Ulrike Renk – Das Lied der Störche

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Quelle: Aufbau Verlag

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
ISBN-13: 978-3746632469

Der Verlag über das Buch

Alte Heimat

Ostpreußen 1920: Frederike verbringt eine glückliche und unbeschwerte Kindheit auf dem Gut ihres Stiefvaters in der Nähe von Graudenz. Bis sie eines Tages erfährt, dass ihre Zukunft mehr als ungewiss ist: Ihr Erbe ist nach dem großen Krieg verloren gegangen, sie hat weder Auskommen noch Mitgift. Während ihre Freundinnen sich in Berlin vergnügen und ihre Jugend genießen, fühlt sich Frederike ausgeschlossen. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit des Gutsbesitzers Ax von Stieglitz. Wäre da nur nicht das beunruhigende Gefühl, dass den deutlich älteren Mann ein dunkles Geheimnis umgibt …

Ein berührende Familien-Saga die auf wahren Begebenheiten beruht.

Der Verlag über die Autorin

Ulrike Renk lebt als freie Autorin in Krefeld. Bei Aufbau Taschenbuch sind ihre Romane „Die Frau des Seidenwebers“, „Die Heilerin“, „Die Seidenmagd“ sowie die Bestseller „Die Australierin“, „Die australischen Schwestern“ und „Das Versprechen der australischen Schwestern“ erschienen. Mehr Informationen zur Autorin unter www.ulrikerenk.de

Meine Gedanken zum Buch

Frederike ist 11 Jahr alt als sie gemeinsam mit ihren Halbgeschwistern ihrer Mutter und deren 3. Ehemann auf das ostpreußische Gut Fennhusen folgt. Sie lebt sich in den ländlichen Verhältnissen schnell ein und vermisst ihre alte Heimat in Potsdam nur noch selten. In ihrem Hinterkopf bohrt aber immer wieder der Gedanke, was wohl in Zukunft aus ihr wird, denn sie ist das Kind aus erster Ehe der Mutter und hat somit keinerlei Ansprüche. 8 Jahre später hat sie die Gartenbauschule in Bad Godesberg absolviert und kehrt nach zweijähriger Ausbildung zurück nach Ostpreußen. Auch die Mutter macht sich ernste Gedanken um die Zukunft der Tochter und sucht einen Ehemann für Frederike. Aber da ist auch der geheimnisvolle 15 Jahre ältere Ax von Stieglitz, der Frederike zugeneigt ist.

Ulrike Renks Roman „Das Lied der Störche“ basiert auf einer wahren Begebenheit. Mit der Zeit und dem Ort der Handlung hat sie von vornherein meinen Geschmack getroffen. Aber nicht nur das, es ist ihr auch ausgezeichnet gelungen, diese Zeit im Roman mit Leben zu erfüllen. Sehr deutlich werden die ländlichen Lebensumstände beschrieben und auch Vergleiche zum üblichen Lebensstandard der besseren Gesellschaft in den Städten des Reiches gezogen. So müssen beispielsweise die Kinder der Gutsbesitzer auch mit anpacken, was für die gleichaltrigen Freunde aus der Stadt unvorstellbar ist. Auch die politischen Gegebenheiten ließ die Autorin nicht unerwähnt. Die gesamte Szenerie wurde so lebendig beschrieben und mit unzähligen liebevollen Details ausgeschmückt, dass ich nach dem beenden des Buches das Gefühl hatte, einen Urlaub bei guten Freunden gemacht zu haben.

Auch die Charaktere der handelnden Personen sind äußerst facettenreich beschrieben. Das gilt sowohl für die Hauptpersonen und – was ich besonders erwähnenswert finde – ebenso für die Personen, die nur kurzzeitig in der Handlung auftreten, stellvertretend hierfür seien die Sommerzwillinge genannt. Die Person, die mir neben Frederike besonders sympathisch war, ist die Köchin Schneider. Sie ist einzigartig, ein Unikum, die dem Roman ein ganz besonderes Kolorit verleiht.

Mir hat „Das Lied der Störche“ sehr angenehme Lesestunden beschert. Dieser Roman hatte alles, was ich von einem Wohlfühlbuch erwarte, eine gute Geschichte, Charaktere mit menschlichen Zügen, ein gutes Zeit- und Sittenbild und eine sehr angenehm und flüssig zu lesende Sprache, die mit der Mundart ein wenig an Ort und Zeit angepasst ist.

