Jo Nesbø – Durst

Quelle: Ullstein Verlag

Originaltitel: Tørst
Übersetzer: Günther Frauenlob
Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: Ullstein Hardcover
ISBN-13: 978-3550081729

Der Verlag über den Roman

Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Osloer Polizei hat keine Spur. Der einzige Spezialist für Serientäter, Harry Hole, unterrichtet an der Polizeihochschule, weil er mehr Zeit für seine Frau Rakel und ihren Sohn Oleg haben möchte. Doch Holes alter Chef Mikael Bellmann kennt Olegs Vergangenheit und setzt Hole unter Druck. Der Kommissar gibt schließlich nach und arbeitet hochkonzentriert mit seinen Leuten an dem Fall. In einer Atmosphäre der Angst zögern viele Frauen, sich weiter über die App zu verabreden. Die schlimmsten Befürchtungen werden wahr, als tatsächlich eine weitere junge Frau verschwindet, ausgerechnet eine Kellnerin aus Holes Stammlokal. Und der Kommissar kann nicht länger die Augen davor verschließen, dass der Mörder für ihn kein Unbekannter ist.

Der Verlag über den Autor

Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Er gehört zu den renommiertesten und erfolgreichsten Krimiautoren weltweit. Die Hollywood-Verfilmung seines Romans Schneemann wird von Martin Scorsese produziert. Jo Nesbø lebt in Oslo.

Weitere Informationen: www.nesbo.de

Meine Gedanken zum Roman

Lange musste ich warten, um so gespannter war ich auf Harry Holes neuen Fall und da ich kein passionierter Serienleser bin, steht jedes Mal wieder die Frage im Raum, wird es Jo Nesbø auch mit diesem Kriminalroman schaffen, mich den nächsten ebenso sehnsüchtig erwarten zu lassen? Gleich vorab, auch mit „Durst“ hat mich der Autor wieder vollends überzeugt.

Harry Hole ist inzwischen als Dozent an der Polizeihochschule tätig, mit der Ermittlungsarbeit hat er nichts mehr zu tun. Seine Nachfolgerin ist Katherine Bratt. Sie hat es in „Durst“ mit einem Serienkiller zu tun, der seine weiblichen Opfer über eine Dating-App findet und sie dann im Blutrausch tötet. Auf massivstes Drängen Mikael Bellmanns steigt Harry in den Fall mit ein und erkennt bald, es wohl mit einem „alten Bekannten“ zu tun zu haben. Es ist schwierig genug, den vermeintlichen Täter aufzuspüren, denn dieser hat in den letzten Jahren sein Aussehen vollkommen verändert. Aber nach und nach drängt sich den Ermittlern die Frage auf, handelt der Täter allein?

Wie alle Krimis der Harry Hole-Reihe ist auch dieser sehr geschickt konstruiert. Der Leser wird ohne großes Vorspiel in die Handlung geworfen, die Spannung ist vom ersten Kapitel an greifbar und lässt auch nur nach, um den Leser danach verstärkt zu packen. Dazu liest sich „Durst“ sehr flüssig. Das liegt insbesondere an der Dichte der Handlung. Denn neben der eigentlichen Krimihandlung fürchtet man immer ein wenig mit Harry, er könnte wieder von seinem alten Laster Alkohol besiegt werden. Einen guten Freund möchte man ja nicht verlieren. Er soll ja auch noch in weiteren Fällen zum Einsatz kommen. Darin liegt auch die eigentliche Stärke des Autors, mit Harry Hole hat er einen Protagonisten erschaffen, der sich besonders durch seine Ecken und Kanten auszeichnet und genau deshalb so interessant wird und im Gedächtnis bleibt. Er ist eben nicht der Typ mit dem geradlinigen Lebenslauf. So verfolge ich auch mit viel Interesse die privaten Geschichten um Harry, um seine Frau Rakel und deren Sohn Oleg.

Ein Serienmörder, der seine Opfer auf blutigste Art und Weise umbringt, ein Ermittler mit viel Charisma und eine gute Spannungsführung mit überraschenden Wendungen, das sind die Zutaten, die diesen Kriminalroman so lesenswert machen.

Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, diesen 11. Roman der Reihe als einzelnen Krimi zu lesen. Jo Nesbø bringt zwar immer wieder kurze Einwürfe zu Harry Holes Vergangenheit und zu früheren Fällen, richtig rund wird die Geschichte für mich jedoch erst durch Kenntnis der Vorgängerromane.

„Durst“ bereitete mir sehr unterhaltsame und spannende Lesestunden. Wie immer bei diesem Autor kann ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung für die Liebhaber dieses Genres geben.

