Buch der Woche (18. KW)

Der mdr figaro stellte in dieser Woche ein Buch, das ich schon seit seinem Erscheinen im Februar auf dem Wunschzettel habe, als Buch der Woche vor: Der Omega Punkt von Don DeLillo

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Erscheint weltweit gleichzeitig: der neue Roman von Don DeLillo, dem „aufregendsten Schriftsteller seiner Generation“ (Die Zeit). Ein junger Filmemacher sucht einen ehemaligen geheimen Kriegsberater der amerikanischen Regierung in dessen Haus irgendwo in der kalifornischen Wüste auf. Er hofft, ihn für eine Dokumentation gewinnen zu können. Als die Tochter des älteren Mannes auftaucht, nimmt die Geschichte einen verhängnisvollen Lauf.

Im MoMa in New York betrachtet ein Mann eine Installation: Hitchcocks „Psycho“, verlangsamt auf eine Spielzeit von 24 Stunden. Und er betrachtet zwei Männer, einen älteren, einen jüngeren, die sich die Installation anschauen. Schnitt.

Mitten in der Wüste, „südlich von Nirgendwo“, lebt der dreiundsiebzigjährige Richard Elster in einem einsam gelegenen Haus. Hierher hat er sich zurückgezogen, um über Raum und Zeit nachzudenken. Elster, ein Gelehrter, der sich jahrelang mit dem Thema Auslöschung in all seinen Varianten beschäftigt hat, diente der amerikanischen Regierung während des Irakkriegs zwei Jahre lang als geheimer Berater, er sollte ihre Kriegshandlungen mit einem intellektuellen Referenzrahmen versehen. Als seine Dienste nicht mehr gebraucht werden, zieht er sich in die Wüste zurück.

Dort besucht ihn Jim Finley, ein junger Filmemacher, der Elster von seinem Filmprojekt überzeugen möchte: eine Dokumentation ganz ohne Schnitt, nur eine einzige Einstellung: ein Mann – Elster – vor einer Wand. Keine Fragen aus dem Off, keine Regieanweisung. Zwölf Tage schon diskutieren die beiden Männer, als Elsters Tochter Jessie auftaucht, eine junge Frau aus New York, die die Dynamik der ganzen Geschichte grundlegend verändert. Etwas Unfassbares geschieht, und alles Gesagte wird in Frage gestellt.

„Der Omega-Punkt“ ist ein tief verstörendes, brillantes Werk über Verlust und Verschwinden von einem der größten Schriftsteller der Gegenwart.

Die deutsche Übersetzung erscheint zeitgleich mit der amerikanischen Originalausgabe.

Über den Autor

Don DeLillo, 1936 in New York als Sohn italienischer Einwanderer geboren, hat ein umfangreiches erzählerisches Werk vorgelegt. Für den Roman „Weißes Rauschen“ erhielt er den National Book Award, „Sieben Sekunden“ über Kennedys Ermordung wurde in den USA breit diskutiert und „Mao II“ mit dem Pen/Faulkner Award ausgezeichnet. Mit seinem monumentalen Romanepos „Unterwelt“, das weltweit als literarisches Ereignis gefeiert wurde, hat sich Don DeLillo in die erste Reihe der amerikanischen Gegenwartsautoren geschrieben. „Unterwelt“ stand monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde als eines der wichtigsten Bücher des ausgehenden Jahrhunderts gerühmt. 2008 erhielt er den „Premio Grinzane Cavour Premio Internazionale – Una vita per la letteratura“.

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Eine Antwort zu Buch der Woche (18. KW)

  1. Sylvia schreibt:

    Das klingt wieder sehr interessant, liebe Heike! Wenn mir nach mehr als nach 0-8-15-Literatur zumute ist, werde ich bei Dir immer fündig.
    Liebe Grüße, Sylvia

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