Helen Dunmore – Der Duft des Schnees

Klappentext

Niemand weiß es, nur wir zwei.

Was zwischen Catherine und Robert geschieht, ist ein Geheimnis. Es ist ihr größtes Glück, aber es birgt eine unkontrollierbare Gefahr. Niemand weiß es nur sie beide. Und doch ist da immer jenes unausgesprochene „noch nicht“, das ihnen angst macht. Denn eines Tages könnte es ans Licht kommen…

Bruder und Schwester, aufgewachsen in einer Welt der Kälte und des Schweigens, bei ihrem Großvater, der in ihnen nur die Schatten der Vergangenheit sieht, die Schatten einer schändlich zerbrochenen Familie. So klammern sich die Kinder aneinander und entwickeln, als sie heranwachsen, Gefühle, die über die Liebe zwischen Geschwistern hinausgehen. Dabei wissen sie, dass das, was ihnen alles bedeutet, ihnen nur Unglück bringen kann…

„Ein wunderbarer Roman über verbotene Leidenschaften und die unvorstellbaren Folgen einer Liebe gegen jede Vernunft.“ (Daily Mail)

„Eine fesselnde Geschichte und so einfühlsam geschrieben, dass sie sich liest wie Musik – Musik für die Augen.“ (Sunday Times)

Meine Meinung

Cathy und Rob wachsen bei ihrem Großvater auf. Die Mutter hat die Familie schon vor Jahren verlassen. Der Vater ist in einer Nervenheilanstalt und stirbt dort. So wachsen die Geschwister einer kalten und lieblosen Welt auf. Das Leben ist trist. Sie haben nichts und niemanden, mit dem sie ihre Gefühle teilen können. Nur die Angestellte Kate bringt ihnen Zuneigung entgegen. So haben sie einander schon immer sehr nahe gestanden. Auf ihrer Suche nach Wärme, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Liebe verlassen sie das Terrain des Erlaubten.

Der Duft des Schnees“ ist eine Liebesgeschichte, eine ganz besondere Liebesgeschichte. Besonders nicht nur, weil sie die verbotene Liebe zwischen Geschwistern thematisiert, sondern weil sie in einem Stil geschrieben ist, sehr einfühlsam ist. Dabei ist sie weit davon entfernt, eine simple Herz-Schmerz-Story zu sein. Der Roman wirkt nicht konstruiert, alles erscheint sehr lebensnah und real. Die Charaktere der Protagonisten hat die Autorin zu wirklichem Leben erweckt. Der Leser kann den Hoffnungen und Ängsten der Geschwister kaum entgehen, man fühlt mit und kann vor allem verstehen.

Als sehr angenehm empfand ich, dass Helen Dunmore diesen Roman wertungsfrei schrieb. Es kommt zwar zum Ausdruck, dass die beiden wissen, dass ihr Tun verboten ist, aber nie ist der erhobene Zeigefinger der Autorin spürbar.

Helen Dunmore lässt diese Geschichte von Catherine erzählen und diese berichtet, neben der Liebesgeschichte, nüchtern und unsentimental von den Zuständen auf dem Hof, der Sehnsucht nach der Mutter, der Einsamkeit.

Mein Fazit: Helen Dunmores „Der Duft des Schnees“ ist aufgrund der Handlung und des ruhigen, harmonischen Erzählstils eine der besten Liebesgeschichten, die ich je las. Ich wünsche diesem Buch viele, viele Leser.

Taschenbuch: 408 Seiten * Verlag: Lübbe * ISBN-13: 978-3404152063

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