Buch der Woche (51. KW 2012)

Der mdr figaro empfiehlt „Das Kind, das nicht fragte“ von Hanns-Josef Ortheil.

Amazon schreibt dazu:

Kurzbeschreibung

Erscheinungstermin: 19. November 2012

An einem Frühlingstag im April landet Benjamin Merz mit dem Flugzeug in Catania. Merz ist Ethnologe, und er möchte die Lebensgewohnheiten der Menschen in Mandlica, einer kleinen Stadt an der Südküste Siziliens, erkunden. Er freut sich auf das Frage- und Antwortspiel, auf das er sich gründlich vorbereitet, damit er mit den Einheimischen ins Gespräch kommt. Allerdings muss er große Hemmungen überwinden, um diese Gespräche auch tatsächlich zu führen. Denn Benjamin Merz ist zwar ein kluger Ethnologe, aber ihm fällt es ungeheuer schwer, das zu tun, worauf seine ganze Arbeit aufbaut: Fragen zu stellen. Und das hat seinen Grund.
Aufgewachsen ist Benjamin Merz mit vier weitaus älteren Brüdern. Seine Kinderjahre verbrachte er in einer aufgezwungenen Spracharmut. Seine älteren Brüder gaben in der Familie den Ton an, und er als Nachkömmling war schon häufig alleine damit überfordert, zu verstehen, worüber gesprochen wurde. Selbst einfachste Verständnisfragen traute er sich dann nicht zu stellen, und später musste er sich das Fragen mühsam antrainieren. Dafür kann er aber ausgezeichnet zuhören. Und diese Fähigkeit macht ihn in Mandlica, der Stadt der Dolci, zu einem begehrten Gesprächspartner – insbesondere bei den Frauen. Sie beginnen ihm Familiengeheimnisse und verborgenste Liebeswünsche anzuvertrauen …
Mit dem Roman »Das Kind, das nicht fragte« schreibt Hanns-Josef Ortheil an dem großen autobiographischen Selbsterforschungsprojekt seiner Kinder- und Jugendjahre weiter. Nach »Die Erfindung des Lebens« und »Die Moselreise« setzt sich der Autor auch in diesem Roman mit dem großen Themenkomplex des Zusammenhangs von Verstummen und Sprechen, Fragen und Selbstfindung auseinander.

Über den Autor

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem Brandenburger Literaturpreis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Georg-K.-Glaser Preis, dem Koblenzer Literaturpreis, dem Nicolas Born-Preis und jüngst dem Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

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4 Antworten zu Buch der Woche (51. KW 2012)

  1. buzzaldrinsblog schreibt:

    Steht bei mir schon im Regal, jedoch bisher noch ungelesen. Es wird mein erster Ortheil werden und ich bin schon ganz gespannt. 🙂

    • Karthause schreibt:

      Ich werde es auch lesen, aber zuerst werde ich „Die Erfindung des Lebens“ und „Moselreise“ wegen der Reihenfolge lesen. Der Verlag schreibt ja, alle 3 Bücher seien eine autobiografische Selbsterforschung.

      • buzzaldrinsblog schreibt:

        Danke für den Hinweis auf die Reihenfolge, mir war gar nicht bewusst, dass man die Bücher in einer bestimmten Reihenfolge lesen muss. „Die Erfindung des Lebens“ besitze ich bereits, nur die „Moselreise“ noch nicht …

      • Mona Lisa schreibt:

        Die Erfindung des Lebens ist ein wunderbarer, nachhaltiger Entwicklungsroman!Das Kind das nicht fragte, habe ich noch nicht gelesen, bin daher dankbar für diesen Tipp.
        Die Liebesgeschichte von Ortheil hat mir ebenfalls sehr gefallen!

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