Ines Thorn – Die Walfängerin

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Rütten & Loening
ISBN-13: 978-3352006630

Über das Buch (Quelle: Verlag)

Eine Frau und das wilde Meer

Sylt im 18. Jahrhundert: Die junge Maren lebt als Tochter eines Fischers in Rantum. Ihre Zukunft liegt klar vor ihr: Sie wird Thies Heinen heiraten, mit dem sie aufgewachsen ist. Doch plötzlich hält der mächtigste Mann der Insel um ihre Hand an: Kapitän Rune Boys. Maren wagt das Undenkbare. Sie lehnt ab. Als ihre Familie jedoch nach einem Sturm finanziell ruiniert ist, muss sie ausgerechnet Boys um Hilfe bitten. Er macht ihr einen ungeheuerlichen Vorschlag: Sie soll mit ihm auf Walfang gehen, danach seien alle Schulden beglichen.

Eine große, schicksalhafte Liebesgeschichte vor historischer Sylt-Kulisse. Von einer Meisterin des historischen Romans

Über die Autorin (Quelle: Verlag)

Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Zuletzt erschienen ihre Romane »Das Mädchen mit den Teufelsaugen«, »Teufelsmond« und »Wolgatöchter«.

Meine Gedanken zum Buch

Sylt im 18. Jahrhundert.

Die Fischertochter Maren liebt Thies und träumt von einer gemeinsamen Zukunft. Rune Boys ist der Kapitän eines Walfängers und ein angesehener und mächtiger Mann auf der Insel. Er hält um Marens Hand an. Das hieße für sie ein sorgenfreies Leben ohne Entbehrungen. Aber sie lehnt ab. Thies bekommt auf Boys‘ Walfänger keine Arbeit und als auch noch ein heftiger Sturm das Elternhaus von Maren zerstört, muss sie zu Rune Boys gehen und ihn um Hilfe beten. Als sie die Schuld nicht begleichen kann, geht sie mit ihm einen Handel ein und arbeitet diese auf seinem Walfänger ab.

Mit Maren hat Ines Thorn eine Frauenfigur geschaffen, die für ihre Zeit den gewagten Traum von Selbstbestimmung und Selbständigkeit träumt. Aber sie konstruiert den Roman so, dass es glaubhaft ein Traum bleibt und in den zeitlich abgesteckten Rahmen passt. So hebt sie ihre Heldin angenehm von den sogenannten …in-Romanen ab, in denen Frauen in Männerkleidung agieren. Maren muss sich auch nicht auf Walfängern mit Männern messen, sie ist eine Frau, die im Notfall kräftig anpacken kann. Sie hat ebenso wie die anderen Hauptfiguren ihre guten und weniger guten Eigenschaften.

Die Autorin schildert die ärmlichen Lebensbedingungen ebenso glaubhaft wie die Zustände und Arbeitsbedingungen auf dem Walfänger.

„Die Walfängerin“ ist ein leichter und einfach zu lesender Roman, der mich gut unterhalten hat. Obwohl mir der Ausgang der Geschichte von Beginn an klar war, überzeugte mich Ines Thorn mit dem Weg, der zu dem Ende führte.

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