[Stöckchen] “5 Bücher, die man gerne noch lesen möchte”

Die liebe Birthe von BirthesLesezeit warf ein Stöckchen und ich habe es gefangen. Dann musste es einen Tag ruhen und nun widme ich mich ihm.

Die Regeln lauten: Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast – sie sollen also völlig neu für dich sein. Danach werden 8 Blogger getaggt und ihnen wird in einem aktuellen Post Bescheid gegeben.

Nun habe ich ein erstes Problem. Ich lese so spontan, dass ich eigentlich kaum noch plane, was welches Buch es bis zu meinem Lesesessel schafft. Allerdings aber ich mir für das Jahr 2014 in Leseprojekt vorgenommen, ein paar Bücher liegen auch schon bereit und siehe da, es sind genau 5 Bücher.

Mein großes Thema wird der 1. Weltkrieg, dessen Beginn sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt. Diese Zeit der grundlegenden Wandlungen finde ich hoch interessant, sodass ich noch ein wenig mehr darüber erfahren möchte. Die Geschichte hat schon immer fasziniert. Sie macht mich neugierig auf Ursachen, Hintergründe und Folgen des Geschehens. So gehören historische Romane seit jeher zu einem wichtigen Bestandteil meiner Lektüre.

Hier nun die fünf Bücher, die bei mir – neben anderen – bereit liegen und Aufmerksamkeit warten.

1. Christopher Clark – Die Schlafwandler

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Bahnbrechende neue Erkenntnisse über den Weg in den Ersten Weltkrieg 1914

Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen und zeichnet das Bild einer komplexen Welt, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte. Schon jetzt zeigt sich, dass »Die Schlafwandler« eine der wichtigsten Neuerscheinungen zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sein wird.

2. Herfried Münkler – Der große Krieg. Die Welt von 1914 bis 1918

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Er fegte die alte Welt hinweg und haftet seit vier Generationen im kollektiven Gedächtnis: der Große Krieg. Als Ausbruch aus einem scheinbar stillstehenden Zeitalter der Sicherheit wurde sein Beginn am 1. August 1914 von vielen noch euphorisch begrüßt. An seinem Ende, im November 1918, waren zu bilanzieren: 17 Millionen Tote, eine in Trümmer gestürzte Weltordnung und ungestillte Revanchegelüste. Der Erste Weltkrieg veränderte alles. Nicht nur betraten die USA und die Sowjetunion die Weltbühne, auch die Ära der Ideologien und Diktaturen begann, die zu Hitler und schließlich zum Zweiten Weltkrieg mit all seinen Verwerfungen führte. Herfried Münkler schildert in seiner großen Gesamtdarstellung diese «Urkatastrophe» des 20. Jahrhunderts, zeigt, wie der Erste Weltkrieg das Ende der Imperien besiegelte, wie er Revolutionen auslöste, aber auch den Aufstieg des Sozialstaats und der Nationalismen förderte. Ein Zeitpanorama von besonderem Rang, das nicht nur die politischen und menschlichen Erschütterungen vor Augen führt, sondern auch zahlreiche Neubewertungen dieses epochalen Ereignisses vornimmt. Wenn wir den Ersten Weltkrieg nicht verstehen, wird uns das ganze 20. Jahrhundert ein Rätsel bleiben.
3. Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Die Geschichte des neunzehnjährigen Paul Bäumer, der als ahnungsloser Kriegsfreiwilliger von der Schulbank an die Front kommt, ist inzwischen Allgemeingut. Auch bei der erneuten Lektüre ist der Eindruck jedoch wieder erschütternd: Wie Bäumer statt der erhofften Kriegsbegeisterung und eines kurzen Abenteuers die ganze Brutalität des Gemetzels und das sinnlose Sterben seiner Kameraden erlebt, ist anrührend und empörend. Durch diese Abrechnung mit dem Krieg erlangte Erich Maria Remarque 1929 schlagartig Weltruhm – auch dank einer ausgeklügelten Publikations- und Marketingstrategie, über die das Nach­wort von Thomas F. Schneider, Leiter des Remarque-Friedenszentrums der Universität Osnabrück, Auskunft gibt. Remarque schuf einen Klassiker der Weltliteratur mit ungebrochener Wirkung bis in unsere Gegenwart. Diese Sonderausgabe liefert zum ersten Mal die textkritisch durchgesehene Fassung der Erstausgabe.
4. Ernst Jünger – In Stahlgewittern

Kurzbeschreibung (Quelle:amazon.de)

Das grundlegende Buch zur „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts
Ernst Jüngers erste Buchpublikation sein Kriegstagebuch, das fünf Überarbeitungen erfuhr, seinen Ruhm begründete, zugleich jedoch Zeitgenossen wie Kritiker polarisierte.
Erich Maria Remarque rühmte die Stahlgewitter als „sich immer wieder steigernd, bis in ihnen das harte Antlitz des Krieges, das Grauen der Materialschlacht und die ungeheure, alles überwindende Vitalität des Herzens Ausdruck gewinnen“.Die Erlebnisse Ernst Jüngers vom Januar 1915 bis zum August 1918 an der Westfront spiegeln sich in den „Stahlgewittern“ wieder: vom Grabenkrieg in der Champagne und der Schlacht bei Cambrai bis hin zu den Stoßtruppunternehmen in Flandern und zuletzt der Verleihung des Ordens Pour le mérite nach seiner Verwundung.
“ In Stahlgewittern machte ihn zum Helden einer Generation junger Offiziere, die alles gegeben hatten und am Ende bestenfalls das Eiserne Kreuz davontrugen. Gide pries es als das schönste Kriegsbuch, das ich je las. Tatsächlich ähnelt es keinem anderen Buch der damaligen Zeit keine Spur von den pastoralen Meditationen eines Siegfried Sassoon oder Edmund Blunden, kein Anflug von Feigheit wie bei Hemingway, kein Masochismus wie bei T. E. Lawrence und kein Mitleid wie bei Remarque.“ Bruce Chatwin
5. Herbert Günther – Zeit der großen Worte

