Jana Frey – Höhenflug abwärts. Ein Mädchen nimmt Drogen

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Marie lebt das Leben einer ganz normalen 14-Jährigen. Sie erlebt in den Sommerferien ein erstes Verliebtsein in Leon, den sie schon seit frühester Kindheit kennt und der sie in den Ferien zum ersten Mal geküsst hat. Als das neue Schuljahr beginnt, kommt eine neue Schülerin in die Klasse der beiden, Friederike. Leon verliebt sich in die Neue. Für Marie bricht eine Welt zusammen. In dieser Situation lernt sie ältere Schüler ihrer Schule näher kennen, sie geht zu deren Parties, dort gehören Alkohol, Zigaretten, Joints, Ecstasy und LSD dazu, nur von Heroin hält sich die Clique fern.

Jana Frey beschreibt auf eindrucksvolle Weise die Entwicklung von Marie. Feinfühlig schildert sie die Gefühlswelt des Mädchens. Der Leser bekommt eine sehr realistische Vorstellung von dem Loch, in das Marie gefallen ist. Der Leser erfährt aber auch von den Hochgefühlen, die Marie nach dem Drogenkonsum durchlebt. Diese werden von der Autorin so bildhaft geschildert, dass eine gewisse Neugier bei den jugendlichen Lesern geweckt werden könnte. Zu normal ist die Einnahme von Pillen, der Konsum von LSD und der Genuss von Alkohol.

Für Jugendliche würde ich dieses Buch nur bedingt empfehlen. Parallel zu der Lektüre sollten von Erwachsenen intensive Gespräche zur Drogenproblematik geführt werden. Dieses Buch klärt meines Erachtens nicht ausreichend über die Folgen der Drogeneinnahme auf. Auch diesem Buch von Jana Frey ist eine Liste nützlicher Ansprechpartner zu finden.

Ich bewerte dieses Buch mit nur 2,5 von 5 Sternen, das hat ausschließlich damit zu tun, dass die Gefährlichkeit von Drogen nicht ausreichend herausgearbeitet wurde. Sprachlich und stilistisch hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag:
Loewe Verlag
ISBN-10:
3785556241
ISBN-13:
978-3785556245
Gelesen:
April 2007

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5 Antworten zu Jana Frey – Höhenflug abwärts. Ein Mädchen nimmt Drogen

  1. Meine Erinnerung an das Buch sieht eher so aus, dass die Autorin sogar auf die Gefahr eines Rückfalls nach einer Therapie hinweist. Bei der Lektüre müsste schon jedem klar werden, wie gefährlich Drogen sein können.

    • Karthause schreibt:

      Mit diesem Buch werde ich mich in diesem Jahr noch einmal beschäftigen. Das war auch eines der ersten Bücher, zu denen ich zaghaft meine Meinung verfasste. Allzu gut ist mir das Buch momentan auch nicht mehr in Erinnerung.

      • Dann sieh mal meine Rezension dazu an. Vielleicht kommt dir dann wieder einiges in Erinnerung.

      • Karthause schreibt:

        Deine Rezension gefällt mir sehr gut. Wir sind aber gedanklich gar nicht so weit auseinander. Ich sehe es ja auch als gutes Buch an. Allerdings war ich der Meinung, dass mit Jugendlichen, die dieses Buch lesen, auch unbedingt noch das Gespräch von den Eltern, Lehrern oder anderen Vertrauenspersonen gesucht werden sollte. Es kann lediglich ein Teil einer Drogenaufklärung sein. Ich werde, wie ich schon schrieb, „Höhenflug abwärts“ in diesen Jahr noch einmal lesen und auch eine aktuelle Rezension dazu erstellen.

      • Das siehst du auch genau richtig, dass nämlich mit den Jugendlichen auch über das Thema gesprochen werden sollte. Wir sehen an den Suchanfragen, die immer gehäuft sind, wenn dieses Buch wieder einmal Thema in einer Schulklasse ist. Und das ist auch gut so.

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