brennt förmlich für die Musik und so kann dieses Buch nur ein emotionales und entflammtes Plädoyer für die Musik sein, in der Elke Heidenreich zueignen, ganz speziellen Art verfasst und natürlich subjektiv, aber egal wie, man kann sich ihrer Euphorie auch nur schwer entziehen. Und so saß ich mit einem guten Glas Wein bei leisen Violinenklängen und genoss dieses Buch.

Über den Autor (Quelle: Wikipedia)
Elke Heidenreich (* 15. Februar 1943 in Korbach als Elke Helene Rieger) ist eine deutsche Schriftstellerin, Literaturkritikerin, Kabarettistin, Moderatorin, Journalistin und Opern-Librettistin.
Elke Heidenreich wuchs in Essen als Tochter eines Kfz-Mechanikers und Tankstelleninhabers auf, verließ 1958 ihr Elternhaus und bestand 1963 in Bonn das Abitur. Sie studierte von 1963 bis 1969 in München, Hamburg und Berlin Germanistik, Publizistik, Theatergeschichte und Religionswissenschaft. 1965 heiratete sie Gert Heidenreich, trennte sich später von ihm und heiratete 1972 Bernd Schroeder, von dem sie seit 1995 ebenfalls getrennt lebt. Sowohl mit Gert Heidenreich als auch mit Bernd Schroeder arbeitet sie bis heute zusammen. Der Hamburger Pianist und Komponist Marc-Aurel Floros ist seit 2006 ihr Lebensgefährte. Von 1970 an ist Heidenreich als freie Autorin und Literaturkritikerin für Presse, Funk und Fernsehen tätig. Seit 2008 ist sie die Herausgeberin der “Edition Elke Heidenreich bei C. Bertelsmann”, in der Romane und Sachbücher mit musikalischen Themen erscheinen. Sie begann ihren Berufsweg in den Medien als freie Mitarbeiterin beim Hörfunksender SWF3. Heute lebt Elke Heidenreich in Köln und in der Eifel.

16. Dezember 2009

Lesen! Das Buch der Woche (33)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Lyrikstimmen aus der Edition Die Bibliothek der Poeten in einer limited Edition. Ob es etwas für mich ist? Nein, eher nicht, mit Lyrik  verbringe ich nur ganz, ganz selten meine Lesestunden.

Kurzbeschreibung (Amazon.de)

Diese Anthologie ist eine Sammlung von Originaltönen deutschsprachiger Dichter, die es in dieser Dimension noch nie gab. Sie ermöglicht Einmaliges: hineinzuhören in die ersten Tonaufnahmen des letzten Jahrhunderts, in seltene Lesungen, bis in die Gegenwart. Beginnend bei Hofmannsthal, Zweig und Schwitters und endend bei Grünbein, Lentz und Seiler entstand in fünfjähriger Recherche ein Standardwerk der deutschsprachigen Literatur. O-Töne

4. Dezember 2009

Lesen! Das Buch der Woche (32)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Die große Welt von Colum McCann. Ob es etwas für mich ist? Und ob. Ich habe so eine Idee im Hinterkopf und glaube, dieses Buch könnte der Weihnachtsmann für mich im Gepäck haben.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

1974: Am Morgen eines schönen Augustsommertags starren die Passanten in Lower Manhattan ungläubig zu den Twin Towers hinauf. Fast einen halben Kilometer über ihnen läuft, springt und tanzt ein Hochseilartist – ein schwebender Moment von absoluter Freiheit und künstlerischem Triumph in einer Stadt des ewigen Überlebenskampfes. Seine Magie lässt unten auf den Straßen in den gewöhnlichen Existenzen das Besondere hervortreten. Etwa in Corrigan, dem verrückten, aufopferungsvollen Iren, der sein Leben den Straßenhuren in der Bronx widmet. Er hat in seinem Kleinbus vor dem Zentralgericht am WTC übernachtet, um zweien seiner Schutzbefohlenen bei einem Ankalageerhebungstermin beizustehen: Tillie, die schon mit 38 Großmutter ist, und ihrer schönen Tochter Jazzlyn. Doch Corrigan weiß nicht, dass dieser Tag, der so großzügig Freiheit schenkt, auch den Tod bringen und damit das Leben zahlreicher Menschen verändern wird, die ihm und den beiden Frauen in seiner Obhut nahestehen…
Colum McCann fängt die Atmosphäre und die Stimmen dieser Stadt zu einem mitreißenden Epos ein. Es sprüht vom wilden Geist seiner Zeit wie von der elektrisierenden Sprache und Bildwelt eines Autors, der zu den sinnlichsten und mutigsten Erzählern englischer Zunge zu rechnen ist.

