Hugh Howey – Silo

Silo 

Howey, Hugh
Originaltitel: Wool
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: Piper
ISBN-13: 978-3492055857

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Seit Generationen leben die Menschen unter der Erde. Was aber, wenn das Leben im Silo nicht das ist, was es zu sein scheint? Was, wenn der Blick nach draußen nicht durch eine Scheibe, sondern auf einen Bildschirm fällt? – Dann wird Neugier lebensgefährlich. Selbst für Juliette Nichols, die für die Sicherheit im Silo verantwortlich ist … Drei Jahre nach dem mysteriösen Tod seiner Frau Allison setzt Sheriff Holston seiner Aufgabe ein Ende und entschließt sich, die strengste Regel zu brechen: Er will das Silo verlassen. Doch die Erdoberfläche ist hoch toxisch, ihr Betreten bedeutet den sicheren Tod. Holston nimmt das in Kauf, um endlich mit eigenen Augen zu sehen, was sich hinter der großen Luke befindet, die sie alle gefangen hält. Seine Entdeckung ist ebenso ungeheuerlich wie die Folgen, die sein Handeln nicht zuletzt für seine Nachfolgerin Juliette hat … Hugh Howeys verstörende Zukunftsvision ist rasanter Thriller und faszinierender Gesellschaftsroman in einem. »Silo« handelt von Lüge und Manipulation, Loyalität, Menschlichkeit und der großen Tragik unhinterfragter Regeln.

Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Hugh Howey, Jahrgang 1975, verdiente sein Geld als Skipper, Bootsbauer, Dachdecker und Buchhändler, bevor er als Romanautor erfolgreich wurde. Mit seinem großen Endzeitthriller SILO, der als Erzählung angelegt war und so überwältigend viele Leser fand, dass schließlich ein Roman daraus wurde, gelang ihm der internationale Durchbruch. Hugh Howey lebt mit seiner Frau in Jupiter, Florida.

Meine Meinung

Dystopien lese ich recht gern. Die Spekulation, was könnte in der Zukunft geschehen, wenn wir mit unserer Erde weiterhin so unachtsam umgehen finde ich hochinteressant. So griff ich zu „Silo“ von Hugh Howey. Das vorliegende Buch ist die Printausgabe des fünfteiligen e-books und handelt in der nicht näher bestimmten Zukunft. Die Erdoberfläche ist hochtoxisch, die Menschen sollen nur in dem geschützten Betonsilo überleben können.

Eigentlich konnte ich mich schnell in die Handlung einlesen. Mit Sheriff Holston fand ich gleich zu Beginn einen Sympathieträger. Leider wendete sich das Blatt, der Erzähler hatte anderes mit ihm vor und er verschwand aus der Handlung. Zwei weitere Personen wurden eingeführt, führten den Leser durch das Silo und verschwanden ebenfalls von der Bildfläche. Dann endlich wurde Juliette vorgestellt und ohne zu viel vorweg zunehmen, sie blieb dem Leser bis zum Ende erhalten. Diese kurz aufeinanderfolgenden Wechsel der Protagonisten haben mich ein wenig gestört. Vielleicht lag es auch daran, dass Mayor Jahns und Deputy Marnes lediglich die Funktion inne hatten, dem Leser den abgeschlossenen Silo-Kosmos aufzuzeigen, dessen Größe zu vermitteln und ihm eine Orientierung zu ermöglichen.

Hatte ich zeitweise das Gefühl die Personen seien nur halbherzig charakterisiert, eine angenehme Ausnahme bildet Juliette Nichols, so traf das auf die Beschreibung des Silos und der darin herrschenden Atmosphäre gar nicht zu. Es wurde hervorragend vermittelt, wie dieses Silo auf totalitäte Weise von beherrscht wird. Alleingänge oder ein aus der Reihe treten waren nicht gestattet. Es wirkte alles düster und bedrückend. In dieser Hinsicht klangen schon ein wenig Orwell und Huxley an. Allerdings empfand die sprachliche Gestaltung des Romans als sehr einfach, so, dass ich mehr an ein Jugendbuch erinnert war.

Das Ende war dann ein wenig hollywoodlike. Alles ging ein bisschen zu glatt. Auch die unvermeidlich dazu gehörende Liebesgeschichte war so gar nicht nach meinem Geschmack. Sie wirkte nicht glaubhaft, sehr konstruiert, fast schon an den Haaren herbei gezogen.

„Silo“ ist ein Roman, dessen Plot viel Potential bietet. Mir fehlte aber ein wenig Einfallsreichtum bei der Umsetzung der Ideen. Insbesondere durch die erlebbare Schilderung der Atmosphäre war es für mich jedoch kein schlechtes Buch.

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