Susanne Goga – Das Leonardo-Papier

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Wenn ein einzelnes Blatt Papier den Tod bedeuten kann …

England 1821: Georgina Fielding ist im besten heiratsfähigen Alter, interessiert sich aber mehr für Geologie als für potenzielle Ehemänner. Als sie eine wertvolle Fossiliensammlung und ein rätselhaftes Notizbuch erbt, ist ihre Neugier geweckt. Mithilfe des Reiseschriftstellers Justus von Arnau begibt sie sich auf die Spurensuche. Rätsel gibt ihnen insbesondere eine einzelne Manuskriptseite auf. Sie ist in Spiegelschrift geschrieben wie die Werke Leonardo da Vincis – und hat einen brisanten Inhalt…

Susanne Goga lässt uns an den Anfängen jener revolutionären Wissenschaft teilhaben, die im frühen 19. Jahrhundert an den Grundfesten des Glaubens rüttelte: der Geologie. Zugleich aber ist »Das Leonardo-Papier« die packende Geschichte einer jungen Frau, die sich über Konventionen hinweg setzt und ihren guten Ruf riskiert, um das Geheimnis ihrer Herkunft zu lösen – und ihr persönliches Glück zu erobern.

Ein fesselnder historischer Roman, in dem Leonardo da Vincis »Codex Leicester«, das teuerste Buch der Welt, eine entscheidende Rolle spielt.

Meine Meinung

Geologie ist für mich nicht unbedingt ein Wissensgebiet, das ich mir als Hintergrund für eine Romanhandlung gewünscht hätte. Wahrscheinlich ist auch dies der Grund, neben dem Titel, der mich eine der unzähligen Verschwörungsgeschichten vermuten lies, weswegen ich dem Roman über Jahre hinweg keine Beachtung schenkte. Umso mehr war ich überrascht, als sich dieser Roman als ein wirklich gut recherchierter historischer Roman entpuppte. Schon der Prolog zog mich in seinen Bann. Er warf Fragen auf und versprach Spannung. Aber mindestens ebenso spannend war das, was Susanne Goga an Geologischem in den Roman einbaute. Diese Wissenschaft war noch recht jung und befand sich im Aufbruch. Vieles war noch nicht bekannt, aber sie stand schon im klaren Konflikt zu dem, was die Bibel lehrte. Dieses Erwachen der Wissenschaft verband die Autorin sehr gekonnt mit dem Erwachen der Georgina Fielding, die auf eigenen Beinen stehen wollte und von ihrer Tante aber in eine gute Ehe gedrängt werden sollte. So wie die Wissenschaftler an dem althergebrachten Glauben rüttelten, so kämpfte Georgina gegen altgediente Moralvorstellungen.

Susanne Goga verfügt über eine sehr bildliche Sprache, so dass zusammen mit der eigenen Vorstellungskraft die Handlung förmlich wie in einem Film abläuft. Sie versteht es wunderbar, Wissensvermittlung und Unterhaltung zu verbinden.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)
SUSANNE GOGA, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin. Sie schrieb zwei historische Kriminalromane, bevor sie sich mit „Das Leonardo-Papier” (2009 im Diana Verlag erschienen) dem klassischen historischen Roman zuwandte. Susanne Goga lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

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