Karthauses Bücherwelt …

3. September 2011

Klaus-Peter Wolf – Ostfriesengrab

Einsortiert unter: 2011,Krimi/Thriller — Karthause @ 10:28
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Ostfriesengrab
Klaus-Peter Wolf
3. Fall Ann-Kathrin Klaasen
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.)
ISBN-13: 978-3596180493

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)
Im zauberhaften Park von Schloss Lütetsburg wird eine weibliche Leiche gefunden. Der Mörder hat sie wie eine Elfe in den blühenden Sträuchern drapiert. Welche Botschaft will er Kommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihrem Team damit übermitteln? Auch der dritte Kriminalroman mit der beliebten Kommissarin verspricht Spannung pur.

Meine Meinung
Nachdem mir die ersten beiden Teile dieser Krimireihe ausgesprochen gut gefielen, waren meine Erwartungen natürlich sehr hoch. Wieder hatte die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen einen spektakulären Serienmörder im beschaulichen Ostfriesland dingfest zu machen. Aber die sich auch sonst nicht sklavisch an den Dienstvorschriften festhaltenden Kommissarin begeht einen Fehler, der Verdächtige entkommt und prompt gibt es eine weitere Leiche, die in das Schema des gesuchten Mörders passt. Im weiteren Verlauf nimmt die Handlung, die auch wieder viel die private Seite der Kommissarin und ihres Lebenspartners Frank Weller berührt, immer abstrusere Formen an. Es folgt eine Suspendierung, aber auch die hält die Superkommissarin nicht vom persönlichen Eingreifen in diesen Fall ab. Auch in diesem Teil spielt der Tod ihres Vaters eine nicht unbedeutende Rolle. Aber das hat mich dann schon gar nicht mehr richtig interessiert, ich wollte eigentlich nur noch wissen, ob ich mit meinen „Ermittlungen“ richtig lag. Stilistisch hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nichts geändert. Gewohnt routiniert schreibt Klaus-Peter Wolf seinen leicht zu lesenden Kriminalroman. Nur leider konnte er mich mit diesem, sowohl vom Plot als auch von der Dramaturgie her, nicht erreichen.
In Kürze kommt der 4. Teil der Krimi-Reihe „Ostfriesensünde“ zu mir. Ich hoffe, das mir dieser besser gefällt, sonst ist für mich das Kapitel Ann Kathrin Klaasen im Ostfrieslandkrimi abgeschlossen.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)
Laus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller und Drehbuchautor in Norddeutschland. Er schrieb u. a. »Die Abschiebung« (1984), »Traumfrau« (1989) und »Samstags, wenn Krieg ist« (1994) und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren deutscher Sprache. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Anne-Frank-Preis, dem Erich-Kästner-Preis und dem Magnolia Award Shanghai. Seine Bücher wurden bisher in 22 Sprachen übersetzt und über 8 Millionen Mal verkauft.

27. Oktober 2008

Klaus-Peter Wolf – Ostfriesenblut

Einsortiert unter: 2008,Krimi/Thriller — Karthause @ 09:56
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2. Fall

Als Ann Kathrin Klaasen eines Abends nach Hause kommt, findet sie vor der Tür ihres Hauses eine Leiche. Die Ermittlungen beginnen und recht schnell wird die Identität der Toten geklärt. Es handelt sich dabei um Regina Orthner, die früher in einem Kinderheim arbeitete. Auf ihrem Totenschein ist Herzversagen vermerkt, Untersuchungen ergeben jedoch, dass die Frau keineswegs eines natürlichen Todes gestorben ist. Noch während der Ermittlungen in diesem Fall erhält Ann Kathrin Klaasen Hinweise auf weitere Taten.

Wie schon im ersten Teil der in Norddeich handelnden Krimiserie um die Kommissarin Klaasen wird auch in diesem nicht nur der Kriminalfall beleuchtet. Die Person der Kommissarin steht ebenfalls als Mensch im Mittelpunkt. Und menschlich ist sie. Sie macht ihren Job, ist ehrgeizig, aber im Hinterkopf hat sie immer ihre gescheiterte Beziehung und den Sohn, zu dem sie immer weniger Zugang hat. Als dann auch noch die neue Lebensgefährtin ihres Ex verschwindet, wird es für Ann Kathrin Klassen ganz persönlich.

Durch „OstfriesenKiller“ wurde ich auf Klaus-Peter Wolf als Autor aufmerksam. „Ostfriesenblut“ war danach eine Art Pflichtlektüre für mich. Ich wurde auch nicht enttäuscht. Wie schon im ersten Teil sind die Protagonisten sehr lebensecht und natürlich gezeichnet. Sie stehen im Beruf mit all ihren Alltagsproblemen und grenzen sich von Superkommissaren zum Glück deutlich ab. Trotz idyllischer Urlaubslandschaft und sympathischen Polizeibeamten mangelt es diesem Krimi aber weder an Spannung noch an Brutalität. Die Tat selbst ist verknüpft mit der Thematik der schwarzen Pädagogik. Gekonnt ließ der Autor Informationen darüber ein sein Buch einfließen, ohne dabei die Kriminalfälle aus dem Auge zu verlieren.

Die Spannung wurde konsequent aufgebaut und auch durch die privaten Begebenheiten um die Kommissarin nicht abgeflacht. Durch die einfache, schnörkellose Sprache ist das Buch gut und flüssig zu lesen.

Mein Fazit: „Ostfriesenblut“ ist ein raffinierter deutscher Krimi, der mir noch einen Tick besser gefiel als sein Vorgänger. Jedem Krimifan, der ohne große Actionszenen auskommt, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

Broschiert: 328 Seiten * Verlag: Fischer (Tb.) * ISBN-13: 978-3596166688

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