Mehr zu Harry Hole: http://www.nesbo.de/harry-hole

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Eine Burg aus Sand gebaut

Bevor der große Regen einsetzen konnte, habe ich mich aufgemacht, die Weltrekordsandburg im Landschaftspark Nord in Duisburg noch einmal zu besichtigen. Schon während der Entstehungsphase war ich neugierige Beobachterin. Mit vielen anderen Duisburgern habe ich mitgefiebert, ob der Rekordversuch in diesem Jahr – nach dem missglückten Versuch in 2016 – gelingen würde. Und hier steht sie nun, die mit 16,68 m Höhe derzeit höchste Sandburg der Welt. Ich bin begeistert von der Vielzahl der Details, die die Sandschnitzer in den Kies gearbeitet haben. Der Schiefe Turm von Pisa, das Kolosseum in Rom, die Pyramiden und die Sphinx, das spanische Tanzpaar, das Menschlein mit Koffer vor der geöffneten Tür oder ganz versteckt an der Spitze ein Bergsteiger – das sind nur einige der liebevoll gestalteten Feinheiten, die auf der Sandburg zu finden sind.

Wer die kleine Weltreise in Sand noch besichtigen möchte, hat noch bis zum 24. September 2017 dazu Gelegenheit.

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Druckfrisch

Am Sonntag, 03. September 2017, gibt es wieder Druckfrisch(es) auf DasErste um 23.40 Uhr.

Laut „DasErste“ sind dies die Themen:

* Salman Rushdie: Golden House

* Jürgen Neffe: Marx. Der Unvollendete

* Denis Schecks ganz persönliche Empfehlung: Richard Ford: „Zwischen ihnen“

* Denis Schecks Kommentar zu den Büchern auf der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste (diesmal Belletristik)

Quelle Foto und Information: Druckfrisch DasErste.de

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Abgebrochen: Tess Gerritsen – Der Anruf kam nach Mitternacht

Quelle: HarperCollins

Originaltitel: Call after Midnight
Übersetzerin: Ivonne Senn
Broschiert: 304 Seiten
Verlag: HarperCollins
ISBN-13: 978-3959671095

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Nichts Gutes passiert nach Mitternacht …

Nacht in einem Haus in Washington, D.C. Das Telefon klingelt. Als Sarah Fontaine kurz darauf das Gespräch beendet, ist ihre Welt eine andere: Man hat ihr gerade mitgeteilt, dass ihr Mann Geoffrey bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. In Berlin. Dabei sollte er doch auf Geschäftsreise in London sein! Zusammen mit dem Botschaftsmitarbeiter Nick O`Hara macht Sarah sich vor Ort auf die Suche nach Antworten. Was sie findet ist ein perfider Racheplan …

Über die Autorin (Quelle: Wikipedia)

Tess Gerritsen (* 12. Juni 1953 in San Diego, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Ihren internationalen Durchbruch erreichte sie 1996 mit dem Thriller Kalte Herzen. Die Fernsehserie Rizzoli & Isles auf TNT beziehungsweise VOX basiert auf der Reihe Maura Isles & Jane Rizzoli von Gerritsen.

Meine Meinung zum Buch

„Der Anruf kam nach Mitternacht“ ist der Debütroman von Tess Gerritsen. Er erschien erstmalig im Jahr 1987. Als ich mir diesen Thriller aussuchte, war ich mir darüber nicht im Klaren. Umso größer war meine Enttäuschung. Denn durch die Reihe Maura Isles & Jane Rizzoli war ich, was die Spannung anbetrifft verwöhnt. Dieser plätschert so dahin und gehört eher ins Romantik-Genre, eines, das ich eigentlich nie lese. So war mir dieser Thriller zu süßlich und lieblich und deshalb habe ich ihn nicht beendet. Dessen ungeachtet freue ich mich auf weitere aktuelle Thriller der Autorin.

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Martina Sahler – Die Stadt des Zaren

Quelle: Ullstein.de

Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: List Hardcover
ISBN-13: 978-3471351543

Der Verlag über das Buch

Der große Roman über die Gründung von Sankt Petersburg

Zar Peter setzt im Mai 1703 an der Newa den ersten Spatenstich. Er will eine Stadt nach westlichem Vorbild bauen: Sankt Petersburg. Ein monumentales Vorhaben, das Aufstiegschancen und Abenteuer verheißt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen die Menschen an: Graf Fjodor mit seiner intriganten Frau und ihrer Tochter, die sich nach dem Wunsch der Eltern mit dem Zaren verloben soll. Ein italienischer Architekt, der seine Geliebte in Florenz zurücklässt und von der Vergangenheit eingeholt wird. Der deutsche Arzt Dr. Albrecht mit seinen Töchtern. Während die Jüngere mit einem holländischen Tischlergesellen abenteuerlustig durch die Sumpflandschaft streift, verliert die Ältere ihr Herz an einen Mann, der zum Mörder wird. Langsam wächst eine Stadt heran …

Der Roman einer Stadt, eine lebendige Geschichtsstunde über Aufbruch und Abenteuer.