29. November 2009

Lesen! Das Buch der Woche (31)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Die schönsten Sagen des klassischen Altertums von Gustav Schwab. Da ich die Volständig Augabe der “Sagen des klassischen Altertums” besitze, werde ich mit dieser Empfehlung nicht in Versuchung geführt. ;-)

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)

Seit mehr als 150 Jahren prägt Gustav Schwabs geradezu kanonische Sammlung und Nacherzählung der ‘Schönsten Sagen des klassischen Altertums’ die Vorstellung der deutschen Leserschaft vom Wesen und Treiben der griechischen Götter und Helden, von Prometheus und den Argonauten, von Herakles, Theseus und Ödipus, von der Erbauung Trojas, dem Krieg um die Stadt und ihrem Untergang, von den Irrfahrten des Odysseus und von Äneas. Bunt und anschaulich entsteht hier aufs neue die Welt der antiken Mythologie und zeugt noch immer von der überaus fruchtbaren literarischen Vermittlertätigkeit Schwabs, der es verstand, die von ihm vorgefundenen – überwiegend bruchstückhaften – dichterischen und lexikographischen Quellen zu einem geschlossenen Bild zusammenzufügen und seiner Fassung stilistisch so viel Eigenheit zu verleihen, dass sie für den Bereich der Antike zum Sagenbuch schlechthin wurde und bis heute blieb.

20. November 2009

Lesen! Das Buch der Woche (30)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Laufen von Jean Echenoz. Ob es etwas für mich ist? Auf jeden Fall werde ich es zum Weihnachtsfest verschenken.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

Er hasst den Sport, aber er hat keine andere Wahl. Bei einem Wettkampf im “Reichsprotektorat” wird sein Talent als Läufer entdeckt; er ist siebzehn. Auf der ers – ten Meisterschaft nach dem Krieg läuft er zwei Landesrekorde. Sein Laufstil lässt zu wünschen übrig, aber er ist sein eigener Coach, trainiert mit schwerem Schuhwerk, hängt sich Gewichte ans Bein und erfindet den Endspurt. Auf der ersten Nachkriegsolympiade in London holt er Gold für die ¢C SR. Er wird zum Leutnant befördert. Vier Jahre später, in Helsinki, dreimal Gold. Die Welt jubelt ihm zu. Er hält acht Weltrekorde. Er wird zum Hauptmann befördert. Und läuft immer in Rot, der Farbe der proletarischen Revolution: Er ist zur Symbolfigur für den Erfolg des realen Sozialismus geworden. Nur einmal stand er auf der “falschen” Seite: Im “Prager Frühling”, als er auf dem Wenzelsplatz von einem Panzer herab die sowjetischen Soldaten aufforderte, nach Hause zurückzukehren. Er wird für acht Jahre in ein Uranbergwerk verbannt, darf nach Prag zurück aber wenn er, zur Müllabfuhr relegiert, hinter einem Karren durch die Vorortstraßen läuft, jubelt ihm die Bevölkerung immer noch zu … Die atemberaubende Karriere des Langstreckenläufers Emil Zatopek ist zwischen zwei historische Daten gespannt: die Besetzung seiner Heimat 1939 durch die Deutschen und der Einmarsch der Russen 1968, der dem “Prager Frühling” ein Ende machte. Und wie nebenher gerät Echenoz der kleine Roman, den er aus Zatopeks Leben spinnt, zu einer bestürzenden Parabel der Diktatur.

15. November 2009

Lesen! Das Buch der Woche (29)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Alles hat seine  Zeit von Ennio Flaiano. Ob es etwas für mich ist? Hmmm. Ich weiß nicht so recht…

Kurzbeschreibung von Amazon

«Ein beinahe archaischer Roman über die uralten Themen von Schuld, Sühne, Gut und Böse. Höchste Zeit, ihn wieder zugänglich zu machen.» Elke Heidenreich

Nach einer Autopanne findet sich ein junger italienischer Offizier allein im äthiopischen Busch wieder. Die Begegnung mit einer rätselhaften Schönen löst eine Katastrophe aus: Durch Zufall prallt sein Schuss auf ein wildes Tier ab und tötet die Frau. Daraufhin quälen ihn nicht nur Selbstvorwürfe und die Furcht vor Entdeckung, sondern bald auch ein schlimmer Verdacht: dass er sich mit Lepra infiziert haben könnte. Auf seiner filmreifen Flucht durch die grandiose, bedrohliche Natur Afrikas sieht er sich mit existentiellen Fragen konfrontiert, aber auch mit der absurden Komik scheinbar auswegloser Situationen.

Präzise leuchtet Ennio Flaiano die Skrupel und Schuldgefühle seines Helden aus und zeigt eindrucksvoll, wie der junge Offizier zwischen Selbstanklage und Rechtfertigung, zwischen Hoffnung und Verzweiflung schwankt. «Alles hat seine Zeit» ist das ergreifende Porträt eines Menschen, der in der Fremde allmählich seinen moralischen Halt und damit sich selbst verliert.

