Bernard Minier – Kindertotenlied

Originaltitel: Le Cercle

Gebundene Ausgabe: 656 Seiten

Verlag: Droemer HC

ISBN-13: 978-3426199800

 

Der Verlag über das Buch

Hochsommerliche Hitze und heftige Gewitter belasten die Menschen im Süden Frankreichs, als ein brutaler Mord geschieht. Eine Professorin der Elite-Universität Marsac liegt ertrunken und grausam gefesselt in der Badewanne. In ihrem Rachen steckt eine Taschenlampe. Ohrenbetäubende Musik von Gustav Mahler schallt durch die Nacht. Kindertotenlieder. Beklemmung macht sich in Kommissar Martin Servaz breit. Ist Mahler doch der Lieblingskomponist des hochintelligenten und seit Monaten flüchtigen Serienmörders Julian Hirtmann. Hauptverdächtig ist jedoch ein Student: ausgerechnet der Sohn von Kommissar Servaz` Jugendliebe. Die Ermittlungen führen den Kommissar zu einem mysteriösen Studentenzirkel und zwingen ihn zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Amicus mihi Plato, sed magis amica veritas – Platon ist mir lieb, aber noch lieber ist mir die Wahrheit, lautet sein Motto. Doch die Wahrheit wird ihn in diesem Fall schmerzhaft an die Grenzen des Vorstellbaren bringen.

Der Verlag über den Autor

Bernard Minier, Jahrgang 1960, ist im Südwesten Frankreichs, in den Ausläufern der Pyrenäen, aufgewachsen. Für seine Thriller wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Neben dem Spannungsliteraturpreis Prix Polar de Cognac gewann er unter anderem den Prix polar pourpre sowie den Publikumsleserpreis der Zeitschrift Elle. Monatelang standen „Schwarzer Schmetterling“ und „Kindertotenlied“ in Frankreich auf der Bestsellerliste. Auch in Deutschland hat Bernard Minier erfolgreich den Sprung auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Nähe von Paris.

Meine Meinung

„Kindertotenlied“ ist der zweite Fall für Kommissar Martin Servaz. Er wird an einen Tatort gerufen, an dem eine Professorin einer Elite-Universität brutal ermordet wurde. Gefesselt wurde sie in ihrer Badewanne ertränkt und in ihrem Rachen steckte eine Taschenlampe. Die grausige Szenerie wurde von den Kindertotenliedern Gustav Mahlers beschallt. Diese Musik ließ bei Martin Servaz Assoziationen zu einem vorherigen Mordfall aufkommen, bei dem genau diese Musik, die Lieblingsmusik des immer noch flüchtigen Täters war. Dieser Fall, der hintergründig die gesamte Handlung beeinflusst, war der erste der Reihe um Kommissar Servaz. Um die sich daraus ergebenden Zusammenhänge besser verstehen zu können, wäre es vorteilhaft, die Thriller in der richtigen Reihenfolge zu lesen, aber auch ohne Kenntnis des Vorgängers ist dieser zweite Teil verständlich, die unverzichtbaren Informationen hat Bernard Minier so geschickt in diesen Thriller eingeflochten, dass es auch für diejenigen, die den ersten Fall bereits kennen, nicht zu Längen in der Handlung kommt.

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen. Der Autor schaffte eine sehr sehr intensive Atmosphäre, baute Wendungen ein, die nicht vorhersehbar waren und hielt die Spannung bis zum Schluss aufrecht. Die Personen sind für einen Thriller sehr gut charakterisiert, man kann ihnen nahe sein, ohne sie in irgendeiner Art bis in Letzte zu durchschauen. An der einen oder anderen Stelle wurde es dann wenig unrealistisch, da wurde die Handlung ein wenig zu deutlich dem Konstrukt des Thrillers angepasst. Dieser Fakt stört mich Werken dieses Genres allerdings seltener, die lese ich der Spannung und der Unterhaltung wegen und weniger im Hinblick auf den literarischen Anspruch. „Kindertotenlied“ hat mir sehr gut gefallen. Bernard Minier hat damit einen Thriller vorgelegt, der atmosphärisch dicht ist, gelungene Charaktere aufweist und den Leser von der ersten Seite in den Bann zieht.

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