Lydia Conradi – Das Haus der Granatäpfel

Quelle: Pendo Verlag

Das Haus der Granatäpfel
Lydia Conradi
Gebundene Ausgabe: 672 Seiten
Verlag: Pendo
ISBN-13: 978-3866124257

Klappentext

Smyrna, 1912: Das Paradies – so nennen viele die Metropole am Ägäischen Meer, die inmitten von Krisen wirkt wie ein weltvergessenes Idyll. In die Stadt, in der Menschen aus aller Herren Länder seit jeher in Eintracht leben, kommt die Berlinerin Klara, um mit Peter, dem Sohn eines Kaufhausmagnaten, eine Zweckehe einzugehen. Doch er kann die lebenshungrige junge Frau nicht glücklich machen, und Klara verliert ihr Herz an den Arzt Sevan. Aber auch er ist gebunden, und als der Erste Weltkrieg ausbricht, beschließen beide, trotz ihrer Liebe füreinander ihre Partner nicht im Stich zu lassen. Für eine Weile erweist sich das Paradies wahrhaftig noch als Oase im Grauen, doch dann entbrennt ein schicksalhafter Kampf um die Stadt. Und plötzlich muss Klara eine Entscheidung fällen, die über Menschenkraft hinausgeht, um etwas von Smyrnas Geist und ihrer Liebe zu Sevan zu bewahren …

Der Verlag über die Autorin (Quelle: Pendo Verlag)

Lydia Conradi ist das Pseudonym einer deutschen Autorin, die mit ihrer Familie im europäischen Ausland lebt. Als Literaturhistorikerin arbeitet sie im Bildungsbereich eines Museums, verbringt alle verfügbare Zeit auf Reisen und ist der verlorenen Vielfalt der Levante verfallen – ihrem sinnlichen Zauber, ihrem kulturellen Reichtum und ihrer Tradition der Toleranz.

Meine Gedanken um Buch

Lydia Conradis Romanhandlung setzt mit einem Auftakt im Mai 1894 ein und endet im Jahr 1919. Dazwischen liegt ein weltbewegender historischer Zeitraum, in den die Autorin gekonnt die Geschichte um Klara, Peter und Sevan webte.

Klara kommt nach Smyrna am Ägäischen Meer, um Peter zu heiraten, eine Zweckehe, wie sie zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich war. Dass diese nicht glücklich wird, ist nicht schwer vorherzusagen und auch dass Klara dann ihr Herz an einen anderen verliert, kam nicht wirklich unverhofft. Aber dies war nur ein Teil der Geschichte. Beeindruckt hat mich Lydia Conradi mit dem realen, dem historischen Part. Man erkennt leicht die fundierte Recherche.

Wie auch unter ihren anderen Pseudonymen schreibt Frau Conradi sehr ausschweifend. Über Land und Leute, die geschichtlichen Hintergründe aber auch über die Eigenheiten der Personen weiß sie viel zu erzählen und zu berichten. Sie fängt die Atmosphäre von Ort und Zeit sehr gut ein, dass „Kopfkino“ entsprechend schnell einsetzt, muss sicher nicht mehr explizit bemerkt werden.

So gern ich das Buch las und so sehr ich auch für dicke Wälzer zu haben bin, ein paar Stellen hätte eine Straffung gut getan.

Wer opulente Liebesgeschichten in historischer Kulisse mag, wird mit diesem Roman gut unterhalten sein.

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