Ausgezeichnet mit dem «Premio Strega», Italiens höchstem Literaturpreis.

12. November 2009

Elke Heidenreich, Bernd Schroeder – Alte Liebe

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P1010783
Alte Liebe
Elke Heidenreich & Bernd Schroeder
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Hanser
ISBN-13: 978-3446233935

Lore und Harry sind seit 40 Jahren verheiratet und die Zeit hat bei dem alt-achtundsechziger Paar ihre Spuren hinterlassen. Ihre Tochter Gloria steht unmittelbar vor der dritten Hochzeit und die Enkelin Laura ist begeistert von Playstation, Computer und Gameboy. Harry ist pensioniert und ein passionierter Kleingärtner. Lore geht noch arbeiten, in ihrer Bibliothek fühlt sie sich schier unersetzlich, der Umgang mit Büchern, der Kontakt mit Autoren ist ihr Leben und ihre Leidenschaft.

Das Buch hat nur 192 Seiten, aber diese beinhalten den gesamten Kosmos von Lore und Harry. Die Gedanken, die sie sich über ihre Tochter machen, die nun einen reichen Mann, einen Kapitalisten, heiraten will und damit versorgt ist, sind keineswegs von der rosaroten Elternbrille gekennzeichnet. Sie hinterfragen ihre Erziehung, suchen Fehler bei sich und sehen sowohl die Tochter als auch die Enkelin mit kritischem Blick. Beide philosophieren über den Sinn des Lebens, das Altern, das Verständnis der Generationen untereinander, über Reichtum und Armut, über alte Ideale und was davon übrig blieb, über Liebe und Leidenschaft und fragen sich nicht zuletzt, was aus ihrer Beziehung geworden ist, und wie sie in das gemeinsame Altern zukünftig ein bisschen frischen Wind bringen können.

Abwechselnd erzählen die beiden aus ihrem Leben, teilen ihre Gedanken mit und gewähren dem Leser Einblicke in ihre Gefühlswelt. Alle Kapitel werden durch einen Dialog der beiden beendet, diese waren amüsant und spritzig, waren kleinere Geplänkel, waren mal leicht, mal tiefsinnig und waren auch mal grummelig und grantlig, sie zeugten vom jahrelangen Zusammenleben der Partner.

Dieses Buch war wunderschön, es hat mich emotional sehr angesprochen. Ich fand mich wieder in den Gesprächen, Gedanken und Wünschen. Die beiden Protagonisten waren mir sehr nah. Hätte ich das Buch vor 10 – 20 Jahren gelesen, wäre das vielleicht noch anders gewesen.

„Alte Liebe“ umfasst eine Vielzahl von Themen, die bei anderen Autoren auch 500 Seiten füllen könnten. Aber Elke Heidenreich und Bernd Schroeder gelingt es in aller Kürze, den Kern der Sache zu treffen.

Den Höhepunkt findet dieses Buch im Epilog. Ich werde vom Ende nichts verraten, nur so viel, es war absolut stimmig. „Alte Liebe“ ist der Lesehöhepunkt in diesem Jahr für mich. Ich habe gelacht, Parallelen gezogen und geweint. Es wird mich gedanklich sicher noch eine ganze Weile begleiten und das nicht nur weil ich den im Buch enthaltenen „Literaturempfehlungen“ noch ein wenig folgen werde.

Jetzt liest Herr Karthause dieses Buch und ich hoffe, ihm fällt auf, dass auch ein bisschen „Harry“ in ihm steckt.

Über die Autoren (Quelle: Amazon)

Elke Heidenreich, geboren 1943, lebt in Köln. Seit 1970 ist sie freie Autorin und Moderatorin bei Funk und Fernsehen. Seit 1983 ist Elke Heidenreich Kolumnistin bei der Zeitschrift “Brigitte” und schreibt regelmäßig Buchbesprechungen für verschiedene Fernseh- und Rundfunksender. 2008 wurde sie mit dem “Hans-Bausch-Mediapreis” ausgezeichnet. Bernd Schroeder, geboren 1944, aufgewachsen in Bayern, Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik in München. Seit 1970 freier Autor. Bis 1992 hat er vorwiegend Fernseh- und Hörspiele geschrieben. 1985 erhielt er den Adolf-Grimme-Preis, 1992 den Deutschen Filmpreis. Seit 1993 hat er verschiedene Romane veröffentlicht. Bernd Schroeder lebt seit 1987 in Köln.