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Marc Elsberg – Helix. Sie werden uns ersetzen

HELIXSie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

HELIXSie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

Gebundene Ausgabe: 648 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN-13: 978-3764505646

Der Verlag über das Buch

Haben Sie die Gene zum Überleben?

Der US-Außenminister stirbt bei einem Staatsbesuch in München. Während der Obduktion wird auf seinem Herzen ein seltsames Zeichen gefunden – von Bakterien verursacht? In Brasilien, Tansania und Indien entdecken Mitarbeiter eines internationalen Chemiekonzerns Nutzpflanzen und –tiere, die es eigentlich nicht geben kann. Zur gleichen Zeit wenden sich Helen und Greg, ein Paar Ende dreißig, die auf natürlichem Weg keine Kinder zeugen können, an eine Kinderwunschklinik in Kalifornien. Der Arzt macht ihnen Hoffnung, erklärt sogar, er könne die genetischen Anlagen ihres Kindes deutlich verbessern. Er erzählt ihnen von einem – noch inoffiziellen – privaten Forschungsprogramm, das bereits an die hundert solcher »sonderbegabter« Kinder hervorgebracht hat, und natürlich wollen Helen und Greg ihrem Kind die besten Voraussetzungen mitgeben, oder? Doch dann verschwindet eines dieser Kinder, und alles deutet auf einen Zusammenhang mit sonderbaren Ereignissen hin – nicht nur in München, sondern überall auf der Welt …

Der Verlag über den Autor

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« sowie Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg. Heute lebt und arbeitet er in Wien.

Meine Gedanken zum Buch

Nach „Black Out“ und „Zero“ legte Marc Elsberg nun mit einem auch sehr aktuellen Thema seinen neuen Romans vor. Genmanipulation bei Pflanzen und designte Kinder sind Kern der beiden Handlungsstränge, die am Ende zusammengeführt werden. Dabei stellt der Autor auch die moralisch-ethischen Fragen, die er stellvertretend durch seine Protagonisten aus unterschiedlicher Perspektive beleuchtet und von den entsprechenden Standpunkten aus beantworten lässt. So zeigt er die Möglichkeiten und Verlockungen der Gentechnik, aber auch die Risiken und Folgen. „Helix“ ist ein Roman, bei dem man als Leser schon etwas an Interesse für die Thematik aufbringen sollte. Aber er bleibt immer, auch für Lesern, die sich noch nie mit den Möglichkeiten der Gentechnik befassten, verständlich und so fällt es am Ende leicht, einen eigenen Standpunkt zu finden.

Wenn ich den sachlichen Teil des Romans auch als sehr interessant bezeichnen würde, so enttäuscht war ich von der sprachlich-stilistischen Umsetzung. Sätze, die grammatikalisch keine sind, nicht nur in den Dialogen, hinterlassen schon einen schalen Beigeschmack. Auch beim Genre hätte Elsberg sich gern ein wenig mehr austoben dürfen. Ich hatte doch eher eine Art Wissenschaftsthriller erwartet, mit den den Roman in die Länge ziehenden Verfolgungsjagden wird auch versucht, diesem etwas zu entsprechen. Aber das allein macht eben noch nicht den Thrill aus. Meines Erachtens hat der Autor aber nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die der Plot bot, um einen packenden und mitreißenden Roman zu entwickeln.

Nach den beiden zuvor erschienenen Büchern von Marc Elsberg konnte „Helix“ meine Erwartungen nicht voll erfüllen.

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Jeffery Deaver – Wahllos

Wahllos von Jeffery Deaver

Wahllos von Jeffery Deaver (Quelle: Blanvalet Verlag)

Originaltitel: Solitude Creek
Übersetzer: Thomas Haufschild
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag
ISBN-13: 978-3764505738

Der Verlag über das Buch

Seine größte Waffe ist deine Angst!

