Lisa Moos – Das erste Mal und immer wieder

Das erste Mal und immer wieder
Lisa Moos
Broschiert: 320 Seiten
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN-13: 978-3896029591

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)
In diesem Buch erzählt Lisa Moos intim, offen und detailliert über ihre Erfahrungen als Prostituierte: Leidenschaft, Hemmungslosigkeit, Schattenseiten und sexuelle Obsessionen – und warum sie die Hoffnung auf „die große Liebe“ niemals aufgegeben hat. „In meinem Leben habe ich circa sechstausendmal sexuelle Handlungen jeder Art mit Männern vorgenommen. Fünfmal wurde mir Gewalt angetan, davon zweimal in meiner eigenen Familie.“ Bereits in ihrer Kindheit muss Lisa Moos die Vergewaltigung durch den Großvater und die Schläge des Stiefvaters erleiden. Die Erfahrungen von Gewalt, Sex und männlicher Dominanz bestimmen schon früh ihr Leben.
Mit 16 wird Lisa schwanger und braucht Geld für eine Abtreibung. Ohne Schulabschluss und Berufsausbildung bieten sich ihr kaum Perspektiven. In einem Bordell in ihrer Heimatstadt empfängt sie ihren ersten Freier. Viele weitere folgen.
Mit 26 Jahren hat Lisa schon alle Höhen und Tiefen des Hurenlebens kennengelernt: Sie hat sich auf dem Straßenstrich angeboten, in schäbigen Bordellen „angeschafft“, aber auch als Edelhure in Luxus-Etablissements gearbeitet. Sie berichtet, wie sie ihren Körper für fünfzig Mark in Hinterhöfen verkauft, von Sexorgien mit reichen Geschäftsmännern, Sado-Maso-Partys und von den Obsessionen und besonderen Wünschen ihrer Stammkunden und Freier.
Die Trennung von Beruf und Privatleben fällt Lisa nicht leicht, ihre zwei Ehen scheitern, um das Sorgerecht für ihre beiden Söhne muss sie immer wieder kämpfen. Nur der kleine Christopher bleibt ihr. Mit ihm möchte sie ein neues Leben im Süden beginnen. Doch auch hier holt ihre Vergangenheit sie ein …

Meine Meinung

Schonungslos offen und detailliert berichtet Lisa Moos über ihre Vergangenheit als Prostituierte und wenn ich offen und detailliert schreibe, meine ich das genau so. Nicht alle Episoden ihres Lebens sind leicht verdaulich und somit nicht unbedingt sensiblen Gemütern zuzumuten. Die Sprache ist oft derb und direkt. Sie umschreibt nicht und nennt die Dinge beim Namen.
Besonders bewegt haben mich die ganz persönlichen Dinge, z.B. die nicht unbeschwerte Kindheit, die Freigabe ihres zweiten Sohnes zu Adoption und immer wieder ihre Rückkehr zur Prostitution. Letzteres konnte ich nicht nur nicht verstehen, es machte mich fassungslos. Aber Lisa Moor hat für sich diesen Weg gewählt, es steht mir nicht zu über ihr Leben zu urteilen. Ein Urteil bilde ich mir nur zu ihrem Buch und dieses ist durchaus lesenwert.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)
Lisa Moos wurde in Göttingen geboren. Sie arbeitete mehr als zwanzig Jahre als Prostituierte. Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrem Sohn auf Mallorca, wo sie auch ihr Buch geschrieben hat.

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