7. November 2009

Lesen! Das Buch der Woche (28)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Bei Anbruch der Nacht von Kazuo Ishiguro. Ob es etwas für mich ist? Ich glaube schon, allerdings kommt es nicht sofort auf den Wunschzettel, ich warte erst noch ein paar Meinungen von Lesefreunden ab. ;-)

 

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

Der neue Ishiguro: humorvoll, leichthändig und ungewöhnlich musikalisch

Die besten Zeiten hat Tony Gardner schon hinter sich – seine Engagements werden rarer, seine Autogramme kaum mehr nachgefragt. Für den Kaffeehausgitarristen Janeck ist der Crooner jedoch das größte Idol. Als sich die beiden in Venedig über den Weg laufen, muss er Gardner einfach ansprechen. Der nutzt die Gelegenheit, um Janeck für den vielleicht wichtigsten Auftritt seines Lebens zu gewinnen: Er will seiner langjährigen Frau ein romantisches Ständchen bringen, in der Hoffnung, dass sie der bröckelnden Ehe noch einmal eine Chance gibt.

Mit dieser und vier weiteren Geschichten hat Kazuo Ishiguro seiner großen Leidenschaft, der Musik, eine Liebeserklärung geschrieben. Von Venedig über London und die Malvern Hills bis nach Hollywood führt sie die Menschen zueinander, spinnt ein Netz zwischen den unterschiedlichsten Persönlichkeiten, Nationalitäten und Schicksalen. Ein betörender Erzählzyklus, der auf eindrucksvolle Weise die Schicksale seiner Figuren mit ihrer Liebe zur Musik verknüpft.

31. Oktober 2009

Lesen! Das Buch der Woche (26+27)

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Elke Heidenreich verabschiedet sich zum Ende des Jahres auch von diesem Format der Buchvorstellungen. So ganz warm bin ich mit der Empfehlung eines einzelnen Buches auch nicht geworden. Aber solange auf Litcolony Bücher emohlen werden, werde ich diese in mein Blog stellen.

Wegen meines Urlaubs in der letzten Woche gibt es heute auch gleich zwei Empfehlungen:

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

»Winter in Maine: Das Buch des Jahres – ein meisterhafter Roman.«

Aus der Begründung der Jury zum Buch des Jahres 2008

Der Winter in den Wäldern von Maine ist kalt und einsam. Bisher hat das Julius Winsome nicht gestört, er lebt schon lange allein, und er hat einen treuen Gefährten, seinen Pitbullterrier Hobbes. Als sein Hund eines Nachmittags offenbar absichtlich erschossen wird, bricht Julius’ Welt zusammen. Und er fasst einen erschreckenden Entschluss …

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Jagdhütte in den Wäldern von Maine. Der Winter steht vor der Tür, er ist allein, aber er hat die über dreitausend Bücher seines Vaters zur Gesellschaft und vor allem seinen Hund Hobbes, ein treuer und verspielter Pitbullterrier. Eines Nachmittags, als er gerade vor dem Feuer sitzt und liest, hört er einen Schuss. Eigentlich nichts Besonderes, denn es ist gerade Jagdsaison. Dennoch wundert sich Winsome, weil der Schuss ganz in seiner Nähe gefallen ist, zu nahe. Als er vor die Tür geht, entdeckt er, dass Hobbes erschossen wurde – offenbar mit Absicht.

Der Verlust trifft Julius mit ungeahnter Wucht. Er denkt an all die anderen Verluste in seinem Leben: die Mutter, die er gar nicht kannte, weil sie bei seiner Geburt starb, den Vater, der nie wieder heiratete, der ihn allein großzog und ihm die Sprache Shakespeares beibrachte und jetzt auch schon zwanzig Jahre nicht mehr da ist, an Claire, die einzige Frau in seinem Leben, die ihn einen Sommer lang liebte und dann wieder verschwand. Und jetzt Hobbes, sein letzter wahrer Freund. Am nächsten Tag holt er das Gewehr seines Großvaters aus der Scheune und zieht los, um seinen Hund zu rächen. Er macht Jagd auf die Jäger. Und obwohl diese Rache ebenso sinnlos ist wie die Tat, die ihr zugrundeliegt, verstehen wir diesen einsamen, verzweifelten Mörder, werden seine Komplizen in Eis und Schnee.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt Papier als Einschreibebrief? Und was will ihm der Absender damit sagen? Gibt es etwa ein dunkles Geheimnis in seiner eigenen Vergangenheit oder in seiner Familie? Diese Fragen stellt sich der Gitarrist Julio, der seit Jahren davon lebt, Klassiker der Rockmusik für chinesische Schnellimbisse aufzubereiten: “Smells like teen spirit. Mit Geschmacksverstärker.” Julio beschließt, den Briefen auf den Grund zu gehen. Es wird eine Reise, die ihn auf sich selbst zurückwirft, sein Leben ziemlich durcheinander schüttelt. “Ich habe den ‘Postmann mit Hut’ in einem Rutsch gelesen, derartig mitreißend ist er geschrieben. Eine Engführung von Spannung und Rätselhaftigkeit, von kriminalistischem Plot und existentiellem Verlorensein – und eben das gelingt diesem Roman. Er hat mit der Idee der leeren, unbeschriebenen Briefe ein Inbild für Unaussprechliches gefunden. Und das gelingt nur selten einem literarischen Werk, das gelingt nur einmal alle paar Jahre…” Joachim Zelter

