Andreas Eschbach – Das Jesus Video

Der junge Amerikaner Stephen Foxx stößt bei Ausgrabungen in Israel auf einen sensationellen Fund. In einem 2.000 Jahre alten Grab liegt die Bedienungsanleitung einer Videokamera, die frühestens in drei Jahren auf den Markt kommen wird. Der Geldgeber der Ausgrabung, der schwerreiche Medienmagnat John Kaun, reist persönlich an, um die Nachricht als erster senden zu können. Verschiedene Theorien, wie die dieses Papier in das Grab gekommen sein könnte, werden diskutiert und wieder verworfen. Die zentrale Frage aber ist, gibt es ein Video, das Jesus zeigt und wenn ja, wo ist es?

In der Regel sind Zeitreiseromane so das Letzte wozu ich greifen würde. Aber auf wiederholtes Drängen meines Sohnes und weil es eben ein Eschbach ist, habe ich dieses Buch gelesen. Gleich vorweg, ich habe es nicht bereut.

In gewohnter Manier hat Andreas Eschbach seinen Roman „Das Jesus Video“ geschrieben. Leicht zu lesen, informativ, spannend, unterhaltsam, packend. Von der ersten Seite an war ich in die Geschichte involviert. Steven Foxx, war mir sofort, trotz seiner anfänglich fast grenzenlosen Naivität, oder vielleicht genau deshalb, ein recht sympathischer Held, mit dem ich gut mitfiebern konnte. Aber mit der Zeit öffneten sich auch seine Augen, für das Spiel, das hinter den Kulissen der Ausgrabung gespielt wurde. Den Charakteren fehlte ein wenig der Tiefgang, das wurde aber durch die rasante Handlung wettgemacht.

Der Spannungsbogen wurde bis zum Schluss gehalten, denn das Buch endete zu meiner Überraschung und Freude anders als der mir bereits bekannte Film und vor allem, es endete nicht vorhersehbar.

Auch in diesem Buch zeigt Eschbach wieder, dass er nicht nur ein hervorragender Dramaturg ist, er besticht auch wieder durch eine brillante Recherche. Dies stellt er immer wieder durch die in die Handlung gut integrierten Sach- und Fachdialoge unter Beweis, die für meinen Geschmack allerdings in diesem Buch, besonders zu Beginn, etwas zu umfangreich waren.

Ich wurde von diesem Buch wirklich sehr positiv überrascht, alle meine Vorurteile, die aus dem recht mittelmäßigen Film resultierten, sind abgebaut. Nun werde ich mich in absehbarer Zeit auch mit den Science-Fiction-Romanen von Andreas Eschbach befassen. Das ist als Genre für mich ein fast unbekanntes Gebiet, eine richtige Herausforderung. Aber wenn ein Autor mein Interesse an dieser Literaturrichtung wecken kann, dann Andreas Eschbach.

 

Gebundene Ausgabe: 590 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN-13: 978-3426632390

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