Anna McPartlin – Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Quelle: Rowohlt Verlag

OT: The Last Days of Rabbit Hayes

Taschenbuch: 464 Seiten

Verlag: rororo

ISBN-13: 978-3499269226

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.

Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst …

Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.

Über die Autorin (Quelle: amazon.de)

Obwohl Anna McPartlin noch keine 40 Jahre alt ist, sagt sie, dass sie bereits mehrere Leben gelebt habe. In der Tat verlief vor allem ihre Kindheit turbulent und alles andere als einfach. 1972 in Dublin geboren, erlebte sie als 5-jährige die Trennung ihrer Eltern, ein Jahr später erkrankte ihre Mutter an Multipler Sklerose. Bis Anna McPartlin 12 Jahre alt war, kümmerte sie sich um ihre kranke Mutter. Dann zog sie zu Tante und Onkel, die ihr die Familie zu ersetzen versuchten, in die Grafschaft Kerry. Dass dies prägende Jahre waren, wissen ihre Leser, denn die Bücher von Anna McPartlin spielen oft in dieser Gegend. Mit ihren bewegenden Geschichten, in denen es meist um Schicksalsschläge und die Kraft der Liebe und Freundschaft geht, hat sie eine große Lesergemeinde gewonnen. Bereits mit ihrem ersten Buch „Weil du bei mir bist“ (2006) gelang McPartlin der Sprung in die Bestsellerlisten. Dabei wollte sie zunächst Schauspielerin werden und führte in den 1990er Jahren ein alternatives Theater in Dublin. Während sie dort als Comedian glänzte, erkannte sie ihr Talent, kurze Sketche zu schreiben und Geschichten zu erzählen. Der Weg für ihren ersten Roman und viele weitere erfolgreiche Bücher war geebnet.

Meine Meinung

Vor vier Jahren wurde bei Mia Hayes, genannt Rabbit, Brustkrebs diagnostiziert. Sie kämpfte, wurde erfolgreich behandelt und führte ein ganz normales Leben. Aber dann meldete sich der Krebs wieder, mit Metastasen in der Leber und den Knochen, Stadium IV. Zum Sterben wird sie in ein Hospitz gebracht. Es heißt nun, zu regeln, was zu regeln ist und Abschied zu nehmen, von Juliet, der 12-jährigen Tochter, den Eltern, den Geschwistern, der besten Freundin. Vorrangig ist dabei die Sorge um Juliet. Erst nach und nach erkennt das Mädchen, wie ernst und hoffnungslos die Lage ihrer Mutter ist und dass sie eher Tage als Wochen vom Tod trennen. Die Familie sorgt sich rührend um Rabbit. Aber wer soll sich um Juliet kümmern? Die über 70-jährigen Eltern? Die Schwester, die von ihrer eigenen Familie gefordert ist? Der Bruder, der Single ist und zwischen Irland und den USA pendelt?

„Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ ist in neun Teile gegliedert, einen für jeden Tag, den sie noch lebt. Dabei wird dem Leser auch die Sicht der Familienangehörigen und Freunde nahe gebracht. In kurzen Abschnitten kommen sie in den neun Teilen zu Wort. Rabbits letzte Tage werden zwar chronologisch erzählt, trotzdem gibt es immer wieder Rückblicke und Erinnerungen, die über Mias Träume vermittelt werden. So nimmt die Autorin der Thematik ein wenig die Schwere, denn der Leser lernt auch die junge, gesunde Frau kennen. Nicht so gut gefallen hat mir das Gezänk, bei wem letztlich Juliet aufwachsen soll. Schön, dass alle für sie eintreten wollten, aber mir wurde des zu flach und ein wenig zu klischeehaft beschrieben. So wie mich auch die Sprache in dem Roman nicht vollends überzeugt hat. Das Buch lebt hauptsächlich von den Dialogen, die dann auch recht häufig oberflächlich gefärbt waren. Dabei hätte gerade dieser Roman alle Möglichkeiten gehabt auch tiefer gehende Gedanken einzubringen. Allerdings wurde auf den von mir eingangs befürchteten weinerlichen Grundton verzichtet.

Kurzum, in „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ hat die Autorin ein schweres Thema aufgegriffen und versucht, es leicht zu erzählen. Mir war das stellenweise ein wenig zu leicht. Trotzdem hatte ich mit diesem Roman angenehme und unterhaltsame Lesestunden.

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2 Antworten zu Anna McPartlin – Die letzten Tage von Rabbit Hayes

  1. Nadine schreibt:

    Der Titel reizt mich ja schön länger. Ich werde es wohl mal auf die Wunschliste nehmen. Danke für die Rezi 🙂 LG Nadine

  2. ElkeK73 schreibt:

    Vielen Dank für die Rezie. Ich werde es mal im Auge behalten 🙂

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