16. Oktober 2009

Die Vorleser

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Am Freitag, 23. Oktober 2009, treffen sich um 22.30 Uhr im ZDF wieder die Vorleser Amelie Fried und Ijoma Mangold. Gast in dieser Sendung wird Sebastian Koch sein. Es sollen die folgenden Bücher besprochen werden. (Quelle: Newsletter >Die Vorleser<)

Sibylle Berg
Der Mann schläft
Gebundene Ausgabe, 312 Seiten
Hanser Verlag, 2009
ISBN: 3-446-23388-1

Henry James
Benvolio
Erzählungen
Aus dem Amerikanischen von Ingrid Rein
Mit einem Nachwort von Elmar Krekeler
Gebundene Ausgabe, 416 Seiten
Manesse Verlag, 2009
ISBN: 3-7175-2176-1

Walter Kohl
Wie riecht Leben?
Bericht aus einer Welt ohne Gerüche
Gebundene Ausgabe, 240 Seiten
Zsolnay, 2009
ISBN: 3-552-05475-2

Jack London
Der Seewolf
Aus dem Englischen von Erwin Magnus
Broschierte Ausgabe, 288 Seiten
dtv, 2009
ISBN: 3-423-08620-2

Terézia Mora
Der einzige Mann auf dem Kontinent
Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
Luchterhand Literaturverlag, 2009
ISBN: 3-630-87271-1

Dieter Richter
Der Süden
Geschichte einer Himmelsrichtung
Leinen mit Prägung und aufgeklebtem Schildchen, 208 Seiten
Wagenbach Verlag, 2009
ISBN: 3-8031-3631-2

Peter Stamm
Sieben Jahre
Gebundene Ausgabe, 304 Seiten
S. Fischer Verlag, 2009
ISBN: 3-10-075126-3

15. Oktober 2009

Lesen! Das Buch der Woche (25)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Einsamkeit und Sex und Mitleid von Helmut Krausser. Ob es etwas für mich ist? So ganz sicher bin ich mir nicht. Da warte ich doch auf ein paar Meinungen mir bekannter Leser.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon)

Vincent ist Callboy, aber an Weihnachten sitzt er alleine in der Kneipe. Als die dichtmacht, lässt er sich zu Hause eine Badewanne ein. Beim Einsteigen wird er von einer Einbrecherin überrascht. Die beiden freunden sich an.
Helmut Kraussers neuer Roman bringt zusammen, was nicht zusammengehört: Die unterschiedlichsten Menschen streifen durch Berlin, begegnen sich, kommen einander nah immer auf der Suche nach dem Glück. Helmut Krausser verknüpft ihre Geschichten zu einem Netz, aus dem es kein Entkommen gibt.
Ein Kind wird entführt, eine mitternäch liche Hochzeit improvisiert, ein Genickschuss erkauft, der Prophet Jesaja predigt auf dem Kreuzberg und alles ist auf ungeahnte Weise miteinander verbunden.’ Einsamkeit und Sex und Mitleid’ spielt auf der Klaviatur des scheinbaren Zufalls, mischt Melodram, Ironie, Suspense und Lakonik zu einem bizarren Panorama, zu einem überwältigenden Kaleidoskop des Lebens.

9. Oktober 2009

Lesen! Das Buch der Woche (24)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Schlaf von Haruki Murakami. Ob es etwas für mich ist? Ja,  ich denke schon. Aber erstmal gibt es keine neuen Bücher. :-(

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)
Es ist der siebzehnte Tag ohne Schlaf.« So beginnt Haruki Murakamis Erzählung von einer Frau, die nachts kein Auge mehr zumacht. Aber es fühlt sich anders an als die quälende Schlaflosigkeit, die sie als Studentin erlebt hat: Jetzt ist sie auf zauberhafte Weise nicht mehr müde. »Ich kann einfach nicht schlafen. Noch nicht einmal ein Nickerchen.«
Spätabends, wenn ihr Mann und ihr Sohn im Bett liegen, beginnt sie ein zweites Leben, und die Nächte sind bei Weitem aufregender als ihre gleichförmigen Tage aber auch gefährlicher.
Die Illustratorin Kat Menschik hat den Zauber von Murakamis Erzählung in traumgleiche Bilder gebracht. Auch deshalb ist dieser durchgehend in Duotone (Nachtblau/Silber) gedruckte Band ein guter Grund, nachts wach zu bleiben.


