Martin Olczak – Die Akademiemorde

Die Akademiemorde

Martin Olczak

Originaltitel: Academi Morden

Taschenbuch: 480 Seiten

Verlag: btb Verlag

ISBN-13: 978-3442747290

 

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Stockholm, im Mai: Im weltberühmten Hotel Berns Salonger hat man gerade Strindbergs 100. Todestag begangen. Die Festrede hielt der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, ein würdiger Mann und ebenfalls angesehener Schriftsteller. Jetzt kurz vor Mitternacht ist er auf dem Weg nach Hause, durch einen abgeschiedenen Park. Hier trifft es ihn unvermittelt, das Schicksal. Hier wird er ermordet. Tatwaffe ist ein altertümlicher Schwarzpulverrevolver, der die Polizei vor Rätsel stellt. Noch bevor sie sich für eine Ermittlungsrichtung entscheiden kann, geschehen am nächsten Tag vier weitere, ebenso schonungslose Morde. Die Opfer: ebenfalls Mitglieder der Akademie, die für die Auslobung des jährlichen Literaturnobelpreisträgers verantwortlich ist. Was treibt den Mörder um? Klar ist, dass die anderen Akademiemitglieder geschützt werden müssen. Klar ist auch, dass hier konventionelle Methoden nicht weiterhelfen. Claudia Rodriguez von der Zentralen Mordkomission ermittelt auf eigene Faust – und gegen den Willen ihrer Vorgesetzten. Statt dessen bittet sie ihren alten Freund Leo Dorfman um Hilfe, einen Buchantiquar …

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Über den Autor (Quelle: amazon.de)

Martin Olczak, geboren 1973, wohnt in Stockholm. Er stöbert leidenschaftlich gerne in Archiven, wo er sich auf die Suche nach geheimnisvollen Geschichten und spannenden Geschehnissen macht. Er ist einer der bekanntesten Jugendbuchautoren Schwedens. „Die Akademiemorde“ ist sein erster Roman für Erwachsene.

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Meine Meinung

Im Auftrag der Nobel-Stiftung wird von der Schwedischen Akademie jährlich der Nobelpreis für Literatur vergeben. Im Mai des Jahres 2012, nach der Feier zum 100. Todestag August Strindbergs, wurde der Ständige Sekretär der Schwedischen Akademie ermordet. Das Motiv des Täters ist unklar, aber auch die Mordwaffe ist eher untypisch – ein Perkussionsschlossrevolver. Aber dieser Mord soll nicht der einzige an Mitgliedern der Akademie bleiben. Der Täter, der als Ebenbild eben jenes am 12. Mai gewürdigten Autors, beschrieben wird, mordet nicht wahllos unter den Mitgliedern der Akademie, manche werden auch verschont. Die Polizei tappt im Dunkeln, so ermittelt die infolge von internem Zuständigkeits- und Kompetenzgerangel vom Dienst suspendierte Claudia Rodriguez von der Mordkommission gemeinsam mit Leo, ihrem Ex-Freund, einem Antiquar und der einzige Kenner der Literatur in ihrem Umfeld, unkonventionell auf eigene Faust.

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Geschickt hat Martin Olczak seinen Kriminalroman in der Literaturszene angesiedelt. Dies ist ein klug gewähltesUmfeld, das schnell mein Interesse weckte. Hinzu kam eine interessante Konstruktion der Handlung, die auch nur an einigen wenigen Stellen durch das Eingreifen von Kommissar Zufall offensichtlich wurde. Der Krimi las sich außerordentlich gut und flüssig, der Spannungsbogen war straff von der ersten bis zur letzten Seite gespannt, Längen unterbrachen diesen an keiner Stelle. Der Roman wurde durch ein rasantes Finale abgeschlossen. Bis kurz vor dem Ende liefen alle meine Spekulationen über einen möglichen Täter ins Leere, wobei das Motiv dessen schon relativ zeitig deutlich wurde. Wäre die Sprache noch ein wenig ausgefeilter, wäre dieser Krimi ein echter Leckerbissen.

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Der Krimi ist in 25 Kapitel gegliedert. Jedes einzelne wird mit einem Jahr, dem dazugehörenden Literaturnobelpreisträger und einem Auszug aus der Begründung des Schwedischen Akademie eingeleitet.

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Mir hat der Krimi, der erste Roman für Erwachsene von Martin Olczak, gut gefallen. Er bescherte mir spannende und unterhaltsame Lesestunden.

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Eine Antwort zu Martin Olczak – Die Akademiemorde

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