Delphine Bertholon – Am Anfang war der Frost

Originaltitel: Grâce

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten

Verlag: Limes Verlag

ISBN-13: 978-3809026273

Über das Buch (Quelle: Limes Verlag)

Am Anfang war der Frost – und ein zerrissenes Herz

1981. Grâce Bataille führt in ihrem malerischen Familienhaus in der französischen Provinz ein Leben wie aus dem Bilderbuch – mit zwei wunderbaren Kindern und einem Mann, den sie abgöttisch liebt. Doch die Fassade bröckelt, als eines Tages ein neues Au-Pair-Mädchen bei ihnen anfängt.

2010. Nathan kehrt nach Hause zurück, um wie immer mit Mutter und Schwester Weihnachten zu feiern. Doch dieses Jahr ist alles anders … Sein Vater, der dreißig Jahre zuvor wortlos verschwand, taucht wieder auf. Und plötzlich geschehen seltsame Dinge im einst idyllischen Haus …

Über die Autorin (Quelle: Limes Verlag)

Delphine Bertholon, geboren 1973, arbeitet als Drehbuchautorin in Paris. Nach zwei Romanen, die in der französischen Presse hochgelobt wurden, gelang ihr mit Am Anfang war der Frost der internationale Durchbruch.

Meine Meinung

Der Roman wird abwechselnd in zwei Zeitebenen erzählt. Im Jahr 1981 lernt der Leser die heile Welt von Grâce Bataille kennen, die durch die Anwesenheit des neuen polnischen Au-Pair-Mädchen langsam zu bröckeln beginnt. Der zweite Handlungsstrang setzt knapp 30 Jahre später ein. Die Kinder sind erwachsen und plötzlich taucht der Vater wieder aus der Versenkung auf.

Von Anfang an konnte mich dieses Buch nicht in seinen Bann ziehen. Schon der Liebesbrief an den Vermissten, mit dem die Geschichte eingeleitet wird, fand ich nur schwer erträglich. Der Schreibstil ist äußerst einfach und hätte ich dieses Buch nicht von den Buchflüsterern zur Rezension erhalten, hätte ich es wohl zeitig zur Seite gelegt. Die Geschichte an sich ist so banal und ohne jegliche Spannung, die Personen bleiben durchgehend blass und unscheinbar. Sie werden nicht mit Leben erfüllt, riefen bei mir keinerlei Emotionen außer Langeweile hervor, von sich entwickelnden Sympathien zu den Charakteren möchte ich erst gar nicht sprechen. Als einzig Positives kann ich bemerken, dass am Ende versucht wird, die Geschichte einer halbwegs stimmigen Lösung zuzuführen, welche allerdings auch wieder vorhersehbar war.

Familiengeschichten lese ich eigentlich recht gern – wenn sie gut geschrieben sind. Diese ist es leider nicht und für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie der Autorin damit ihr internationale Durchbruch gelang. Eine Leseempfehlung kann ich leider nicht geben.

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3 Antworten zu Delphine Bertholon – Am Anfang war der Frost

  1. buchstabentraeume schreibt:

    Eieiei… Ich bin gespannt, wie mir das Buch gefallen wird. Wenn die Tage jetzt wirklich herbstlich werden, werde ich es wohl bald in Angriff nehmen…

  2. Krümel schreibt:

    Das Cover würde mich auch anziehen – ist aber oft so, schönes Cover – schnöder Inhalt. 😉 Liebe Grüße, Heidi

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