Antonin Varenne – Die sieben Leben des Arthur Bowman

Die sieben Leben des Arthur Bowman von Antonin Varenne  Quelle: C. Bertelsmann Verlag

Die sieben Leben des Arthur Bowman von Antonin Varenne Quelle: C. Bertelsmann Verlag

Originaltitel: Trois mille chevaux vapeur
Übersetzung: Anne Spielmann
Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag
ISBN-13: 978-3570102350
Leseprobe

Der Verlag über das Buch

1852: Arthur Bowman, einer der härtesten Söldner der Ostindienkompanie in Birma, hat eine gefährliche Expedition tief in indigenes Gebiet geführt; ein Himmelfahrtskommando, das mit der Gefangensetzung der zehn Überlebenden endet. Sechs Jahre später ist er ein gebrochener Mann im viktorianischen London während der Jahrhunderthitze. Alkohol- und opiumsüchtig verdingt er sich als Polizist. Da wird in der Kanalisation eine verstümmelte Leiche entdeckt – und Bowman des Mordes verdächtigt. Denn der Tote trägt Narben wie er – Folge der Folter in Birma. Also bricht er auf, die neun Mitinhaftierten zu finden. Die Suche führt ihn in den Wilden Westen, wo weitere bestialische Morde geschehen. Bis er den Mörder findet, hat er sich durch seine Erlebnisse und die Liebe einer Frau zu einem geläuterten Menschen gewandelt …

Der Verlag über den Autor

Antonin Varenne, geboren 1973, studierte Philosophie in Paris. Er war Hochhauskletterer und Zimmermann, arbeitete in Island, Mexiko und in den USA, wo er seinen ersten Roman schrieb. Seine Romane wurden mit den wichtigsten französischen Krimipreisen ausgezeichnet.

Meine Gedanken zum Buch

Antonin Varenne führt den Leser zunächst zurück in das Jahr 1852. Arthur Bowman ist Söldner der Ostindienkompanie in Birma und wird zu einer risikoreichen Mission abberufen. Diese überleben lediglich zehn Männer und diese kommen dabei in Gefangenschaft. Nach einem Zeitsprung ins Jahr 1859 trifft der Leser wieder auf Arthur Bowman. Er ist schwer von der Gefangenschaft, von Drogen und Alkohol gezeichnet und ist nun für die Londoner Polizei tätig. Als in der Kanalisation eine übel zugerichtete Leiche entdeckt wird, gerät er selbst unter Verdacht, denn er trägt die gleichen Narben der in der Gefangenschaft erlebten Folter wie das gefundene Opfer.

Es geht also um einen Mordfall, den Arthur Bowman aufklären will und muss, wenn er den auf ihn gefallenen Verdacht entkräften will. Dabei bleibt er auf seiner Suche nach den in Frage kommenden Verdächtigen nicht in London, seine Recherche führt ihn bis in den damals noch wilden Westen. So erschien mir dieser Roman auch weniger als ein Kriminalroman. Für mich war er eher ein Abenteuerroman, dessen Handlung ich gern folgte. Trotzdem gab es Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hättet. Das machte die Lektüre noch einmal interessanter.

Die Idee des Buches ist sehr gelungen. Bis auf ganz wenige Stellen, an denen ich Längen empfand, liest es sich sehr flüssig. Die Charaktere sind nicht zu stark überzeichnet, die von ihnen verkörperte Geschichte nimmt man ihnen problemlos ab. Besonders der vom Leben und der Gefangenschaft gezeichnete Protagonist, der eigentlich nur noch ein menschliches Wrack ist, hat mir in seinem Tun und Lassen sehr gefallen.

„Die sieben Leben des Arthur Bowman“ ist ein gelungener Genremix, der mich sehr gut unterhalten hat. Ich hoffe auf weitere Werke aus der Feder von Antonin Varenne.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter 2015, Belletristik abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s