Jenny Bond – Unter dem Nordlicht

Quelle: buecher.de

OT: Perfect North

TB Seiten: 398

Verlag: Dumont Buchverlag

ISBN-13: 9783832162825

 

Kurzbeschreibung (Quelle: buecher.de)

Stockholm, 1897: Drei Männer begeben sich auf eine Expedition, sie wollen mit einem Heißluftballon den Nordpol erreichen. Darunter auch Nils Strindberg. Die Familie und seine Verlobte Anna sind gegen das Vorhaben, doch Nils setzt sich gegen alle Bedenken durch. Die Expedition scheitert. Trotz zahlreicher Rettungsversuche bleibt die Gruppe verschwunden. Bis 1930, als norwegische Robbenfänger die Leichen der drei Männer auf einer kleinen Insel im arktischen Ozean entdecken. Anna erreicht die Nachricht von dem Fund in England, wo sie mittlerweile lebt, und die Erinnerung holt sie mit aller Macht ein. Die Erinnerung an die verzweifelte Hoffnung, Nils werde doch irgendwann zurückkehren. Und an ihre Sehnsucht, die unstillbar war – und sich auf den falschen Mann richtete … >Unter dem Nordlicht< folgt den Spuren dreier Menschen, deren Lebenswege trotz weiter Entfernung auf verhängnisvolle Weise miteinander verbunden sind. Und es erzählt eine große und tragische Liebesgeschichte, wie sie aufwühlender nicht sein könnte.

Über die Autorin (Quelle: buecher.de)

Jenny Bond wurde in Sydney geboren. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in Canberra, wo sie als Journalistin und Werbetexterin arbeitet. >Unter dem Nordlicht< ist ihr erster Roman.

Meine Meinung

Stockholm 1896/1930. Drei wagemutige Männer starten den Versuch, mit einem Ballon den Nordpol zu erreichen. Salomon August Andrée, Knut Frænkel und Nils Strindberg starten nach einem gescheiterten Versuch im Jahr 1896 einen zweiten im Juli 1897. Inmitten der Vorbereitungen zu dieser Expedition lernt Nils Strindberg die junge Anna Charlier kennen, langsam kommen sie sich näher und verloben sich. Eine Hochzeit vor der Expedition weiß Anna zu umgehen, denn da ist auch noch Erik, Nils Bruder, mit dem sie ebenfalls tiefe Gefühle teilt. Im Jahr 1930 werden die Leichen der Männer auf Kvitøya, der weißen Insel, gefunden und von dem Journalisten Knut Stubbendorff zusammen mit anderen Fundstücken nach Stockholm gebracht.

Jenny Bond baut ihren Roman um die wahre Begebenheit der gescheiterten Nordpolexpedition mit einem Ballon auf. Auf sehr kluge und leicht verständliche Art und Weise verbindet sie naturwissenschaftliche Erklärungen und Stationen der Expedition mit der fiktiven Romanhandlung. Um die Stimmungen und Gefühle des Nils Strindberg dem Leser zu vermitteln, bedient sie sich des künstlerischen Mittels Tagebucheinträge und Briefe einzufügen. Dadurch wirkt der Roman sehr authentisch, obwohl die Autorin in einem erklärenden Nachwort darauf hinweist, dass sie mit diesem Roman lediglich eine wahre Geschichte nacherzählt hat und dieses Buch zu weiten Teilen ein Produkt ihrer Fantasie ist.

Sehr feinfühlig schildert Jenny Bond die Gefühlswelt von Anna Charlier, einer Frau, die zwischen zwei Männern steht. Ich empfand diese Liebesgeschichte sehr schön und ganz und gar nicht kitschig. Die Zweifel und Emotionen der Protagonisten wirkten glaubhaft und lebensecht.

Auch die die Expedition betreffenden Fakten waren für den Leser gut nachvollziehbar aufbereitet. So war der gut strukturierte Roman sehr eingängig und leicht lesbar. Mir hat dieser interessante Roman spannende Unterhaltung und kurzweilige Lesestunden beschert.

Karte über die Strecke der Expedition. Von der Däneninsel (Danskøya) nach Norden mit dem Ballon und danach zu Fuß nach Süden bis zur Weißen Insel (Kvitøya). (Quelle: wikipedia.org)

Andrée und Frænkel mit dem gestürzten Ballon auf dem Packeis. Der Film für dieses Foto und einige weitere wurden erst 1930 aufgefunden. (Quelle: wikipedia.org)

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2 Antworten zu Jenny Bond – Unter dem Nordlicht

  1. Tobi schreibt:

    Das Buch kommt mal auf meine Wunschliste. Das hört sich inhaltlich echt gut an. Insbesondere deshalb, weil es auf einer wahren Begebenheit beruht und damit einen wissenschaftlichen Anteil hat.

    Danke für den Buchtipp, auf dieses Buch wäre ich wohl so schnell nicht gestoßen.

    Liebe Grüße
    Tobi

  2. Pingback: Die Sonntagsleserin 04/2015 | Wörterkatze

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