2. Oktober 2009

Lesen! DasBuch der Woche (23)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Die Rolle meines Lebens von Nicolas Fargues. Ob es etwas für mich ist? Ich bin mir nicht sicher.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)
Antoine ist Schauspieler und auf der Suche nach der Rolle seines Lebens. Seinen ersten Filmerfolg hat er bereits hinter sich, doch der fordert seinen Preis im Privatleben. Seine spanische Freundin Elvira verlässt ihn. An Erfolge gleichermaßen gewöhnt wie an Rückschläge, hadert Antoine mit seiner Herkunft. Die Mutter ist Französin, der Vater stammt aus der Karibik. Antoine bleibt Außenseiter, böse blickt er auf die feine Pariser Gesellschaft. Er provoziert Frauen und Freunde und kämpft gegen die moralischen Vorstellungen seines Vaters, gibt das Enfant terrible – bis er bei einem Vorsprechtermin einer berühmten Schauspielerin begegnet und mit ihr eine Liebesgeschichte beginnt. In einem engagierten Roman über Starkult und den Traum vom großen und kleinen Glück beschreibt Fargues das Lebensgefühl seiner Generation, treffend und schonungslos.

28. September 2009

Lesen! Das Buch der Woche (22)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Die Ängstlichen von Peter Henning. Ob es etwas für mich ist? Kann gut sein.

Kurzbeschreibung (www.amazon.de)
Mit »Die Ängstlichen« legt Peter Henning seinen großen Roman vor: Die Chronik einer musterhaften Familie ist eine aberwitzige, rabenschwarze menschliche Komödie, ein Mosaik aus kleinen und großen Schrecken, Glück und Hoffnung. Über Taunus und Rhön gehen sintflutartige Regenfälle nieder. Sie sind Vorboten eines Orkans, der die Familie Jansen mit aller Zerstörungskraft trifft: Weil Johanna Jansen, die 78-jährige Patriarchin, in ein Wohnstift ziehen will, möchte sie ihre Kinder noch einmal um sich versammeln. Doch der Lebensabend wird für sie zur Sonnenfinsternis: Plötzlich verschwindet ihr Lebensgefährte, und ihr ältester Sohn sieht sich von einer tödlichen Krankheit bedroht, während sein jüngerer Bruder aus der Psychiatrie flieht. Auch Johannas Tochter begibt sich auf eine Reise, die für sie und ihren untreuen Mann zur Tortur gerät, derweil ihr Enkel um die Liebe seines Lebens kämpft. Als die Jansens ein letztes Mal zusammenfinden, ziehen erneut dunkle Wolken auf. Es sind die Schatten des Kleinmuts und der Angst, der Geltungssucht und Lieblosigkeit – die Schatten einer Familie.

22. September 2009

Lesen! Das Buch der Woche (21)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Der Tod meiner Mutter von Georg Diez.Ob es etwas für mich ist? Hmmm. Ich weiß nicht. Vielleicht.

Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)

Die Mutter stirbt. Der Sohn erzählt. Ein bewegendes Buch über das Leben, zu dem auch der Tod gehört. Georg Diez, Autor der Süddeutschen Zeitung, berichtet mit atemberaubender Genauigkeit vom Sterben seiner Mutter, ihrem Kampf um Selbstbestimmung und Würde und seinem eigenen Umgang mit dem Unausweichlichen. Wenn das Sterben und der Tod ins Leben eines Menschen treten, ist die Reaktion oft Schweigen und Sprachlosigkeit. Für den unwiederbringlichen Abschied eines geliebten Menschen fehlen uns die Worte, die das Leiden und den Schmerz angemessen fassen. Der Autor und Journalist Georg Diez aber hat nach dem Krebstod seiner Mutter den Mut zu erzählen, wie sich ein solcher langer Abschied vollzieht. Mit größter Genauigkeit und Schonungslosigkeit beschreibt er, wie er als Sohn den Tod in sein Leben hereinlassen musste, während er zugleich seine Hochzeit feierte und darauf wartete, zum ersten Mal Vater zu werden. Mit liebevollem, aber präzisem Blick begleitet er den langen Weg einer Frau, deren Leben vom Kampf um Selbstständigkeit und von leidenschaftlichem sozialen und beruflichen Engagement geprägt war, bis in die Einsamkeit der Krankheit und der Schmerzen. Die langsamen Verschiebungen in den Beziehungen zu Freunden und Kollegen, die letzten Reisen, die letzten Spaziergänge, die letzten Feste, die vielen kleinen und großen Abschiede, die wiederkehrenden Hoffnungen, die praktischen Nöte bei der Organisation des Alltags: All das schildert Georg Diez so intensiv wie die Erschütterungen, die das Sterben seiner Mutter für sein eigenes Leben bedeuten. So ist ein Buch entstanden, das im Angesicht des Todes auch das Porträt zweier Generationen auf eine ganz neue Weise zeichnet: die Generation, die von den Befreiungsideen von 68 geprägt war, und ihre Adidas-Kinder, die in der Zeit des Wohlstands und der Sorglosigkeit aufwuchsen und nun mit Krankheit und Tod der Eltern konfrontiert werden. Georg Diez ist ein kleines Wunder gelungen: Er hat ein Buch voller Traurigkeit und Abschied geschrieben, das durch seine erzählerische Brillanz für den Leser eine befreiende Kraft entfaltet.