Ein Konzert in einem beliebten Nachtclub endet für die Besucher in einem Albtraum, als ein Feueralarm ausgelöst wird. Der Notausgang ist blockiert – es kommt zu einer Massenpanik, bei der zahlreiche Menschen sterben. Kathryn Dance ermittelt und stößt auf Beweise, die infrage stellen, dass es sich bei den Geschehnissen um ein tragisches Unglück handelte. Ein psychopathischer Täter hat offenbar die Angst der Konzertbesucher ausgenutzt, um seine perversen Bedürfnisse zu befriedigen. Dance muss alles daransetzen, ihn unschädlich zu machen, denn sie ist sicher, dass er wieder zuschlagen wird …

Der Verlag über den Autor

Ein gelähmter Expolizist und seine Assistentin, eine Verhörspezialistin und ein Location Scout: Das sind einige der ungewöhnlichen Protagonisten, auf die man in den Thrillern Jeffrey Deavers treffen kann. Mit dem Ermittlerpaar Lincoln Rhyme, Forensikexperte, und Amelia Sachs, junge Polizistin, wurde der US-Amerikaner berühmt. Der Erfolg als Autor ermöglichte es Deaver, seinen Beruf als Rechtsanwalt aufzugeben und sich ganz aufs Schreiben zu konzentrieren. Seine Werke sind inzwischen in mehr als 25 Sprachen übersetzt und erscheinen in etwa 150 Ländern weltweit. Für seine Bücher erhielt er u. a. den „Steel Dagger“ der British Crime Writers‘ Association und den „Nero Wolfe Award“.

Meine Gedanken zum Buch

„Wahllos“ ist der 4. Teil der Reihe um die Kinesiologin Kathryn Dance, die auch in diesem Teil eine Menge an privaten und dienstlichen Problemen zu bewältigen hat, mehr vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben. Wie in allen seinen Thrillern hat Jeffery Deaver routiniert eine spannende Handlung mit einem interessanten, aktuellen Thema verknüpft. Den Spannungsbogen baut der Autor gewohnt zügig auf und fesselt mit diesem den Leser auch durchgehend ans Buch. Am Ende des Thrillers überschlagen sich dann die Ereignisse, es gibt unverhoffte Wendungen und als mitfiebernder Leser tappt man in die vom Autor ausgelegten Denkfallen. Die Thrillerreihe um Kathryn Dance stand in meiner Gunst immer hinter der um Lincoln Rhyme. Mit Wahllos hat die Dance-Reihe nun aufgeholt. Natürlich kann man diesen Band auch lesen und genießen, ohne die Vorgänger zu kennen. Aber für das Verständnis würde ich empfehlen, die Reihenfolge einzuhalten, weil sich dann die persönliche Entwicklung der Ermittlerin erst vollends erschließt.

„Wahllos“ ist ein, flüssig zu lesender und komplexer Thriller. Er ist ein wahrer Page-Turner, der mich überzeugt hat.

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Virginia Baily – Im ersten Licht des Morgens

Im ersten Licht des Morgens von Virginia Baily

Originaltitel: Early One Morning
Übersetzer: Christiane Burkhardt
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Diana Verlag
ISBN-13: 978-3453359130

Der Verlag über das Buch

Kraftvoll und berührend erzählt Virginia Baily von Liebe und Rettung, Schuld und Verantwortung vor der atmosphärischen Kulisse Roms

Bevor an einem Morgen im Jahr 1943 die Sonne aufgeht, tritt Chiara im besetzten Rom auf die Straße. Noch ahnt sie nicht, dass sie an diesem Tag einem kleinen Jungen das Leben retten wird. Doch als sie Daniele begegnet, verbinden sich ihre Schicksale unwiderruflich miteinander. Chiara nimmt ihn allen Widrigkeiten zum Trotz an wie einen Sohn. Aus Liebe tut sie fortan alles, um ihn zu schützen – und aus Liebe begeht sie nach Kriegsende einen folgenschweren Verrat …

Der Verlag über die Autorin

Virginia Baily studierte Italienisch, Französisch und Englisch und leitet eine Zeitschrift für Kurzgeschichten, die sie mitbegründete. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft Reisen nach Afrika und Italien. Im ersten Licht des Morgens schrieb sie während eines langen Aufenthalts in Rom. Der Roman wurde in England zum Bestseller und erscheint in zwölf Ländern. Heute lebt die Autorin im südenglischen Exeter.

Meine Gedanken zum Buch

„Im ersten Licht des Morgens“ war für mich ein sehr gelungener Auftakt meines Lesejahres. Die Autorin Virginia Baily erzählt von einer ganz besonderen Liebesgeschichte. Ihren Ursprung nimmt die im Jahr 1943 im besetzten Rom, als Chiara den kleinen Daniele vor der Deportation rettet. Dreißig Jahre später arbeitet sie als Übersetzerin und steht mitten im Leben, in dem Daniele keine Rolle mehr zu spielen scheint. Doch dann trifft sie die junge Maria…

Von Kapitel zu Kapitel wechselt die Autorin den Handlungsort und/oder die Zeit. Dadurch ist es manchmal etwas schwierig, z. B. nach einer längeren Lesepause, sich zu orientieren. Hilfreich sind dabei die Ort- und Zeitangaben am Kapitelbeginn.