Der Verlag über die Autorin

Martina Sahler erfüllt sich mit diesem Roman den persönlichen Traum, die Gründungsgeschichte ihrer Lieblingsstadt Sankt Petersburg zu erzählen. Mit ihren bisherigen historischen Serien hat sie viele begeisterte Leser gewonnen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. http://www.martinasahler.de

Meine Gedanken zum Buch

Zar Peter I. Ist westlich orientiert und so soll auch die Stadt, die seinen Namen tragen wird, das Tor zum Westen werden. Die Rückständigkeit seines Landes hat er während seiner Auslandsaufenthalte klar erkannt und St. Pieterburch soll glanzvoll aus einem sumpfigen Gebiet am Ufer der Newa erbaut werden. Seinen Plan setzt er durch, mit ganzer Kraft und allen Mitteln. Seine besten Leute und unzählige Leibeigene holt er an die Newa zur Verwirklichung seiner Vision.

Neben der umfangreichen Entstehungsgeschichte gibt es auch zahlreiche menschliche Schicksale, diese schafften es jedoch nie wirklich in den Mittelpunkt der Handlung zu gelangen. Beschreibungen des Aufbaus waren im Kern des Buches. So überwog auch der erzählerisch-beschreibende Teil im Vergleich zur personellen Handlung. Was auch zur Folge hatte, dass die Charakterisierung der Protagonisten nicht so facettenreich war, als ich es von ihren beiden anderen „Russlandromanen“ kannte.

Der Roman über den Aufbau von St. Petersburg, in dem es nebenbei auch um Intrigen, Liebe und Krieg ging, war sehr flüssig geschrieben und wies keine Längen auf. Ich habe ihn mit sehr viel Interesse gelesen. Das Buch brachte mir unterhaltsame Lesestunden und viele neue Informationen über die Entstehungsgeschichte von St. Petersburg. Martina Sahler hat mich wieder überzeugt.

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Upton Sinclair – Boston

Originaltitel: Boston
Übersetzer: Viola Siegemund
Gebundene Ausgabe: 1040 Seiten
Verlag: Manesse Verlag
ISBN-13: 978-3717523802

Der Verlag über das Buch

Das große US-Epos um Klassenjustiz und staatliche Willkür jetzt in deutscher Neuübersetzung

Vom Tellerwäscher zum Märtyrer – die Namen Sacco und Vanzetti stehen für den Wirklichkeit gewordenen amerikanischen Alptraum. Ihr Schicksal erschütterte Millionen Menschen weltweit in ihrem Glauben an Recht und Ordnung. Upton Sinclair, engagierter Romancier und Gesellschaftskritiker, inszenierte die realen Geschehnisse der Zwanzigerjahre als fesselndes literarisches Epochendrama.

Glamour, Jazz und endlose Partys: Das waren die Roaring Twenties. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit – Upton Sinclair zeigt uns die ganze. Denn während die Happy Few feierten, wurden die Massen mittels brutaler Klassenjustiz niedergehalten. Am Beispiel der einflussreichen Ostküsten-Sippe Thornwell zeigt «Boston», wie das System staatlich sanktionierter Korruption funktionierte. Als Kulminationspunkt dient der Schauprozess gegen die zwei bekanntesten Justizopfer der amerikanischen Geschichte, Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1927 wegen Mordes hingerichtet wurden. In diesem ergreifenden Buch geht es um die moralische Glaubwürdigkeit offizieller Repräsentanten und Institutionen, um Menschenliebe und Bürgerpflicht, um Gerechtigkeit und den Mut zur Wahrheit.

Der Verlag über den Autor

Upton Sinclair (1878–1968), in einfachsten Verhältnissen aufgewachsen, hatte sich mit seinem Erstling The Jungle als „mudraker“ einen Namen gemacht: als Autor, der mit seinen Werken Dreck aufwühlt. Diesem Ruf blieb er treu. Für seine investigativ-journalistischen Recherchen zu Boston befragte er neben Ermittlern und Gewährsleuten auch Vanzetti in der Todeszelle.

Meine Gedanken zum Buch

Schon „Der Dschungel“ und auch „Öl“ haben mich sehr beeindruckt. Diesen Erwartungen hielt „Boston“ auch problemlos stand.

Im Stil eines Reportageromans beleuchtet Sinclair das Szenario. Er kombiniert historisch verbürgte Fakten und Fiktion und hat damit ein monumentales Zeitbild geschaffen, das zudem von erschreckender Aktualität ist.

