Karthauses Bücherwelt …

16. Januar 2013

Buch der Woche (2. KW 2013)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 19:31
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Der mdr figaro empfiehlt „August“ von Christa Wolf.

Der Sender schreibt dazu:

“Die Erzählung “August” entstand 2011, im Todesjahr der Schriftstellerin Christa Wolf. Darin erzählt sie eine bewegende Nachkriegsgeschichte. Diese Veröffentlichung sowie die Uraufführung “Der geteilte Himmel” am Schauspielhaus Dresden zeigen, dass Christa Wolf für ihre Leser nach wie vor eine feste Größe ist. Doch nicht immer halten nachgelassene Werke, was man sich vom Autor verspricht.”

5. Mai 2011

Buch der Woche (18. KW 2011)

Einsortiert unter: Allgemeines,Empfehlungen — Karthause @ 17:56
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In dieser Woche empfiehlt der mdr figaro „Immer ich“ von Alissa Walser.

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Ob vier Menschen in Brooklyn versuchen, Weihnachten mit einem verstimmten Klavier zu feiern, oder eine Frau den begehrten Mann ins Pornokino schickt – Alissa Walser ist eine Meisterin der Kurzform, der Tiefenvirtuosität, die mit Raffinesse unsere normalerweise verschwiegenen »menschlichen Zwischenräume« ausleuchtet. Sie entwirft mit schlafwandlerisch sicheren Strichen emotionale Gefüge zwischen Frauen und Männern, Freunden und Freundinnen, Eltern und Kindern. Manchmal steckt schon in einem einzigen Satz ein scheinbar vertrauter Roman. Aus Leben entstehen Bilder, und umgekehrt werden die Bilder lebendig. Die Sicht der Autorin, ihre kluge Wahrnehmung, kristallisiert die Verhältnisse in klarer poetischer Sprache.

Über den Autor

Alissa Walser, geboren 1961, studierte in New York und Wien Malerei. Seit 1987 lebt sie als Übersetzerin und Malerin in Frankfurt am Main. Für ihre Erzählung »Geschenkt« wurden ihr 1992 der Ingeborg-Bachmann-Preis und der Bettina-von-Arnim-Preis verliehen. 1994 erschien ihr Buch »Dies ist nicht meine ganze Geschichte«, im Frühjahr 2000 folgte der Erzählband »Die kleinere Hälfte der Welt«. Als Übersetzerin hat Alissa Walser außerdem die Tagebücher von Sylvia Plath sowie Theaterstücke u. a. von Joyce Carol Oates, Edward Albee, Marsha Norman und Christopher Hampton ins Deutsche übertragen. 2009 erhielt sie für Ihre Übersetzung der Gedichte Sylvia Plaths den Paul-Scheerbart-Preis. Ihre eigenen Erzählungen wurden in englischer Übersetzung u.a. in literarischen Zeitungen wie Open City und Grand Street veröffentlicht. Zuletzt erschien ihr Roman »Am Anfang war die Nacht Musik« für den sie den Spycher-Literaturpreis-Leuk 2010 erhalten hat.

29. März 2011

Michael Köhlmeier – Nachts um eins am Telefon

Einsortiert unter: 2011,Belletristik — Karthause @ 18:36
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Das Telefon ist der beste Freund des Einsamen, und Telefongespräche nach Mitternacht sind Unterhaltungen mit Geistern.“, so der Klappentext.

Der Ich-Erzähler telefoniert mit Vorliebe nachts um eins. Er telefoniert mir der Nachbarin, mit Richard, mit der Ex-Freundin und auch mit ihm völlig fremden Menschen, nur um zu sprechen und seiner Einsamkeit zu entfliehen. Alle seine Gesprächspartner bleiben imaginär, die Telefonate stehen großteils für sich, nur wenige bilden einen Zusammenhang. Aber alle sind herausgelöst aus der dem Leser unbekannten Alltagswelt des Erzählers. Unterschwellig erkennt man jedoch die Probleme des Erzählers, dessen vermeintlich einzige Schnittstelle zur Außenwelt das Telefon ist.

Michael Köhlmeier ist ja mit jedem Buch, das ich von ihm las, ein wenig mehr zu einem meiner Lieblingsautoren avanciert. „Nachts um eins am Telefon“ hat mich allerdings nicht so begeistert wie zum Beispiel „Madalyn“ oder „Idylle mit ertrinkendem Hund“. Es ist deshalb nicht schlecht, keineswegs. Aber ich empfand es als schade, dass für mich die Figuren nicht greifbar waren, sie blieben unwirklich, – wie im Klappentext schon geschrieben – Geister. Einige der Gespräche erschlossen sich für mich auch inhaltlich nicht, ich fühlte mich nicht dazugehörig, wie ein Außenstehender, ein Lauscher. Vielleicht hat Michael Köhlmeier dies auch genau so bezweckt, aber ich fühlte mich nicht richtig wohl dabei.

„Nachts um eins am Telefon“ ist weder ein Roman noch eine Sammlung von Kurzgeschichten, es sind Fragmente, die durch die Person des Erzählers verbunden sind. Sie wirkten unglaublich traurig und melancholisch auf mich, sodass ich mich fragte, was den Erzähler wohl in diese Einsamkeit getrieben hat. Bestechend ist auch in diesem Buch der Stil Michael Köhlmeiers, poetisch, ausdrucksstark und feinsinnig. Schon allein deshalb ist es lesenswert.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Michael Köhlmeier, geboren 1949 in Hard am Bodensee, studierte Germanistik und Politikwissenschaft, sowie Philosophie und Mathematik. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter: Rauriser Literaturpreis, J.-P.-Hebel-Preis, Manès-Sperber-Preis, Anton-Wildgans-Preis. In Österreich erlangte er mit seinen Nacherzählungen von Sagen des klassischen Altertums größte Popularität.

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