14. September 2009

Lesen! Das Buch der Woche (20)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Cosimas Kinder von Oliver Hilmes. Der Autor ist bekannt durch sein Buch “Die Herrin des Hügels”, in dem er die Wagner-Witwe Cosima Wagner portraitiert. In seinem neuen Buch beleuchtet er nun das Leben der Kinder Cocima Wagners. Für mich ein Buch, das bald den Weg  in mein Regal finden wird.

Kurzbeschreibung
(Quelle: Amazon.de)
Ganz große Oper: Die Geschichte der Familie Wagner

Oliver Hilmes entschlüsselt den Wagner-Kosmos, indem er die Nachkommen der schillernden Komponisten-Witwe porträtiert und ihren Kampf um die Macht auf dem Grünen Hügel in Bayreuth beschreibt. Das aufregende Epos einer deutschen Familie und ihres leidenschaftlichen Ringens um den Erhalt einer Dynastie, die uns bis heute beschäftigt.

Eine Mutter, zwei Väter und fünf Kinder – die Familie Richard und Cosima Wagners ist ein Kosmos, rätselhaft und sagenumwoben. Ähnlich wie die Kinder Thomas Manns trugen die Sprösslinge dieses faszinierenden Paars schwer an der Last ihrer Herkunft. Selbstverleugnung wurde zum Schicksal von Daniela, Blandine, Isolde, Eva und Siegfried – von Cosimas Kindern: Ihre Aufgabe war es, Richard Wagners »Werk« als Inbegriff »deutscher Kultur« zu pflegen und darüber zu wachen.Da es dabei auch um viel Geld ging, schreckte der Clan nicht vor der Verstoßung eigener Familienangehöriger zurück, wenn die Vorherrschaft auf dem Grünen Hügel in Gefahr schien. Man zwang sogar den als Thronfolger vorgesehenen einzigen (homosexuellen) Sohn Richard Wagners, Siegfried, in eine Ehe – mit jener Winifred, die als enge Vertraute und wichtige Unterstützerin Adolf Hitlers in die Geschichtsbücher eingehen sollte.Fesselnd erzählt Oliver Hilmes in seinem Buch anhand neuer Quellen diesen spannenden Stoff aus Kunst und Weltanschauung, aus Politik und eigennütziger Geschäftigkeit. Er spürt den seelischen Konflikten und dem Größenwahn von Cosimas Kindern nach und liefert eine faszinierende Familiensaga aus Triumph und Tragödie, Genie und Verfall.

6. September 2009

Lesen! Das Buch der Woche (19)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Schau heimwärts, Engel von Thomas Wolfe. Es ist wohl das erste Mal, dass sie ein Buch vorstellt, welches ich schon gelesen habe, auch wenn es vor gefühlten Ewigkeiten war. Aber “Schau heimwärts, Engel” liegt jetzt in einer Neuübersetzung von Irma Wehrli vor. Ein Grund es noch einmal zu lesen? Mal schauen, vielleicht. ;-)


Kurzbeschreibung (Quelle: Amazon.de)
Ein großer Klassiker, im großen Format, in großartiger Neuübersetzung

«Schau heimwärts, Engel» ist eines der legendären Romanepen des 20. Jahrhunderts. Betörend durch die Unmittelbarkeit des Erzählten wie durch eine Sprachkunst, in der schonungsloser Realismus und lyrische Anmut Hand in Hand gehen, gilt es als stilbildend für die moderne amerikanische Erzähltradition bis hin zu Jonathan Franzen. Mit der kommentierten Neuübersetzung kann man Wolfes Meisterwerk nun in seiner ganzen jugendlichen Frische und Kraft wiederentdecken.

