Peter Wensierski – Die verbotene Reise

Die verbotene Reise

Peter Wensierski

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt

ISBN-13: 978-3421046154

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Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Flucht auf Umwegen

Im Sommer 1987 wagen zwei junge Ostberliner aus dem Prenzlauer Berg das große Abenteuer: Bedrängt von den politischen Verhältnissen, fälschen sie eine Einladung und erhalten daraufhin ein Visum für Russland und die Mongolei, Sehnsuchtsorte der beiden Wildnisliebhaber. Aber ihr geheimes Ziel ist das für DDR-Bürger eigentlich unerreichbare China. Von Ulan Bator aus versuchen sie nach Peking zu gelangen, wo sie in der westdeutschen Botschaft Pässe für den Westen bekommen könnten. Mehrmals drohen sie, bei ihrer verbotenen Reise aufzufliegen, aber nach 10.000 Kilometern stehen sie tatsächlich vor dem Botschaftsgebäude. Und können sich doch nicht entscheiden, gemeinsam hineinzugehen …

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Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Peter Wensierski, geboren 1954, begann seine Arbeit als Journalist 1979 mit Berichten und Reportagen aus der DDR. Er war damals der jüngste westliche Reisekorrespondent und schrieb für den SPIEGEL und andere Zeitungen. Als Dokumentarfilmer, Reporter und Buchautor berichtete er über die aufkommende Oppositionsbewegung. Seit 1993 arbeitet er beim SPIEGEL im Deutschlandressort. In seinem neuen Buch erzählt er 25 Jahre nach dem Mauerfall die bislang unbekannte Geschichte einer verbotenen Reise, die auch ein Generationenporträt ist.

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Meine Meinung

Die meisten geben später als Erwachsene viel zu früh auf. Selbst wenn sie etwas wollen, probieren sie es nicht. Ich denk‘ da anders. Wenn du etwas willst, mach es einfach, probiere es mit aller Kraft. Vielleicht klappt’s, vielleicht nicht, aber man muss es doch wenigstens versucht haben. … Man kommt immer nur so weit, wie man im kopf ist.“ (S. 17)

Peter Wensierski erzählt mit „Die verbotene Reise“ eine unglaubliche Geschichte, die ohne weiteres auch der Fantasie eines Hollywood-Drehbuchautors entsprungen sein könnte. Aber diese Flucht aus der DDR über die damalige Sowjetunion, die Mongolei und China gab es wirklich. Der Autor hat lange Interviews mit Jens und Marie geführt. Für sein Buch veränderte er nach seinen Angaben die genaue Zeit der Ereignisse, um sie in einem kürzeren Zeitraum komprimieren zu können. Für seine Recherche nutze er, um möglichst genau zu sein, die Stasi-Unterlagen.

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Das Buch liest sich von Anfang bis zum Ende wie ein spannender Abenteuerroman und ein großes Abenteuer war es auch, das die Berliner Jens und Marie erlebten, die ihre Sehnsuchtsorte und die Freiheit suchten. Sie reisten mit einer gefälschten Einladung nach Ulan Bator und Jens sieht ihre Situation, als hätte jemand für sie eine Tür geöffnet, die Tür in den Westen, obwohl sie die Reise strikt nach Osten führte.

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Die im Buch geschilderten Eindrücke dieser Reise werden durch zwei recht umfangreiche Fotoblöcke mit persönlichen Impressionen untermalt. Ich habe „Die verbotene Reise“ mit sehr viel Interesse gelesen. Sprachlich kommt dieses Buch eher einem Reisebericht gleich als einem Roman, aber genau das ist es ja auch. Ich empfehle das Buch sehr gern weiter, es ist, will man sich mit der DDR-Vergangenheit auseinandersetzen, von nicht zu unterschätzendem Wert.

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