Giuliano Pasini – Die Toten im Schnee

Die Toten im Schnee

Giuliano Pasini

Originaltitel: Venti corpi nella neve

Taschenbuch: 384 Seiten

Verlag: Piper Taschenbuch

ISBN-13: 978-3492302869

Kurzbeschreibung (Quelle: Piper Taschenbuch)

Case Rosse, ein Bergdorf im Apennin, ist Sitz des kleinsten Kommissariats Italiens. Hier hat Roberto Serra das Sagen; er ist aus Rom gekommen und wird von den Einheimischen als Außenseiter behandelt. Doch am Neujahrstag des Jahres 1995 zwingt ein Mordfall Roberto, sich in die Angelegenheiten der verschlossenen Bewohner des Ortes zu mischen: Auf einem Hügel vor dem Dorf liegen drei Leichen im Schnee. Wer sind diese Toten? Für den Kommissar beginnt eine Ermittlung, die ihn tief in die Geschichte von Case Rosse führt, den Ort, an dem er eigentlich Zuflucht vor seinen eigenen Dämonen suchte …

 Über den Autor (Quelle: Piper Taschenbuch)

Giuliano Pasini, geboren 1975, arbeitet und lebt in der Nähe von Venedig. Er ist Krimi-Redakteur der italienischen Bücherplattform „I-libri.com“. Mit seinem ersten Roman gewann er den größten jemals im italienischen Internet organisierten Schreibwettbewerb und eroberte danach auch die italienische Bestsellerliste. Giuliano Pasini schreibt derzeit an seinem zweiten Krimi.

Meine Meinung

Die Toten im Schnee“ ist einer der Kriminalromane, die sich des sehr in Mode gekommenen Lokalkolorits bedienen, dazu kommt ein Kommissar, zugereist und mit ein paar persönlichen Unzulänglichkeiten ausgestattet. Vom Ansatz her bietet Giuliano Pasini nichts Neues. Aber dann wird der in der Gegenwart erfolgte Mehrfachmord mit Geschehnissen zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges verknüpft. Damit beginnt die Handlung, die zuvor schon etwas behäbig anmutete, deutlich an Tempo und Spannung zu gewinnen. Zwar merkt man dem Kriminalroman deutlich das eine oder andere Handlungskonstrukt, um es nicht Unstimmigkeit zu nennen, an, trotzdem habe ich ihn nicht ungern gelesen. Was mir am Anfang noch etwas wirr und undurchschaubar erschien, bekam nach und nach immer mehr Sinn. Dazu kam der sehr interessante historische Teil, der mich ein wenig mehr über die jüngere Geschichte Italiens hinzulernen ließ.

Für einen Krimi ist der Sprachstil beachtenswert. Stellenweise gab es fast schon poetisch anmutende Passagen, dem stehen die Mordschilderungen in krassem Kontrast gegenüber. Dadurch erhält der Krimi eine ganz besondere Atmosphäre. So störte mich die im Präsens gehaltene Erzählweise mit zunehmendem Lesefortschritt auch immer weniger. Mehr störten mich die sehr eindimensionale Figuren, die mich teils sehr nervten und teils zum Superhelden mutierten.

Alles in allem ist „Die Toten im Schnee“ ein Kriminalroman, der leicht zu lesen und sprachlich gut gestaltet ist. Ansonsten hebt er jedoch sich nicht bemerkenswert aus der Masse der Krimis ab.

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