«Home, sweet home» … Doch die Verhältnisse, in die der Romanheld Eugene Gant hineingeboren wird, sind alles andere als heimelig. Ein jähzorniger Alkoholiker der Vater, eine berechnende Krämerseele die Mutter, wird sein Elternhaus im Nu zur Keimzelle zwischenmenschlicher Dramen. Bei aller Erbitterung und Zwietracht der Gants erweist sich ihr Clan aber auch als Hort eines unbändigen Lebenswillens. «Schau heimwärts, Engel», erschienen 1929, zeigt vielfältigste Facetten häuslichen Glücks und Unglücks und liest sich über weite Strecken als Abrechnung mit dem Heiligtum des «American way of life»: der Familie. Aufs Exemplarische abzielend, erwächst aus der drei Generationen überspannenden Chronik ein faszinierendes Zeit und Sittenbild der Vereinigten Staaten, eine Erkundung der Mythen und Mentalitäten des Landes und nicht zuletzt ein Hymnus auf dessen nie versiegende Vitalität. · Die erste kommentierte Ausgabe und nach Jahrzehnten wieder eine zeitgemäße deutsche Fassung des legendären Klassikers · Ein durch und durch packender Roman, der den Weltruf US-amerikanischer Fabulierkunst im 20. Jahrhundert mitbegründet hat · Der Altmeister unter den modernen Erzählern: einer, bei dem William Faulkner und Philip Roth in die Schule gegangen sind

28. August 2009

Lesen! Das Buch der Woche (18)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Ou Topos: Suche nach dem Ort, den es geben müsste von Heiner Geißler. Dieses Buch kommt zumindest erst einmal auf meine Merkliste. Ich habe von Heiner Geißler schon zwei Bücher gelesen, die mich beeindruckten. Eines war “Intoleranz” und das andere “Was würde Jesus heute sagen?”.

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)
Heiner Geißler über die Suche nach dem Glück: wovon Menschen träumen Das Glück auf der Erde zu finden, ist der Wunsch der meisten Menschen. Aber was Einzelnen gelingt, nämlich ihr Glück zu finden in der Liebe oder durch Entsagung, scheint für die ganze Menschheit unerreichbar zu sein. Alle Versuche sind gescheitert – von Spartakus über die römische Inquisition bis hin zu Kapitalismus und Kommunismus. Niemandem gelang es bisher, den immerwährenden Platz an der Sonne, das Elysium, zu garantieren, auch nicht Religionen, esoterischen Heilslehren und Ideologien. Viele haben daher das Paradies ins Jenseits verschoben und die Menschen in Glück und Unglück allein gelassen. In seinem faszinierenden Buch – gleichermaßen Essay wie Autobiographie – erweist sich Heiner Geißler als einer der aufregendsten und bedeutendsten Denker im heutigen Deutschland. Gestützt auf grundlegende Einsichten von Philosophie, Theologie und Geschichte und auf eigene Erfahrungen, beschreibt er seine Suche und die Suche anderer nach dem Glück auf der Straße des Lebens, erzählt, wovon Menschen träumen, und schildert die Chancen der Menschen für ein glücklicheres Leben.

20. August 2009

Lesen! Das Buch der Woche (17)

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In dieser Woche empfiehlt Elke Heidenreich auf Litcolony das Buch Das Mitteleer von Baltasar Porcel . Das ist ist sicher ein interessantes Buch, aber meinen Geschmack trifft sie nur bedingt.  Na, ist man auch gut so, sonst würde mein SuB ins Unendliche wachsen. ;-)

Kurzbeschreibung (Quelle: http://www.amazon.de)
Das Mittelmeer ist das Meer unserer Sehnsüchte: nach Schönheit, nach Phantasie, nach Kultur und Wärme. Seit Jahrtausenden ist es aber auch die Bühne militärischer Kämpfe, zivilen Fortschritts, neuer Ideen, unterschiedlicher Religionen und Gesellschaftsformen.
Baltasar Porcel geht auf eine stürmische Reise durch Geschichte und Gegenwart des Mittelmeerraums, verlässt dabei manch vertrauten Routen, entdeckt kulturelle Besonderheiten und Gemeinsamkeiten zwischen den Mittelmeerregionen von Katalonien bis Ägypten, von Ligurien bis in die Türkei, vom Peleponnes bis Tunesien. Er öffnet so unseren Blick für unbekannte Zusammenhänge in mediterranen Traditionen und Regionen und das in einer mitreißenden Sprache und einer üppig dargebotenen Fülle von kleinen und großen Geschichten, die dieses Buch so einzigartig und fesselnd machen. »Dieses Buch ist eine Einladung an die nicht-mediterranen Leser, sich die Kultur und das Vermächtnis des Mittelmeers zu eigen zu machen, und eine Einladung an die mediterranen Leser, ihr eigenes, reichhaltiges, episches, tragisches und wunderbares Erbe anzutreten und wiederzuentdecken – eine Einladung, die Vielfalt des Mittelmeers zu genießen.« Aus dem Vorwort des französischen Kulturhistorikers Edgar Morin

Ein Ereignis: die Kultur geschichte des gesamten Mittelmeerraums, leidenschaftlich erzählt, voller Entdeckungen, außergewöhnlicher Ereignisse und wunderbarer Gestalten.

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