Dorothy Baker – Zwei Schwestern

(Quelle: Amazon.de)

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Originaltitel: Cassandra at the wedding
Übersetzer: Kathrin Razum
Gebundene Ausgabe: 280 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
ISBN-13: 978-3423280594

Über das Buch (Quelle: amazon.de)
Als Cassandra Edwards sich zur Hochzeit ihrer Zwillingsschwester Judith aufmacht, hat sie vor allem eines im Sinn: die Vermählung zu verhindern. Was will ihre hochmusikalische Schwester mit irgendeinem durchschnittlichen, jungen Arzt – wie hieß er noch? Seinen Namen kann sie sich nicht merken. Kompromisse und Mittelmaß sind ihr ein Gräuel, und radikal sich selbst treu zu bleiben, das ist in ihrer Familie oberstes Familiengebot. – Wird Cassandra auf der Suche nach sich selbst in ihrer symbiotischen Beziehung zu Judith gefangen bleiben? Wird Judith die Reise ins Unbekannte antreten und sich aus der beklemmenden schwesterlichen Zweisamkeit befreien können? Beiden steht eine existentielle und, wie sich zeigen wird, extrem bedrohliche Herausforderung bevor. – Ein hochintelligenter, witziger, vielschichtiger und scharfzüngiger Roman über Bindung, die Spielarten von Erotik und unsere Suche nach der großen, erfüllenden Liebe, jener Seelenverwandtschaft, die von unserer Einsamkeit eine Brücke zum Anderen schlägt.

Über die Auorin (Quelle: amazon.de)
Dorothy Baker (1907 – 1968) stammte aus Montana. Sie studierte in Los Angeles Französische Sprache und erhielt u.a. ein Guggenheim Fellowship. Sie war verheiratet mit dem Dichter Howard Baker, mit dem sie in den Vierzigerjahren auch ein Theaterstück schrieb – von der Zensur bald kassiert. Baker verfasste mehrere Short Storys und Romane. Der Film ›Young Man with a Horn‹ mit Kirk Douglas, Lauren Bacall und Doris Day geht auf einen ihrer Romane zurück. Dorothy Baker gehört zu den bedeutenden Wiederentdeckungen der NYRB Classics und wird nun endlich auch in Europa gewürdigt.

Meine Gedanken zum Buch
Zwillingsschwestern – eine will die Hochzeit der anderen verhindern. Warum? Das die große Frage die über der 280 seitigen Geschichte steht. Trotz der Kürze des Romans erzählt Dorothy Baker sehr ruhig, manchmal zu ruhig, und unaufgeregt von der Beziehung der beiden Schwestern. Sie lässt sich Zeit die Charaktere zu entwickeln, was ihr aber letzten Endes sehr gut gelingt. Besonders interessant fand ich die Tatsache, dass die Schwestern ihre Individualität ausleben wollten und einander nicht wie häufig sehr nah und gleich sind.

Trotz einiger Längen ließ sich der Roman recht flüssig lesen, die Spannung hielt sich eher in Grenzen, da hatte ich ein bisschen mehr erwartet. Auch das Ende befriedigte mich nicht ganz, es blieben doch noch einige Fragen offen. Vielleicht hätten 50 Seiten mehr dem Roman gut getan. So bleibe ich, ob meiner hohen Erwartungen an das Buch, ein wenig enttäuscht zurück.

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