Jodi Picoult – Bis ans Ende aller Tage

Emily Gold und Chris Hart kennen sich seit ihrer Geburt. Ihre Eltern sind beste Freunde und Nachbarn. So sind auch beide Seiten erfreut, als sich die enge Freundschaft zwischen den Emily und Chris in eine junge Liebe verwandelt. Sie sind unzertrennlich, teilen alles miteinander, Freude und Sorgen. Doch dann kommt der Tag, an dem für beide Familien die Welt aus den Angeln gehoben wird und Unvorstellbares geschieht. An der Frage Selbstmord, missglückter Doppelselbstmord oder Mord zerbricht die Freundschaft der Eltern. Das alles Bestimmende werden das Wie und das Warum.

 

Bis ans Ende aller Tage“ ist der erste Roman, den ich von Jodi Picoult gelesen habe, deshalb kann ich nicht sagen, ob er typisch für die Autorin ist oder nicht. Mir hat er sehr gut gefallen. Binnen kürzester Zeit war ich in die Geschichte eingetaucht. Gleich zu Beginn des Buches wird der Tod von Emily offenbart und bis zum Ende bleibt der Spannungsbogen erhalten. Viele Gedanken wurden nur angerissen, andere bis zu Ende gedacht, Das Geschehen wurde aus verschiedenen Blickwinkeln heraus betrachtet. Das Handeln der einzelnen Personen wurde so beschrieben, dass jedes Tun nachvollziehbar war. Die Autorin beleuchtet jeden einzelnen Charakter und ergründet ihn. Das hat mir sehr gut gefallen. Die beiden Familien sind bis zum Tod von Emily ganz normale amerikanische Familien, mit einem ganz normalen Alltag und ganz normalen Problemen. Dieses Leben wird von Jodi Picoult gekonnt beschrieben, aber so dass durch diese Normalität keine Langeweile aufkommt.

 

Jodi Picoult schreibt in einem sehr schönen, warmen Stil, der wirkliche Lesefreude aufkommen lässt. So verschlang ich dieses Buch in kürzester Zeit. Es hat mich emotional sehr berührt. Trotzdem möchte ich ihm nur 4 von 5 Sternen geben. Denn nach der Lektüre blieben für mich mehrere Fragen offen. Da diese ungeklärten Sachverhalte im Buch jedoch eine nicht unerhebliche Bedeutung hatten, fühle ich mich jetzt genötigt zu spekulieren und das empfinde ich in diesem Fall als unbefriedigend.

 

Broschiert: 640 Seiten
Verlag: Piper
ISBN-13: 978-3492248303

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2008, Belletristik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s