Mit viel Empathie erzählt die Autorin Chiaras Geschichte. Dabei gleitet sie nie in zu viel Sentimentalität oder gar Gefühlsduselei ab. Alle Gefühle wirken echt und nachvollziehbar. Einzig mit dem Schluss habe ich gehadert. Die spannende Lebensgeschichte wurde ruhig und sehr angenehm erzählt. Diesen Erzählstil brach die Autorin am Ende und es wirkte auf den letzten Seiten etwas schnell erzählt.

Ich mochte diesen Roman recht gern, er hat mich berührt und nachdenklich gemacht.

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Stefan Maiwald – Der Spion des Dogen

Quelle: DtV

Quelle: DtV

Broschiert: 416 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN-13: 978-3423261241

Der Verlag über das Buch

Sein Name ist Venier, Davide Venier.
Venedig, 1570. Eine Intrige bringt Davide Venier, einen angesehenen Geschäftsmann, über Nacht um sein Vermögen und für zehn Jahre in die berüchtigten Bleikammern, das Staatsgefängnis der Serenissima. Dort lernt er den Osmanen Hasan kennen, der nicht nur sein Schachpartner wird, sondern ihm auch die Kunst der Selbstverteidigung und wertvolle Tricks für den rauen Alltag im Kerker beibringt. Davide erweist sich als gelehriger Schüler, woraufhin er ein unerwartetes Angebot erhält: Straferlass gegen Spionagedienste für den Dogen. Davide willigt ein, doch seine Mission könnte brisanter kaum sein: Das Osmanische Reich rüstet sich für einen Krieg gegen Venedig. Und: Ein gefährlicher Killer ist in der Stadt eingetroffen…

Der Verlag über den Autor

Stefan Maiwald, geboren 1971, ist mit einer Italienerin verheiratet, lebt mit seiner Familie in Italien und schreibt u. a. für ›GQ‹, ›Freundin‹, ›Merian‹, das ›SZ-Magazin‹ und das ›Golf Journal‹.

Mehr über Stefan Maiwald verrät seine Autorenwebsite.

Meine Gedanken zum Buch

Davide Vernier war in Venedig ein angesehener Mann. War, denn er fällt einer Intrige zum Opfer und wird zu 10 Jahren Haft in den Bleikammern verurteilt, zudem wird sein Vermögen eingezogen. Im Gefängnis lernt er Hasan kennen, der ihn das Schachspielen lehrt und ihn auch zum Überleben unter diesen widrigen Bedingungen befähigt. Nach einem Jahr wird Davide Vernier das Angebot unterbreitet, frei zu kommen, wenn er im Gegenzug für den Dogen spioniert.

„Der Spion des Dogen“ ist ein historischer Roman, der auch mit Abenteuer- und Krimielementen aufwartet. Seine Protagonisten agieren nicht nur vor historischer Kulisse, sie passen mit ihren Ansichten und Werten in die Handlungszeit, die der Autor in der sich langsam dem Ende zuneigenden italienischen Renaissance angesiedelt hat. Er vermittelt in seinem Roman ein sehr umfangreiches Zeit- und Sittenbild. Viele Details, oft nur wie nebenbei erwähnt, zeugen davon, wie intensiv sich der Autor mit dieser Epoche auseinandergesetzt hat. Dieses Wissen weiß er auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise an den Leser zu bringen. Stefan Maiwald erzählt über die berühmt-berüchtigten Bleikammern ebenso meisterlich wie über den im krassen Gegensatz dazu stehenden prächtigen Dogenpalast mit seinem farbenfrohen und quirligen Leben. Stark hat mich aber beeindruckt, wie er das Leben, der Menschen thematisiert, die sonst eher in den Hintergrund treten, den Arbeitern im Arsenal, den Ärmsten der Armen in ihrem kümmerlichen Dasein. Mein persönliches Highlight war jedoch das Auftreten des Renaissance-Malers Tintoretto in diesem Roman.

