Sabine Weigand – Die Markgräfin

Die Markgräfin
Sabine Weigand
Broschiert: 480 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.)
ISBN-13: 978-3596159352

Als im Fränkischen Kulmbach bei Bauarbeiten den ca. 400 Jahre alte Leichnam eines Säuglings entdeckt wird, beginnen die örtlichen Hobbyhistoriker mit ihren Nachforschungen. Langsam forschen sie sich durch die Geschichte der Burg, bis sie auf Barbara von Ansbach stoßen. Die Markgräfin wurde 1495 als Tochter des Markgrafen Friedrich des Älteren von Brandenburg-Ansbach und Bayreuth geboren. Noch im Kindesalter wird sie mit dem alten Herzog von Groß Glogau verheiratet. Schon zwei Jahre später stirbt der Herzog und Barbara kehrt zu ihrer Familie zurück. Daraufhin wird per procurationem die Ehe mit dem König von Böhmen arrangiert, die jedoch nie vollzogen wird. 5 lange Jahre wartet Barbara ab, bevor sie um Auflösung dieser Ehe ersucht. Daraufhin wird sie von ihren Brüdern auf der Plassenburg gefangen gehalten.

Sabine Weigand verknüpft in ihrem Roman einen Handlungsstrang aus der Gegenwart mit dem, der sich mit dem Leben der Barbara von Ansbach befasst. Geschickt hat sie beide miteinander verwoben. Denn erst durch die in unserer Zeit vorgenommen Untersuchungen und Forschungen der drei Freizeithistoriker, die man nicht immer richtig ernst nehmen konnte, kommt eine gewisse Spannung in die Geschichte. Es zog sich etwas, ehe ich mit „Die Markgräfin“ warm wurde und zum Highlight hat sich das Buch bis zum Ende hin nicht entwickelt. Dafür besticht es durch exakte Beschreibungen von Lebensstil und Brauchtum des ausgehenden Mittelalter. Leider geht dies zu lasten der agierenden Personen, die mir die gesamte Zeit über fremd und farblos erschienen.

Mein Fazit: „Die Markgräfin“ war das Debüt von Sabine Weigand. Auch wenn es von mir noch die eine oder andere Kritik gibt, ist es ein durchaus lesenswerter historischer Roman.

 

Über den Autor (Quelle: Amazon.de)

Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist Historikerin und arbeitet als Ausstellungsplanerin im Museum von Schwabach. Die Spur der Markgräfin entdeckte sie bei ihren Forschungen zur Geschichte der Plassenburg bei Kulmbach, einer der größten Festungsanlagen Nordeuropas – dem Schauplatz ihres Romans.. „Die Markgräfin“ ist ihr erster Roman.

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