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Sarajevo – ein Wort mit einem wunderbar weichen Klang. Der vierzehnjährige Paul schnappt es im Vorübergehen auf. Doch was in seinen Ohren wie eine Zauberformel klingt, kündigt die erste große Katastrophe des 20. Jahrhunderts an. Pauls Alltag ist geprägt von ganz anderen, von pathetisch aufgeladenen Worten, die die Kriegsbegeisterung schüren. Pauls Vater und sein bewunderter großer Bruder melden sich als Freiwillige. „“Weihnachten sind wir wieder zu Hause!““ Mit diesen Worten verabschieden sie sich. Doch alles kommt ganz anders als erwartet und Pauls Familie zerbricht fast an diesem Krieg, der sich vier Jahre hinziehen wird. Immer dringlicher wächst in Paul die Frage danach, wie seine Zukunft aussehen wird, danach, was sich hinter den großen Worten verbirgt, und welches seine, Pauls Worte, sein könnten.

Im letzten halben Jahr hat mein Blog doch ein wenig ein Schattendasein gefristet. Zunächst gab es die Renovierung, dann den großen Umzug in unser neues Domizil. Jetzt gibt es am hier am anderen Ende der Republik so viel zu entdecken, dass dieser Teil meines Leserlebens einfach zu kurz gekommen. Andere Hobbys sind einfach in den Vordergrund getreten. Lieb gewordene Kontakte habe ich sträflich vernachlässigt. Deshalb werde ich die Liste der Blogger, denen ich das Stöckchen zuwerfe, nach und nach ergänzen, da viele von denen, die mir spontan einfielen, dieses Stöckchen bereits gefangen haben.

Nun werfe ich das Stöckchen weiter an:

Krümel von Gedankenwelten

Sophie von literauren

Mara von buzzaldrins Bücher

Phelma von phelmas Blog

Martina von Buchstabenträume

Echo die Katze

deepread

Ira von cupofteaandbook

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7 Antworten zu [Stöckchen] “5 Bücher, die man gerne noch lesen möchte”

  1. Krümel schreibt:

    Okay – dann hab ich auch mal so ein Stöckchen 😉

  2. buzzaldrinsblog schreibt:

    Liebe Heike,

    bei den ersten beiden Büchern schließe ich mich an, beide stehen hier schon, bisher aber noch ungelesen – wann soll man auch nur die Zeit für so dicke Bücher finden?

    Ich danke dir auch für’s Stöckchen, mal schauen, ob Bandit es fangen kann. 🙂

    Liebe Grüße
    Mara

  3. birtheslesezeit schreibt:

    Liebe Heike, ich freue mich darüber, dass Du dieses Stöckchen aufgefangen hast und habe gerade Deinen interessanten Beitrag gelesen :-). „Im Westen nichts Neues “ kenne ich nur als Film, aber mir ist in letzter Zeit das Buch – wohl auch als Sonderausgabe oder Neuflage – auch des öfteren ins Auge „gestochen“. Die „Uralt-Verfilmung“ finde ich sehr eindrucksvoll und imponierend, daher habe ich persönlich ein wenig die Befürchtung, dass das Buch diesem Eindruck nicht gerecht wird. Das mag seltsam klingen, denn zuerst war das Buch, dann der Film – aber trotzdem… Ich bin sehr gespannt auf Deine Eindrücke zum Buch, wenn Du es – früher oder später – gelesen hast :-). Liebe Grüße, Birthe !

  4. birtheslesezeit schreibt:

    Ich habe noch etwas vergessen… ;-). „Zeit der großen Worte “ – über dieses Buch habe ich vor kurzem eine sehr positive Rezension gelesen, und es prompt auch auf meine Wunschliste genommen. Scheint wirklich sehr lesenswert zu sein – viel Spaß damit !

    • Karthause schreibt:

      Zunächst mal ei Entschuldigung, ich hatte vergessen dein Blog zu verlinken. Aber ich habe es noch bemerkt und korrigiert. „Zeit der großen Worte“ hat mich schon vom Cover her angesprochen. Es passte so gut in mein Leseprojekt, da ich es interessant fand, wie die Thematik in einem Jugendbuch behandelt wird. Nun bin ich auch sehr gespannt. Viele Grüße Heike

      • birtheslesezeit schreibt:

        Liebe Heike ! Kein Problem, ich finde das nicht schlimm, hätte es gar nicht gemerkt – und selbst wenn, geht doch nur um den Spaß – keine Entschuldigung nötig ! ;-).
        Herzliche Grüße, Birthe 🙂

  5. Mandy Ehrentraut schreibt:

    Eine sehr interessante Buchauswahl. Danke für den Link!

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