Lebendig, unterhaltsam und abwechslungsreich ist Stefan Maiwalds erster historischer Roman. Sehr gern bin ich Danile Vernier auf seinen Wegen über die Alpen und nach Barcelona gefolgt und auch auf seiner unfreiwilligen Reise nach Istanbul habe ich ihn gern begleitet. Dazu trugen sowohl der fein und facettenreich in Szene gesetzte Charakter des Protagonisten als auch die gewählte und bildhafte Sprache des Autors bei.

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Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens Band 1: Fleisch

Quelle: Stiftung Warentest

Herausgeber: Stiftung Warentest
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Stiftung Warentest
ISBN-13: 978-3868514261

 

Kurzbeschreibung vom Verlag

Wussten Sie, dass ein 1,5-Kilo-Braten nach 3 Stunden bei 120°C im Backofen perfekt wird? Und dass Pommes bei exakt 165 °C frittiert werden sollten? In „Perfektion – Die Wissenschaft des guten Kochens“ wird die Küche ins Labor verlegt mit dem Ziel, das perfekte Rezept für die beliebtesten Gerichte zu entwickeln. Auf wissenschaftlicher Basis basteln die Testköche und Lebensmittelchemiker aufwendige Experimente: Duzende Steaks werden auf unterschiedliche Weise zubereitet, Bratenstücke in Testreihen gegart, Hackfleisch in verschiedenen Varianten produziert. Es geht um Konduktion und Radiation, die Maillard-Reaktion, Aktin und Myosin und die Molekularstruktur von Fleisch. Auch für Laien wird so verständlich, wieso beispielsweise ein Hähnchen im eigenen Saft am besten schmort. Die Theorie wird zur alltagstauglichen Küchenpraxis. Und am Ende steht das bestmögliche Rezept für Ihre Küche. Band 1 widmet sich der perfekten Zubereitung von Fleisch – mit mehr als 150 Rezepten, vielen Fotos und Illustrationen sowie Einblicken in die beste Zubereitung von Fisch und Eiern.

Meine Meinung zum Buch

Kochen ist eine meiner Lieblingstätigkeiten im Haushalt – fast schon Hobby. Zahlreiche Kochbücher stehen in meinen Regalen und ich lasse mich immer gern inspirieren. Selten halte ich mich genau an die Vorgaben in den Rezepten, gern probiere ich selbst Dinge aus. Mit zunehmender Kocherfahrung weiß man dann auch. Was gelingen kann und was nicht. „Perfektion. Die Wissenschaft des guten Kochens“ nähert sich dem Kochen auf eine ganz andere Art und Weise. Es wird das Wie und Warum beschrieben. Man betrachtet das Thema aus wissenschaftlicher Sicht. So werden insgesamt 18 Konzepte vorgestellt, die die Bandbreite des Kochens weitgehend abdecken.

So wird zum Beispiel die Auswirkung der Temperatur auf den Geschmack behandelt. Hier fand ich insbesondere den Abschnitt über das Niedrigtemperaturgaren sehr interessant. Aber auch das Marinieren, Pökeln, Panieren, Würzen und das Kochen mit Alkohol wird ausgiebig abgehandelt.

Für gab in dem Buch viele Bestätigungen, aber auch ebenso viele neue Anregungen.

Neben der Vermittlung von umfangreichem Hintergrundwissen und einer Warenkunde gibt es neue und altbekannte Rezepte, die sich problemlos nachkochen lassen. Der fachkundliche Teil ist verständlich und logisch aufgebaut. So etwas habe ich schon seit langem gesucht.

Ich kann dieses Kochbuch, das für mich gleichzeitig ein Nachschlagewerk ist, nur empfehlen.

In dieser Perfekt-Reihe sind noch zwei weitere Bände erschienen: Band 2 widmet sich der Zubereitung von Gemüse und Band 3 dem Backen.

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Druckfrisch am 20. Oktober 2016

Am Sonntag, 20. Oktober 2016, gibt es wieder Druckfrisch(es) auf DasErste um 23.35 Uhr.

Laut Newsletter der Sendung sind die Themen:

* Andrea Wulf: „Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur“

* Raoul Schrott: „Erste Erde“

* Denis Schecks ganz persönliche Empfehlung: Donald Ray Pollock: „Die himmlische Tafel“ (LiebeskindVerlag)

* Denis Schecks Kommentar zu den Büchern auf der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste (diesmal Sachbuch)

druckfrisch

Quelle Foto und Information: Druckfrisch Newsletter DasErste.de

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