Mit dem fiktiven Charakter der Cornelia Thornwell, die ihr Leben in der Upperclass Boston gelebt hatte, hat Upton Sinclair das Bindeglied zwischen Realität und Fiktion geschaffen. Nachdem Tod ihres Mann, will sie selbstbestimmt leben und nimmt eine harte Arbeit in einer Seilfabrik an. Bei der Suche nach einer Unterkunft und Verpflegung trifft sie auf den italienischen Einwanderer Vanzetti und freundet sich mit ihm an. Sehr bildhaft werden die elenden Arbeits- und Lebensbedingungen geschildert. Cornelia werden schnell die großen Diskrepanzen zu ihrem früheren Leben mehr als bewusst, so wird sie nach und nach immer zugänglicher für Vanzettis Argumente für einen gesellschaftlichen Wandel.

Aber die Geschichte entwickelt sich nicht positiv. Vanzetti und sein Freund Sacco werden beschuldigt, an einem Raubmord beteiligt gewesen zu sein. Das Gerichtsverfahren ist Kern des Romans. In diesem geht es um nicht glaubwürdigen Zeugen, einen voreingenommenen Richter und einer ebensolchen Jury. Dieser Teil der Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit. Der Sacco-Vanzetti-Prozess war wohl einer der am meisten Staub aufwirbelnden Prozesse in den USA im frühen letzten Jahrhunderts. Obwohl es auch entlastende Aussagen gab, wurden die beiden italienischen Einwanderer der Beteiligung an einem doppelten Raubmord angeklagt und 1921 in einem umstrittenen Prozess schuldig gesprochen.

In einer beeindruckend einfachen Sprache wird diese Geschichte auf über 1000 Seiten erzählt. Obwohl man den Ausgang kennt, kommt zu keinen Längen. Nicht weniger bemerkenswert ist die Übersetzung durch Viola Siegemund. Besonders die italienisch akzentuierten Dialoge der beiden Protagonisten wirken erstaunlich überzeugend.

„Boston“ ist ein Roman, der von einem sehr zweifelhaften Prozess berichtet, der staatliche Willkür und Rechtsbeugung aufzeigt und von erschreckender Aktualität ist. Dieser Roman ist aber auch ein Dokument der aufkeimenden Arbeiterbewegung und ein Gesellschaftsroman.

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Jeffrey Archer – Die Wege der Macht

Die Wege der Macht von Jeffrey Archer
Quelle: Heyne Verlag

Clifton Saga Teil 5
Originaltitel: Mightier Than The Sword
Übersetzer: Martin Ruf
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN-13: 978-3453419926

Der Verlag über das Buch

Die Wege der Familien Clifton und Barrington sind gezeichnet von Glück und Leid, von Machtspielen und Schicksalsschlägen. Während sich sein Jugendfreund Giles in eine Frau mit dunkler Vergangenheit verliebt, reist Harry Clifton nach Sibirien. Harry will dem dort inhaftierten Schriftsteller Babakow helfen – und bringt sich damit in große Gefahr. Auch für seine Frau Emma, die der Barrington-Gesellschaft vorsteht, schlägt eine schwere Stunde …

Der Verlag über den Autor

Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches Familienepos »Die Clifton-Saga« stürmt auch die deutschen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheiratet, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.

Meine Gedanken um Buch

Wie alle zuvor erschienenen Teile endete der 4. Teil auch mit einem Cliffhanger, der mich dem neuen Band der Clifton Saga entgegenfiebern ließ. Der 5. Teil setzte auch, wie erwartet, ohne Zeitsprung ein.

Eigentlich gibt es ja in diesem Buch nicht wirklich neue Konstellationen. Es geht um die Erhaltung von Macht, Ansehen und Wohlstand, irgendwie scheint alles immer ein gutes Ende zu nehmen, bis dann ja wieder dieser wohl unvermeidliche und auch schon erwartete Cliffhanger am Ende kommt. Das sind alle Zutaten für eine Seifenoper. Gegen diese war ich sowohl im TV als auch in Buchform bislang ziemlich immun. Aber Jeffrey Archer schafft es mit seinem Schreibstil, mich sozusagen bei der Stange zu halten. Ich will einfach wissen, wie es den Protagonisten weiterhin ergeht und welche Prüfungen der Autor für sie bereithält. In diesem Teil kann der Leser Harry und Co. Über 7 Jahre hinweg begleiten. Herausragend ist wohl Harrys Engagement für den sowjetischen Autor Babakow, das Harry selbst in Gefahr bringt. Auch Emma muss einmal mehr kämpfen und Giles … aber das sollte jeder selbst lesen.

Obwohl Archer auch mit diesem Teil seinem erprobten Erfolgsrezept treu bleibt und spannende mit ruhigeren Erzählpassagen wechseln lässt, freue ich mich schon jetzt auf den 6. Teil über die Geschichte der Cliftons und der Barringtons.

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